Besuch der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt in Aschersleben

Der BVMW war zum zweiten Mal bei der FH Polizei zu Gast. Die Teilnehmer konnten sich über den aktuellen Stand der Entwicklung unter dem Aspekt der deutlich gestiegenen Einstellungszahlen informieren.

In der Begrüßung der erschienen BVMW-Mitglieder und Gäste zeigte sich der Leiter des Kreisverbandes, Dr. Helmhard Kraft, erfreut, dass der BVMW nach sechs Jahren erneut bei der FH Polizei zu Gast sein konnte. Das sei auch Ausdruck der besonderen Wertschätzung dieser Ausbildungsstätte durch den BVMW-Kreisverband.
Zugleich knüpfte er daran die Erwartung, dass sich die Zusammenarbeit in Zukunft noch intensiver gestalten möge.

Die Teilnehmer wurden dann vom Rektor der FH Polizei, Frank Knöppler, herzlich begrüßt. Auch er betonte sein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den mittelständischen Unternehmen der Region über den BVMW.

Er machte danach einige Ausführungen zumaktuellen Stand der Entwicklung der FH Pol unter dem Aspekt der deutlich gestiegenen Einstellungszahlen.

Zunächst hob er hervor, dass die Fachhochschule sich als eine moderne Bildungs-, Forschungs- und Serviceeinrichtung verstehe, die die Ausbildung in den Laufbahngruppen 1 und 2 zu bürgernahen Polizeibeamtinnen und -beamten für das Land Sachsen-Anhalt gewährleistet. In diesem Rahmen diene sie der Pflege und Entwicklung der polizeibezogenen Wissenschaften durch Lehre, Studium, Weiterbildung und Forschung und könne mittlerweile auf ein 20-jähriges Bestehen zurückblicken.
Ihre in den Jahren 2009 bis 2011 umfangreich sanierte Liegenschaft sei den Erfordernissen eines modernen Studiums und einer modernen Ausbildung angepasst und entsprechend ausgestattet.

Herr Knöppler meinte, dass in den zurückliegenden sechs Jahren viel passiert sei.

Neben der Struktur der Polizei in Sachsen-Anhalt habe sich auch die Struktur der FH Polizei verändert. Letzteren nicht zuletzt im Zusammenhang mit der ständig steigenden Zahl an Studierenden und Auszubildenden. So seien gegenwärtig etwa knapp 1.400 junge Leute eingeschrieben – über 700 Studenten (Studiengang "Polizeivollzugsdienst" (B.A.)) und über 600 Auszubildende (Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt).

Es hätte damit zwangsläufig der Personalbestand auf über 150 Mitarbeiter steigen müssen. Auch in der Forschung sei die Zahl der Professoren gestiegen.

Weiterentwickelt wurde auch das Eignungsauswahlverfahren mit den unterschiedlichen Tests hinsichtlich Rechtschreibung, Intelligenz, sportlicher Leistungsfähigkeit oder gesundheitlicher Tauglichkeit sowie das Gespräch vor der Auswahlkommission. Hinzu sei ein psychologischer Persönlichkeitstest gekommen. Diese Tests seien letztens bei dem größten Teil der nahezu 5.000 Bewerber zur Anwendung gekommen.

Bei einem Rundgang durch einzelne Bereiche der Hochschule konnten sie sich die Unternehmer einen eigenen  Eindruck von den modernen Möglichkeiten der Ausbildung verschaffen. Höhepunkt bildete dabei ein Einblick in die Schießausbildung.

Bei einem abschließenden Imbiss hatten die Unternehmer dann die Möglichkeit, in zwangloser Runde Gespräche mit dem Rektor und weiteren Angehörigen der Polizeischule zu führen.