Profession Unternehmerin – zu Gast bei Sue van Bömmel

Geschäftsführerin Sue van Bömmel stellt sich und ihr Juweliergeschäft Jakob Burck GmbH vor

Der BVMW stattete am vergangenen Donnerstag dem kleinsten Fachwerkhaus auf der Kaiserstraße in Friedberg einen Besuch ab; darin verborgen eine wahre Perle: das Juweliergeschäft Jakob Burck GmbH. Eine kleine Gruppe BVMW-Mitglieder war zu Gast bei Sue van Bömmel, die im Rahmen von "Profession Unternehmerin" ihr traditionsreiches Familienunternehmen vorstellte. Das Juweliergeschäft besteht seit dem Jahr 1894 und wird von Sue van Bömmel und ihrem Mann Michael (der Urenkel des Gründers) bereits in der vierten Generation geführt. An diesem Abend herrschten „paradiesische Zustände“ im Hause Burck, denn ein Repräsentant der renommierten Firma Gellner entführte die Gäste in die Welt der Fidschi-Perlen. Er stellte die neue Kollektion vor und erklärte viel zur Zucht und Entstehung. Zum Beispiel, dass Größe, Form und Farbe sowie sowohl Glanz (Lüster) als auch Struktur und Reinheit der Oberfläche (Spot-Level) bei derBestimmung der Perlenqualität eine Rolle spielen. So manch eine der Damen bekam angesichts der außergewöhnlichen Perlen glänzende Augen. „Wir sind einer von zwölf Konzessionären, der die Fidschi Kollektion vertreiben darf“, berichtete Sue van Bömmel nicht ohne Stolz.

Spirit of Pearls – Spirit of Burck
Das Unternehmen verbindet Tradition und Moderne und sieht es dabei als Herausforderung an, die Balance zwischen Beständigkeit und Innovation, zwischen Traditionshandwerk und fortschrittlichem Wandel zu halten. Sue van Bömmel erläuterte ihren Gästen, wie sie das traditionsreiche Unternehmen fit für die moderne Zeit macht. Dabei sei es unerlässlich, vor allem offen für spannende, neue Themen zu sein. Als sie und ihr Mann das Geschäft übernahmen, etablierten sie einen Online-Shop und ermöglichten so deutlich mehr Auswahl als je in den Schaufenstern und Auslagen eines Juweliers Platz haben könnten. Sicher werde auch die nächste Generation etwas Neues bringen, ist sich Sue van Bömmel sicher. Ihr Sohn ist ebenfalls Uhrmacher geworden und sammelt gerade erste Erfahrungen außerhalb des Familienunternehmens.

Reparieren statt wegwerfen
Den van Bömmels ist der nachhaltige Aspekt im Juweliergeschäft ein Anliegen, denn sie wollen nicht zur Wegwerfgesellschaft gehören. Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Uhrmacher-Handwerk im Hause Burck ganz groß geschrieben wird. Stolz präsentierte Sue van Bömmel den Gästen die zertifizierte Meisterwerkstatt, die man in der heutigen schnelllebigen Zeit durchaus als Alleinstellungsmerkmal bezeichnen kann.In der Werkstatt wird nicht nur repariert im eigentlichen Sinn, sondern es werden auch alte Schmuckstücke aufbereitet oder zum Teil eingeschmolzen. So kann aus vermeintlich altmodischen Stücken etwas Neues und Modernes werden.

Unübersehbar ist Sue van Bömmels Affinität für Schönes und Schmuck. Wenn sie von ihrer Arbeit spricht, ist sie in ihrem Element und kommt ins Schwärmen. Auch wenn das Onlinegeschäft aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist, macht der persönliche Kontakt zu den Kunden und die Wohlfühlatmosphäre vor Ort den Schmuckkauf zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ein gesundes, freundliches und humorvolles Klima wird zur Freude der Kunden gleichermaßen von den Inhabern, den Mitarbeitern und Partnern gepflegt. Beständigkeit und Vertrauen sind keine Fremdworte, sondern gelebte Werte. Nicht von ungefähr halten sowohl Stammkunden als auch Mitarbeiter dem Traditionsunternehmen seit vielen Jahren die Treue.

Zur Website: https://www.juwelier-burck.de/

 

(Text und Bild: Annette Windus, Redaktionsbüro Wortschatz)