Russland unterzeichnet Visaabkommen mit Belarus

Die Vereinbarung regelt den Aufenthalt von Ausländern mit dem Visum eines Landes im anderen Land.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow im Gespräch mit Alexander Lukaschenko in Minsk. 19. Juni 2020 / imago images / ITAR-TASS (Maxim Guchek)

 

Russland und Belarus haben ein Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Visa unterzeichnet. Die Zeremonie fand am 20. Juni im Rahmen eines Besuchs des russischen Außenministers Sergej Lawrow in Minsk statt. Demnach können Ausländer mit einem gültigen belarussischen Visum nach Russland einreisen und sich auch für die Dauer von maximal 30 Tagen im russischen Hoheitsgebiet aufhalten. Die Regelung gilt analog auch für Ausländer mit russischem Visum. Der Außenminister von Belarus Uladsimir Makej bezeichnete die Vereinbarung als „Mini-Schengen“.

Das Dokument sieht darüber hinaus einen stärkeren Austausch von Informationen vor: Die zuständigen Behörden beider Länder werden sich gegenseitig Informationen über Grenzüberschreitungen, ausgestellte und annullierte Visa und Aufenthaltsgenehmigungen zur Verfügung stellen. Russland wolle zudem die Grenzkontrollen bei Flügen von und nach Belarus abschaffen.

 

Der Artikel ist erstmals in der Ausgabe 13-2020 des e-Magazines RusslandInsider erschienen.

 

 

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