Arbeitswelten 2000irgendwann

Am 29.11.2017 trafen sich 15 Unternehmer zum Frühstück und zum Austausch über die Arbeitswelt der Zukunft bei der Kanzlei Hohenstein in Bad Nauheim.

Schwerpunkt der Diskussion waren Digitalisierung, maximale Verfügbarkeit und technische Möglichkeiten, die die Arbeitswelt radikal ändern wird. Wie können wir dem begegnen und wie kann ein Unternehmernetzwerk wie der BVMW hilfreich unterstützen?

Beginnt sich unser Berufsleben jenseits traditioneller Bürozeiten hin zu einer jederzeitigen Verfügbarkeit zu entwickeln? Steuern technologische Entwicklungen unsere Verhaltensweisen oder steuern wir (noch) die technologischen Entwicklungen? Wie kann es uns gelingen, Rationalisierung, Synergie und die vielbeschworene Disruption in unserem wohlverstandenen Sinne einzusetzen?

Dr. Peter Kath (Kanzlei Hohenstein in Bad Nauheim) führte kurz in das Thema aus seiner Sicht ein. Die Arbeit wird wieder entkoppelt, zum  Beispiel die Arbeit vom Arbeitsplatz. Es werden viele Orte geben, an denen man arbeiten kann. Aber Arbeits- und Privatleben werden dadurch sich wieder verschmelzen. Die Chancen liegen auf der Hand, manchen kommen flexible Arbeitszeiten sehr entgegen, oder mit der Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten entgeht man den Zeitverlusten im täglichen Stau. Aber dem stehen auch Risiken gegenüber, selbst qualifizierte Tätigkeiten werden durch die Digitalisierung wegfallen. „Auch Rechts- und Steuerberatung lassen sich zum Teil durch Algorithmen erledigen“, so Kath in seinen Ausführungen, „und wir sind oft genug flexibel bis zum Burnout.

In der sich anschließenden angeregten Diskussion brachten alle Teilnehmer wichtige Punkt aus ihrer jeweiligen Sicht ein. Ein Fazit ist schwer zu ziehen, jedoch lässt sich eines sagen, der Fokus aller Veränderungen muss auf den Menschen und deren Beziehungen liegen. Werden hier gute Strukturen der Zusammenarbeit, sei es über Tandem-Arbeitsplätzen oder die Verständigung aller Generationen im Unternehmen, ermöglich, lässt sich die passende Technologie finden; als Hilfe und Unterstützung und nicht als Selbstzweck. Heute ist es nicht mehr möglich irgendwas mit der Gießkanne zu verordnen.

Gewünscht ist, dass der BVMW in der Region sich der Themen annimmt und sich Unternehmer bei Roundtablegesprächen über die unterschiedlichen Facetten austauschen können.