melanie daube

Interview mit
Melanie Daube

daube rechtsberatung

 

Wie sind Sie dazu gekommen, Unternehmerin zu werden?

Aus der sicheren Anstellung heraus den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, war keine spontane Entscheidung, sondern ist über längere Zeit gereift. Während meiner langjährigen Mitarbeit in der Konzernrechtsabteilung eines internationalen Unternehmens, habe ich eine zunehmende Unruhe verspürt und gemerkt, dass nochmal etwas Anderes, Neues kommen muss. Mir war allerdings schnell klar, dass eine Anstellung in einem anderen Umfeld nicht die richtige Lösung sein konnte. Ich habe mich für ein Coaching entschieden, um festzustellen wohin meine Reise gehen soll. Mit Hilfe der richtigen Fragestellungen und der Unterstützung meiner Familie habe ich mich dann für die Selbstständigkeit entschieden und bin seit 2018 als selbständige Rechtsanwältin in eigener Kanzlei und seit 2020 als Mediatorin tätig. So kann ich meine Vorstellung von einer lösungsorientieren und effektiven Beratung umsetzen.

Wenn Sie in der Zeit zurückgehen könnten, würden Sie denselben Weg nochmal gehen?

Die Entscheidung, meine Tätigkeit freiberuflich auszuüben, habe ich ihn noch keine Sekunde bereut. Natürlich gilt es, Herausforderungen zu überwinden und schwierige Situationen zu meistern. Aber dies macht es ja auch letztlich so interessant und spannend. Die Flexibilität, die Selbstbestimmtheit und die Möglichkeit, die Arbeit nach den eigenen Werten und Vorstellungen zu gestalten, ist jede Unsicherheit und Mühe wert. Ich würde den Weg jederzeit wieder gehen.

Welche Entscheidung würden Sie für sich als die Wegweisendste bezeichnen oder auch die, aus der Sie am meisten gelernt haben?

Die Entscheidung, die ich für mich persönlich als Wichtigste bezeichnen würde, war die Entscheidung, berufsbegleitend eine Weiterbildung zur Mediatorin zu machen. Diese Ausbildung hat mich sowohl persönlich aber auch fachlich sehr viel weitergebracht und mir Möglichkeiten aufgezeigt, wie ich meine Arbeit noch konstruktiver und effektiver gestalten kann. Mit der Ausbildung habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und kann nun auch die Mediation bzw. Konfliktlösung als weiteres Tätigkeitsfeld anbieten. Das ergänzt meine anwaltliche Tätigkeit perfekt. Zudem habe ich so die Möglichkeit dieses wertvolle Verfahren insgesamt bekannter zu machen und hoffentlich zu der Akzeptanz zu verhelfen, die die Mediation sicher verdient.

Womit beschäftigen Sie sich derzeit besonders intensiv?

Aktuell beschäftigen mich vor allem Themen im Zusammenhang mit Social Media, wie beispielsweise Sichtbarkeit und Online-Auftritte. Gerade durch die Coronapandemie wurde deutlich, dass man sich mit alternativen Wegen beschäftigen muss, Mandanten oder zumindest (potentielle) Interessenten zu akquirieren. Eine regelmäßige berufliche Auslastung will gut und nachhaltig geplant sein. Eine entsprechende Positionierung und Sichtbarkeit gerade im digitalen Zeitalter ist hierfür unerlässlich. Dies sind Themen, die während meines Studiums noch keine Rolle spielten und auch nicht zu Beginn meiner nun über zwanzig jährigen Berufstätigkeit. Hier gibt es für mich noch sehr viel zu lernen, um jetzt und in Zukunft marktfähig zu sein und zu bleiben. Allerdings bieten sich auch ganz neue Chancen und Perspektiven. Trotz aller Schwierigkeiten der letzten Pandemiejahre kann ich als positives Fazit ziehen, dass ich viele wertvolle Kontakte knüpfen konnte und tolle Menschen unter anderem über Webinare und Online-Netzwerkveranstaltungen kennengelernt habe, die ich sonst wahrscheinlich nicht getroffen hätte.

Welche Botschaft möchten Sie anderen UnternehmerInnen mitgeben?

Seid mutig und verfolgt eure Ziele und Träume. Es lohnt sich trotz Herausforderungen und Unwägbarkeiten. Lasst euch von Rückschlägen nicht entmutigen, das gehört zum Unternehmertum dazu. Es läuft nicht immer alles rund. Das zu akzeptieren und daraus das Beste zu machen ist entscheidend, daran wächst man. Wichtig ist auch, Augen und Ohren offen zu halten, neugierig zu sein und sich zu trauen, etwas Neues auszuprobieren. Auch wenn von Beginn an nicht alles perfekt ist, das kommt mit der Routine von selbst.

Was schätzen Sie am Verband Der Mittelstand. BVMW besonders?

Der Verband ist eine hervorragende Plattform, um sich zu vernetzen, auszutauschen und nicht zuletzt das eigene Angebot sichtbar zu machen. So findet man für alle Fragen und Themen, die einen bewegen, kompetente Ansprechpartner unter den Mitgliedern. Das Angebot an Informationsveranstaltungen ist großartig und durch die regionalen Ansprechpartner des BVMW fühle ich mich ausgesprochen gut betreut.

Informationen zur Person

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität in Bonn war Melanie Daube zunächst als Rechtsanwältin in einer internationalen Wirtschaftskanzlei in Frankfurt tätig. Von der Beraterseite wechselte sie 2005 auf die Mandantenseite ins Unternehmen, um ihre Tätigkeit Inhouse als Syndikusrechtsanwältin fortzusetzen. Sie hat dort die Rechtsabteilung der deutschen Holding eines international aufgestellten börsennotierten Konzerns mitaufgebaut und verschiedene Funktionen, u.a. Compliance Officer, übernommen. Zuletzt war Melanie Daube als stellvertretende Rechtsabteilungsleiterin tätig, bevor sie 2018 ihre Kanzlei gründete. 2019 hat Melanie Daube ihre Weiterbildung als Mediatorin abgeschlossen und ist seit 2020 als zertifizierte Mediatorin in Frankfurt am Main tätig. Sie unterstützt ehrenamtlich die Deutsche Stiftung Mediation in Hessen.

Frau Daube ist verheiratet und hat 2 schulpflichtige Kinder. Neben Beruf und Familie ist Frau Daube ehrenamtlich im schulischen Bereich tätig sowie Vorstand des Fördervereins einer Kindertagesstätte.

Informationen zum Unternehmen

Rechtsanwältin Melanie Daube berät Unternehmen im Zivil- und Gesellschaftsrecht. Aufgrund ihrer langjährigen Unternehmenserfahrung kennt sie typische Fallstricke und Problemstellungen und berät hierzu kompetent und praxisnah. Dies gilt gleichermaßen für Prüfung, Erstellung und/oder Verhandlung von Verträgen – auch in englischer Sprache. Der Fokus liegt hierbei stets auf einer lösungsorientierten und konstruktiven Vorgehensweise. Daneben bietet Frau Daube kleinen und mittelständischen Unternehmen ohne oder mit einer kleinen Rechtsabteilung auch regelmäßige oder interimsweise Unterstützung vor Ort an.

Darüber hinaus ist sie als Mediatorin Konfliktlöserin sowohl im wirtschaftlichen als auch im privaten Rahmen.

Rechtsanwältin Daube bietet Schulungen zu ausgewählten wirtschaftsrechtlichen Themen an und informiert Sie gerne über die Möglichkeiten Rechtsstreite vor Gericht zu reduzieren und stattdessen über die außergerichtliche Streitbeilegung zu lösen.

Weitere Informationen zum Angebot und zur Person finden Sie auch auf der Kanzlei-Homepage unter www.daube-rechtsberatung.de.