Russland will Wirtschaft reformieren

Die russische Regierung will verschiedene Arbeitsgruppen für die Anpassung der heimischen Wirtschaft an die globale Energiewende einsetzen.

Premierminister Michail Mischustin bei der Besichtigung der Kamaz Motorenfabrik in Nabereschnyje Tschelny im Juni 2021. / Foto: IMAGO / ITAR-TASS (Alexander Astafyev)

Auf Anweisung von Regierungschef Michail Mischustin wird die russische Regierung Arbeitsgruppen einrichten, um die heimische Wirtschaft an die globale Energiewende anzupassen, d. h. an den Rückgang der Nachfrage nach konventionellen Brennstoffen und die Entwicklung alternativer Energien. Die Leitung soll Vize-Regierungschef Andrej Beloussow übernehmen. „Die Aufgabe besteht darin, die Risiken und Chancen der globalen Energiewende für die russische Wirtschaft zu identifizieren, Szenarien mit allen Verästelungen zu bewerten und das optimale Szenario zu erarbeiten“, wird eine der Regierung nahestehende Quelle vom Nachrichtenportal RBK zitiert.

Bei den politischen Entscheidungsträgern in Russland besteht seit Jahren Einigkeit darüber, dass die Nachfrage nach fossilen Energien allmählich zurückgehen wird. Im Juni hatte Vize-Regierungschef Alexander Nowak angekündigt, dass die Regierung „die Energiewende in ihrer Energiestrategie auf jeden Fall berücksichtigen wird und sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromverbrauchsbilanz von heute einem Prozent auf zehn Prozent im Jahr 2040 zu erhöhen“.

Die Arbeitsgruppen stehen jetzt vor der Aufgabe, eine genaue Prognose bis zum Jahr 2050 zu erarbeiten und konkrete Ziele für den Zeitraum bis 2030 zu formulieren, wobei die langfristige Strategie mit den aktuellen Aktivitäten verknüpft werden muss.