Unternehmensnachfolge nicht auf die lange Bank schieben

Praxisorientierter Austausch mit Experten des BVMW und der  Bürgschaftsbank MV 

Bei der Auftaktveranstaltung am 22. Juni der regionalen Fachgruppe Nachfolge des BVMW Rostock konnten sich interessierte Unternehmen über die Herausforderungen bei einer Unternehmensnachfolge informieren. Bei einem Kamingespräch berichteten Berater aus Ihrer Praxis, ein Unternehmer sprach über seine Erfahrung und die Bürgschaftsbank MV beschrieb die Herausforderung für Mecklenburg-Vorpommern. 

Geschätzt 25.000 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern werden in den kommenden 10 Jahren einen Nachfolger benötigen. Ein komplexer Prozess, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Gemeinsam mit dem Projekt „Unternehmensnachfolge“ der Bürgschaftsbank MV lud der BVMW-Rostock zur regionalen Auftaktveranstaltung ein. 

Experten des frisch gegründeten Kompetenzteams „Nachfolge & Finanzierung“ berichteten aus der Praxis, worauf es ankommt – Schwerpunkt diesmal: Stolpersteine bei der Finanzierung und die Gesamtsteuerung des Prozesses. Zudem bestand die Möglichkeit, mit Ihren individuellen Fragen ins Gespräch mit unterschiedlichen Beratern zu kommen. 

Manja Jonas von der Bürgschaftsbank MV betonte, dass viele Unternehmen die Komplexität und die zeitliche Dimension einer Nachfolge grob unterschätzten. Rudolf Rinck, erfahrener Unternehmensberater, pflichtete ihr bei: „Wenn zu lange gewartet wird, bleibt manchmal nur die geordnete Liquidierung des Unternehmens.“ Zudem käme vor allem den handelnden Personen eine zentrale Bedeutung zu: Kann der alte Chef loslassen? Akzeptieren die Mitarbeiter den Neuen? Bernd Mau, selber Nachfolger, Ullrich Umwelttechnik GmbH, berichtete eindrücklich über die Höhen und Tiefen eines solchen Prozesses. 

Schließlich wies Ole Sellenthin von der BDO AG noch auf steuerliche Aspekte hin, die zu bedenken seien: „Obwohl nicht die größte Herausforderung, ist ein Abklopfen auf steuerliche Stolpersteine durch fachkundige Beratung zentral, damit nicht finanzielle Fallstricke im Vertrag zur Belastung werden.“ Auch er betonte die menschliche Komponente – bei Übergaben innerhalb der Familie gehöre oft auch Fingerspitzengefühl dazu, dann sei man schon fast ein Konfliktmediator. 

Der BVMW in MV wird weiter zu diesem wichtigen Thema arbeiten – vier regionale Kompetenzteams sind hierzu im Aufbau. Interessierte Unternehmer und Experten können sich für kompetente Unterstützung und für die Mitarbeit gerne an Tobias Döppe wenden. 

 

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