porträt von susanne dahnke

Interview mit
Susanne Dahncke

Family Business Coach & systematische Beraterin


DER Mittelstand.: Wie sind Sie dazu gekommen, Unternehmerin zu werden?

Ich bin in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen und verspürte recht früh das innere Bedürfnis, etwas gestalten zu wollen. Mit Mitte 20 meinte ich noch, dass ich dies in unserem Familienunternehmen erfüllen könnte. Anfang 30 war für mich jedoch klar, dass ich meinen eigenen Weg gehen muss und machte mich als Coach selbständig.

DER Mittelstand.: Wenn Sie in der Zeit zurückgehen könnten, würden Sie den selben Weg nochmal gehen? Oder würden Sie etwas anders machen?

Ich würde den Weg bis auf einen Punkt auf jeden Fall noch einmal gehen: Ich war sehr lange als Einzelkämpferin unterwegs, immer auf der Suche nach der richtigen Kooperation. Was mir damals nicht klar war: Geschäftliche Kooperationen funktionieren nur, wenn auch das innere Team in mir gut zusammen arbeitet. Doch genau die Arbeit daran kam damals viel zu kurz - ich war zeitgleich auch Mutter. Wenn ich mir also aus heutiger Sicht einen Tipp geben könnte: Schau, was genau DU brauchst, um gut in Deinem Job und der Zusammenarbeit mit anderen zu sein und weniger darauf, was Andere brauchen!

DER Mittelstand.: Welche Entscheidung würden Sie für sich als die Wegweisendste bezeichnen oder auch die, aus der Sie am meisten gelernt haben?

In den ersten Jahren habe ich eine sehr breite Zielgruppe bedient, bis ich insbesondere für Familienunternehmen arbeitete. 2012 entschloss ich mich, mich noch spitzer aufzustellen. Denn was mich wirklich interessiert ist die Arbeit mit Unternehmerfamilien. Seit dem begleite ich Unternehmerfamilien und ihre Angehörigen bei allen Fragestellungen, die sie zu ihrem Unternehmen miteinander klären wollen.

DER Mittelstand.: Womit beschäftigen Sie sich derzeit besonders intensiv?

In meinen Workshops komme ich immer wieder in Kontakt mit ganz wesentlichen Fragestellungen der Familien. Gerade die Nachfolgegeneration fragt z.B. nach dem Sinn ihres Unternehmens. Ich persönlich finde diese Fragen sehr spannend. Ich engagiere mich ehrenamtlich für die Gemeinwohl-Ökonomie und kann in diesen Momenten Input leisten, den die Familien als echten Mehrwert empfinden. Denn als Familienunternehmen sind diese per se ja eher gemeinsinnorientiert ausgerichtet, mit den Ideen Gemeinwohl-Ökonomie kann das gezielt gesteigert werden.

DER Mittelstand.: Welche Botschaft möchten Sie anderen UnternehmerInnen mitgeben?

Folge Deinem Herzen. Dann folgen Dir die Menschen.

DER Mittelstand.: Was schätzen Sie am Verband Der Mittelstand. BVMW besonders?

Ich bin hier in Hamburg sehr aktiv in die Verbandarbeit einbezogen, zu meinem Betreuer ist inzwischen ein eher freundschaftliches Verhältnis entstanden. Eine Kooperation auf Augenhöhe mit einem großen Nutzen für beide Seiten.

Infos zur Person/ zum Unternehmen

Susanne Dahncke

Jahrgang 1966, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen

Diplom-Kauffrau, Business Coach, Systematische Beraterin

Family Business Coach

www.susanne-dahncke.de