inga knoche

DER Mittelstand. im Interview mit
Inga Knoche

Business Development Managerin bei der bluecue consulting GmbH & Co. KG

Wie wird man Unternehmerin? Und welche Erfahrungen macht man auf diesem Weg? Darüber spricht die Business Development Managerin Inga Knoche im Interview.


DER Mittelstand.: Wie würden Sie Ihren Weg zur Business Development Managerin in Ihrem Unternehmen beschreiben?
Inga Knoche: Mit einem Wort: Bodenständig. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung habe ich im Unternehmen als studentische Hilfskraft begonnen und mein gesamtes Studium hier gearbeitet. So habe ich das Unternehmen, die Menschen, die Kunden und Partner sowie die Geschäftsfelder gut kennenlernen können. Nach Abschluss des Studiums habe mich dann kontinuierlich dahin entwickeln können, wo ich heute bin. Das gegenseitige Vertrauen, das auf so einem Weg entsteht, ist ein maßgeblicher Punkt, um persönliche Wünsche zur Entwicklung zu äußern und zu realisieren. Dieses Vertrauen, ebenso wie Loyalität und Menschlichkeit sind Grundpfeiler, die meinen Weg ermöglicht haben.

DER Mittelstand.: Wenn Sie in der Zeit zurückgehen könnten, würden Sie denselben Weg nochmal so gehen? Oder würden Sie etwas anders machen?
Ich würde alles nochmal genauso machen. Schließlich haben alle Entscheidungen und Entwicklungen schlussendlich zu dem geführt, was mich und meinen Wirkungsbereich heute ausmacht. Könnte ich in der Zeit zurück gehen, würde ich mir selbst raten, darauf zu vertrauen, dass die Dinge Zeit brauchen und Erfahrungen gesammelt werden müssen, aber sich die Puzzlesteine dann zusammenfügen werden.

DER Mittelstand.: Welche Entscheidung auf Ihrem Weg zur Führungskraft würden Sie als die Wegweisendste bezeichnen oder auch die, aus der Sie persönlich am meisten gelernt haben?
Es sind zwei Entscheidungen und eine Erkenntnis: Zum einen die Entscheidung, den Mut zu haben, die Wünsche nach persönlicher Weiterentwicklung auszusprechen und einzufordern. Zum anderen die Entscheidung, diesen Weg dann auch einzuschlagen und immer konsequent weiterzugehen. Die Erkenntnis, dass man hierbei Zuspruch und Unterstützung bekommt, um den nächsten Schritt zu gehen, ist wunderbar und eine großartige Erfahrung, die mich motiviert, mit jeder Herausforderung auf diesem Entwicklungsweg umgehen zu können.

DER Mittelstand.: Womit beschäftigen Sie sich als Business Development Managerin derzeit besonders intensiv? 
Ich bin an der Schnittstelle Technologie, Prozess, Mensch – mit dem Menschen im Fokus – im Bereich der digitalen Transformation aktiv. Gerade die Befähigung der Mitarbeitenden bei großen, technologiegetriebenen Veränderungen ist ein entscheidender Punkt, der großem Augenmerk bedarf. Dieser Themenbereich begeistert mich so sehr, dass ich im Rahmen einer berufsbegleitenden Promotion zu dem Thema zukünftige Kernkompetenzen für die digitale Transformation im Mittelstand forsche.

DER Mittelstand.: Gibt es eine Erfahrung als Frau an der Spitze, die Sie teilen möchten? Was war Ihre größte Herausforderung?

Die Erfahrung, dass es nicht möglich ist, alles allein zu schaffen. Und die gute Nachricht ist: das ist auch nicht nötig. Das war tatsächlich die größte Herausforderung, die ich mir somit selbst geschaffen habe – der Irrglaube alles alleine stemmen zu müssen. Auch wenn man Verantwortung nicht teilen kann, so ist die Zielerreichung fast immer eine Team-Aufgabe.

DER Mittelstand.: Welche Botschaft möchten Sie anderen (derzeitigen und zukünftigen) weiblichen Führungskräften mitgeben?
Es ist wichtig, die richtige Balance zwischen Selbstvertrauen und selbstkritischer Reflexion zu finden. Man muss lernen, Kritik anzunehmen, sich aber dennoch nicht für den eigenen Standpunkt zu verstecken. Meiner Erfahrung und Einschätzung nach, ist das etwas, das Frauen schwerer fällt. Ob aus sich selbst heraus oder durch äußere Einflüsse getriggert, das ist dabei irrelevant. Entscheidend ist, die feinen Antennen, derer es bedarf, um eine Situation richtig zu bewerten und einzuschätzen, zu trainieren und nicht vorschnell zu urteilen.

DER Mittelstand.: Was schätzen Sie am Verband Der Mittelstand. BVMW besonders?
Als leidenschaftliche Netzwerkerin und Eigengewächs des Mittelstands, steht der BVMW für alles, was meinem Weg und meiner Überzeugung entspricht. Belastbare und verbindliche Kontakte, verlässliche und zielgruppengerechte Informationen sowie inhaltsstarke und wertige Veranstaltungen.

DER Mittelstand.: Vielen Dank für das nette Gespräch, Frau Knoche!

Infos zur Person

Inga Knoche ist leidenschaftliche Netzwerkerin und kreative Visionärin mit Hirn und Herz. Seit vielen Jahren ist sie fokussiert auf das Themenfeld „Organizational Behavior“. Insbesondere auf das Verständnis menschlicher Interaktion innerhalb der Wertschöpfung eines Unternehmens. Mit dem Themenfeld „Der Mensch in der digitalen Transformation“ ist sie als Autorin und Sprecherin auf zahlreichen Veranstaltungen eine gern gesehene Expertin. Speziell in den Bereichen Kommunikations- und Digitalberatung hat sie ihre Berufung gefunden. Als Business Development Managerin trägt Inga Knoche bei der bluecue consulting GmbH & Co. KG in Bielefeld zusammen mit Kunden und Geschäftspartnern moderne Kommunikations- und Informationslösungen in den Markt.

Infos zum Unternehmen

bluecue entwickelt individuelle digitale Strategien, um die Prozesse, die Teamarbeit und die Wertschöpfung in Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten. Dabei optimieren wir 3 wesentliche Kernelemente der Arbeit:

● Digitale Kommunikationskanäle und Informationsaustausch
● Verarbeitung von Daten und Transparenz digitaler Prozesse
● Digitale Kompetenzen bei Human Resources

Jedes einzelne Kernelement für sich hat eine maßgebende Bedeutung, identifiziert und schöpft konsequent vorhandene Potenziale aus. In der Kombination aller 3 Elemente entsteht ein, neues, zukunftsfähiges und synergetisches Arbeitssystem, das eine wesentliche Grundlage für den Gesamterfolg Ihres Unternehmens im digitalen Zeitalter liefert.