Alles Wichtige zur Novemberhilfe

Seit letzten Montag gilt der von der Bundesregierung angekündigte Lockdown "Light". Unternehmen, die davon besonders betroffen sind, können nun Novemberhilfen beantragen. Alles Wichtige finden Sie hier.

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes von voraussichtlich 10 Milliarden Euro gilt für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wird, in Form einer einmaligen Kostenpauschale.

 

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind:

1) Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der auf Grundlage des MPKBeschlusses vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetriebeinstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen),

2) Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den o.g. Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen).

3) Hotels werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.

 

Welche Zuschüsse gibt es?

Die Zuschüsse pro Woche der Schließungen sind in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 festgesetzt. Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen, da ihre Umsätze über das Jahr verteilt meist schwanken. 

 

Ich habe mein Unternehmen erst in diesem Jahr gegründet. Bin ich auch antragsberechtigt?

Ja! Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden.

 

Werden andere Leistungen angerechnet?

Ja: Andere Leistungen für den Förderzeitraum wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld werden angerechnet.

 

Ich mache zwar Umsatz, bin aber nichtsdestotrotz stark vom Lockdown "light" betroffen. Was gilt hier?

Ein Plusgeschäft soll mit den Novemberhilfen nicht gemacht werden. Daher gilt: Umsätze von mehr als 25 % im Vergleich zum Vorjahr werden auf die Novemberhilfe angerechnet.

Andere Regeln gelten derweil für Gastronomen, die Außerhausverkäufe betreiben: Für Restaurants wird die Umsatzerstattung auf 75 % der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 mit vollem Mehrwertsteuersatz begrenzt. Damit werden Außerhausverkaufsumsätze herausgerechnet, für die bereits im Vorjahr der reduzierte Mehrwertsteuersatz galt. Im Gegenzug werden die Außerhausverkaufsumsätze während der Schließungen im November von der Umsatzanrechnung ausgenommen. 

 

Wie stelle ich einen Antrag?

Die Antragstellung erfolgt elektronisch durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform.

Aber: Soloselbständige sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.

 

Alle Informationen zur Novemberhilfe können Sie auch hier downloaden.