Inverview mit Stanislas Zézé, Bloomfield Investment Corporation

Die Geschäftsführerin der Mittelstandsallianz Afrika, Bienvenue Angui, im Gespräch mit Stanislas Zézé, Geschäftsführer der panafrikanischen Finanzratingagentur Bloomfield Investment Cooperation mit Sitz in der Elfenbeinküste.

Deutsche Version 

(English version below)

(Version francaise en bas) 

 

Bienvenue Angui (BA) :
Guten Tag, Herr Zézé. Sie sind der Geschäftsführer der Bloomfield Investment Corporation, eine panafrikanische Finanzratingagentur – die erste im frankophonen Afrika – mit Sitz in der Elfenbeinküste. Sie sind außerdem vom Magazin Financial Afrik zum Besten afrikanischen Financier 2018 gekürt worden.

Herr Stanislas Zézé, wie schätzen Sie die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Elfenbeinküste ein? Welche Note würden sie der ivorischen Wirtschaft geben?


Stanislas Zézé (SZ):
Tatsächlich schätzt Bloomfield die Elfenbeinküste ein und wir haben das Land mit A- bewertet, was bedeutet, dass die Elfenbeinküste ein geringes Risiko in der lokalen Währung aufweist. Abgesehen davon handelt es sich um eine ausreichend diversifizierte Volkswirtschaft, die offensichtlich solide ist und die seit fünf, sechs, sogar sieben Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 8% und einen ausreichend leistungsstarken Privatsektor aufweist. Außerdem haben wir einen Index geschaffen, um monatlich die Leistung der Privatwirtschaft zu bewerten. Die Elfenbeinküste weist eine genügend leistungsstake Wirtschaft auf, die aufgrund ihrer Diversifizierung unendlich viele Möglichkeiten bietet. Da zwangsläufig viele Dinge verbessert werden müssen, bedeutet dies viele Gelegenheiten für Investitionen.


BA:
Da wir gerade von Investitionsmöglichkeiten sprechen, welche Faktoren oder welche Sektoren kann die Elfenbeinküste noch verbessern um Investitionen anzuziehen?


SZ:
Tatsächlich haben Sie Möglichkeiten in allen wirtschaftlichen Sektoren: sei es die Technologie, sei es die Landwirtschaft, sei es die Baubranche, sei es der Tourismus. Sie haben diese Möglichkeiten in allen Sektoren, weil es große Handlungsspielräume und Innovationsmöglichkeiten gibt – hinsichtlich Technologie, Wertschöpfung… es gibt also unermessliche Möglichkeiten. Ich glaube, dass die Elfenbeinküste heute als El Dorado der Investitionen in der Region angesehen wird. Man sieht das sehr gut, wenn man sich die Investoren, die in die Elfenbeinküste kommen, näher betrachtet. Man sieht, dass es sich um eine sehr heterogene Gruppe handelt und dass die Zahl der Interessenten kontinuierlich steigt. Das zeigt deutlich, dass die Grundlagen solide sind und Investoren dazu veranlassen, herzukommen. Das soll natürlich auch nicht heißen, dass alles rosig ist.


BA:
Sie haben die Metapher „El Dorado“ benutzt: welchen Platz haben die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an diesem Ort?


SZ:
Die KMU nehmen einen Anteil von 90% in dieser Wirtschaftsstruktur ein, tragen jedoch leider nicht mehr als 22% zum Wachstum bei. Ich glaube, dass das große Problem der KMU hier die Strukturierung ist. Es ist kein Problem der Finanzierung, es ist ein Problem der Strukturierung. Um Zugang zu Krediten zu bekommen, muss man strukturiert sein, man muss Absorptions- und Rückzahlungsfähigkeit besitzen. Dennoch denke ich, dass es in den letzten zehn Jahren einen Paradigmenwechsel bei den KMU gegeben hat – einen Wandel in der Mentalität in Bezug auf den Ansatz zur Entwicklung der KMU selbst. Ich denke, dass umso mehr man die Entwicklung der KMU vorantreibt, die Wirtschaft umso solider wird. Es ist eine große Aufgabe, die auf der Leitungsebene der KMUs, aber auch auf Staatsebene angegangen werden muss, um die KMUs besser zu begleiten und ihnen die Möglichkeiten zur besseren Entfaltung zu geben.


BA:
Herr Zézé, welche Kompetenzen sind Ihrer Meinung nach für ein ausländisches Unternehmen notwendig, um auf dem ivorischen Markt erfolgreich zu sein?


SZ:
Ich denke, dass der Vorteil dieses Marktes ist, ein bisschen wie ein „Melting-Pot-Markt“ zu sein. Es ist ein Markt, der ein bisschen dem der Vereinigten Staaten von Amerika ähnelt – ein liberaler Markt. Deshalb gilt, dass Sie – egal woher Sie auch kommen mögen – die Chancen haben, erfolgreich zu sein. Wie in allen Märkten jedoch ist es wichtig, die Gegebenheiten zu verstehen. Das soll heißen, dass Ihnen auf Abstand zu investieren wenig Rendite bei Investitionen bringt – es bedarf der Direktinvestitionen. Man muss auf den Markt gehen, man muss die Gegebenheiten verstehen, man muss sich einbringen. Ich glaube, dass eines der Erfolgsgeheimnisse ausländischer Unternehmen in der Elfenbeinküste die Präsenz vor Ort ist. Die französischen Unternehmen haben großen Erfolg in der Elfenbeinküste – selbst wenn sich dieser Erfolg gerade verringert –, weil es heute einer anderen Herangehensweise bedarf, weil sich eine Veränderte Mentalität der Ivorer und der Afrikaner im Allgemeinen abzeichnet, die die französischen Unternehmen leider lange Zeit nicht beobachtet haben. Ich denke, dass sie es heute verstehen. Sie beginnen, sich selbst zu hinterfragen. Ich denke, dass es heute wichtig ist, sich den Investitionspraktiken anzupassen und auf die Gegebenheiten zugeschnittene Investitionsansätze zu entwickeln. Das erscheint mir logisch.


BA:
Ich habe heute erfahren, dass es weniger als ein Dutzend deutscher Unternehmen auf dem ivorischen Markt gibt. Daher möchte ich Sie fragen, worauf die Abwesenheit deutscher Unternehmer Ihrer Meinung nach zurückzuführen ist und wie die Bloomfield Investment Corporation helfen kann, ihre Präsenz auszubauen.


SZ:
Ich habe deutsche Arbeitgeber getroffen, als ich vor nicht allzu langer Zeit in Deutschland war und mir ist klar geworden, dass sie tatsächlich vorgefasste Meinungen haben. Das soll heißen, dass ihnen Afrika sehr weit entfernt erscheint und dass sie immer noch die Vorurteile eines rückständigen Afrikas haben. Sie glauben, die Afrikaner seien nicht unbedingt kompetent, was schade ist, weil das Afrika, von dem sie sprechen, tatsächlich das Afrika vor 60 Jahren ist. Das heutige Afrika unterscheidet sich jedoch sehr von dieser Vorstellung – es hat sich erheblich verändert. Ich möchte die Deutschen ermutigen, herzukommen und sich umzusehen, sich einzubringen. Wenn man investiert, geht man ein Risiko ein, doch der, der kein Risiko eingeht, bekommt auch keine Rendite auf seine Investitionen. Es ist nachgewiesen, dass in Afrika die höchsten Investitionsrenditen weltweit entstehen. Die Risiken sind gering und ein Unternehmen wie die Ratingagentur Bloomfield erlaubt es ausländischen Investoren eben, sich einen Überblick über die afrikanischen Staaten, die Investitionsarten und Risiken sowie die dadurch beeinflussten möglichen Investitionsrenditen zu verschaffen. Die Deutschen haben derzeit alles was es braucht, um herzukommen und zu investieren. Die Aufnahmefähigkeit eines deutschen Produktes ist sehr gut, das Einkommensniveau ist in Afrika gestiegen, der Mittelstand hat sich erheblich entwickelt, die deutschen Produkte sind bereits bekannt. Jetzt heißt es für die deutschen Unternehmen, vor allem die KMU, diesen nächsten Schritt zu gehen, herzukommen und sich zu organisieren. Die deutschen KMU haben die Möglichkeit – so wie es die französischen Unternehmen bereits tun –, sich in Handelskammern zu organisieren und von diesen Strukturen zu profitieren. Die Instrumente, die den Deutschen Investitionen ermöglichen, sind vorhanden. Nun heißt es, die Entscheidung zu treffen und diese Entscheidung kann den Deutschen niemand abnehmen. Sie selbst müssen sich dazu entscheiden, hierher zu kommen.


BA:
Also sprechen sie eine ermutigende Botschaft und eine Einladung an die deutschen Unternehmen aus, in der Elfenbeinküste zu investieren. Sie meinen, dass die Möglichkeiten offensichtlich sind.


SZ:
Was ich sagen will ist, dass es schließlich eine Tatsache ist, dass es eine sehr diversifizierte Volkswirtschaft ist, sehr offen und liberal, weshalb natürlich jeder in die Elfenbeinküste investieren und eine gute Rendite auf Investitionen erhalten kann. Die Strukturen sind ausreichend solide. Ich glaube, dass die Deutschen heute mehr als jemals zuvor ihren Platz in der Elfenbeinküste haben und das aus folgendem Grund: ich kann Ihnen sagen, dass ich in Berlin war und dass ich festgestellt habe, dass es in der Elfenbeinküste mehr BMW gibt, als auf den Straßen Berlins.


BA:
Danke, Herr Zézé für dieses Schlusswort.


SZ:
Danke vielmals und alle Deutschen, die in die Elfenbeinküste kommen wollen möchte ich ermutigen, mit Bloomfield in Kontakt zu treten und auch gern über die Distanz ein kurzes Gespräch über die Risiken und Chancen zu führen.


BA:
Vielen Dank.


SZ:
Ich bedanke mich bei Ihnen.

Abidjan, Dienstag den 5. März 2019
Durchgeführt von Bienvenue Angui

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English version 

 

Bienvenue Angui (BA):

Good day Mr. Zézé. You are the Chief Executive Officer of the Bloomfield Investment Corporation, a Pan-African financial rating agency – the first in Francophone Africa – based in the Ivory Coast. You have also been named Best African Financier of 2018 by " Magazin Financial Afrik ". Mr. Stanislas Zézé, how do you rate the current economic situation in Côte d'Ivoire?  Which grade would you give the Ivorian economy?

 

Stanislas Zézé (SZ):

As a matter of fact, Bloomfield did rate Côte d'Ivoire and gauged the country to have an A- rating which means that the local currency of Côte d'Ivoire carries a low risk. Apart from that, it is a sufficiently diversified economy, which is obviously solid and has had an average growth of 8% for the last five, six, even seven years with a sufficiently strong private sector. In addition, we have created an index to rate the performance of the private sector on a monthly basis. Côte d'Ivoire has a sufficiently high-performance economy that offers endless opportunities due to its diversification. Since inevitably many things still need to be improved, it means that there are many opportunities for investment.

 

BA:

Since we are talking about investment opportunities, which factors or sectors could Côte d'Ivoire improve upon in order to attract investment?



SZ:

You actually have opportunities in all economic sectors: be it technology, be it agriculture, be it construction, be it tourism. You can find these opportunities in all sectors because there is a significant scope of action and several possibilities for innovation - concerning technology, value creation and so forth ... basically speaking there are unlimited possibilities. I believe that Côte d'Ivoire is now considered the El Dorado of investment in the region. This can be seen by taking a closer look at the investors who come to Côte d'Ivoire. They are seen to be a very heterogeneous group and the number of interested parties is constantly increasing. This clearly shows that the fundamentals are solid and are driving investors to come here. That, of course, does not mean that everything is perfect.

 

BA:

You have used the metaphor "El Dorado": which value do small and medium-sized enterprises (SMEs) have in this place?

 

SZ:

SMEs account for 90% of this economic structure, but unfortunately do not contribute more than 22% to the economic growth. I believe that the big problem for SMEs here is structuring. It is not a problem of finance, it is a structuring problem. In order to get access to credit, one has to be structured and have an absorption and repayment ability. However, I think there has been a paradigm shift in SMEs over the last ten years - a change in mentality in the approach to SME development itself. I think that the more SME development advances, the more solid the economy becomes. It is a major task that needs to be addressed at the leadership level of SMEs, but also at the national level, in order to accompany SMEs better and give them the opportunity to develop positively.

 

BA:

Mr. Zézé, in your opinion, what skills are necessary for a foreign company to succeed in the Ivorian market?

 

SZ:

I think the advantage of this market is that it is a bit of a “melting pot market”. It slightly resembles the market of the United States of America - a liberal market. Therefore, no matter where you come from, you have the chance to be successful. However, as in all markets, it is important to understand the circumstances. This means that investing at a distance does not bring much return on investment - it requires direct investment. You have to be present in the market, you have to understand the conditions, you have to get involved. I believe that one of the secrets of success of foreign companies in Côte d'Ivoire is being present on the ground. French companies have had great success in Côte d'Ivoire – even when this success is currently diminishing - because today a different approach is needed due to a change in the mentality of Ivorians and Africans in general. Unfortunately, this change had not been observed by French companies for a long time either but I think they understand it today. They are beginning to challenge themselves. I think it is important today to modify investment practices and to develop investment approaches tailored to the circumstances. That seems logical to me.

 

BA:

I learned today that there are fewer than a dozen German companies in the Ivorian market. Therefore, I would like to ask you what, in your opinion, is the cause of this absence of German entrepreneurs, and how Bloomfield Investment Corporation could help to expand their presence.

 

SZ:

I met German employers when I was in Germany not too long ago, and it was clear to me that they actually have preconceived notions. That is to say, that Africa seems very far away and that they still have a biased image of a backward Africa. They think Africans are not necessarily competent, which is a pity, because the Africa they are talking about is actually the Africa of 60 years ago. The Africa of today is very different from this image - it has changed considerably. I would like to encourage the Germans to come here and have a look around, get involved. When one invests, one takes a risk, but the one who does not take any risk does not get a return on his investment. It has been proven that Africa has the highest return on investment worldwide. The risks are low and a company like the rating agency Bloomfield allows foreign investors to gain an overview of the African countries, the types of investments and risks, as well as the possible returns on investment that are affected by such risks. The Germans currently have everything they need to come here and invest. The absorption capacity of a German product is very good since: the income level has risen in Africa; the middle class has developed considerably and the German products are already known. Now it is up to the German companies, especially the SMEs, to take this next step of coming here and organizing themselves. The German SMEs have the opportunity - as French companies already do - to organize themselves into chambers of commerce and benefit from these structures. The instruments that enable German investment are available. Now is the time to make the decision, a decision that no one else can make for the Germans. They have to decide on their own to come here.

 

BA:

So you are expressing an emboldening message and invitation to German companies to invest in the Ivory Coast. You believe that the possibilities are evident.

 

SZ:

What I want to say, in conclusion, is in fact that Côte d'Ivoire is a very diversified, open and liberal economy, so of course anyone can invest here and get a good return on investment. The structures are sufficiently solid. I believe that today, the Germans have their place in the Ivory Coast more so than ever before. The reason I say this is because when I was in Berlin, I can tell you that I realized that there are more BMWs in Côte d'Ivoire than on the streets of Berlin.

 

BA:

Thank you, Mr. Zézé for this final statement.

 

SZ:

Thank you very much and to all Germans who want to come to the Ivory Coast, I encourage you to get in touch with Bloomfield, even remotely, in order to have a short conversation about the risks and opportunities.

 

BA:

Thank you.

 

SZ:

I thank you.

 

Abidjan, Tuesday, 5th March 2019

Conducted by Bienvenue Angui

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Version francaise

 

Bienvenue Angui (BA):
Bonjour M. Stanislas Zézé. Vous êtes le Président Directeur Général de Bloomfield Investment Corporation, une agence de notation financière panafricaine basée en Côte d´Ivoire et la première agence de notation financière en Afrique francophone. Vous avez également été élu „Meilleur financier Africain 2018“ par le magazine Financial Afrik. M. Stanislas Zézé, comment évaluez-vous la situation économique actuelle de la Côte d´Ivoire? Quelle note lui donneriez-vous?


Stanislas Zézé (SZ):
En réalité, Bloomfield note la Côte d´Ivoire et nous avons donné une note de A- qui veut dire que la Côte d´Ivoire a un risque faible en monnaie locale. Ceci dit, c´est une économie assez diversifiée, et donc évidemment qui est solide et qui a eu une performance en moyenne de 8% depuis 5/6 ans, 7 ans même avec un secteur privé assez performant. D´ailleurs nous avons créé un indice pour évaluer la performance du secteur privé chaque mois et la Côte d´Ivoire a une économie qui est assez solide et assez diversifiée et qui d´ailleurs offre beaucoup d´opportunités dans cette diversification. Donc il y a énormément d´ opportunités. Parce qu´il y a forcément des choses à améliorer, donc choses à améliorer veut dire opportunités d´investissement.

 

BA:
Justement en parlant d´opportunités d´investissement, quels sont les facteurs ou les secteurs que la Côte d´Ivoire pourrait encore améliorer pour pouvoir attirer ces investissements ?


SZ:
En réalité vous avez des opportunités dans tous les secteurs économiques : que ce soit la technologie, que ce soit l´agriculture, que ce soit la construction, que ce soit le tourisme. Vous avez ces opportunités dans tous ces secteurs d´activités parce qu´il y a beaucoup de marge de manoeuvre et d´innovation. En termes de technologie, en terme de valeur ajoutée, en terme d´innovation, d´amélioration… donc il y a énormément d´opportunités. Je crois qu´aujourd´hui la Côte d´Ivoire est vue dans cette région comme l´Eldorado des investissements. On le voit bien quand on évalue le type d´investisseur qui vient en Côte d´ Ivoire. On voit qu´ils sont très diversifiés et il y a de plus en plus de gens qui s´intéressent à la Côte d´Ivoire. Cela montre bien que les fondamentaux sont solides, et sont présents pour inciter les investisseurs à venir ici. Ça ne veut pas dire non plus que tout est rose, naturellement.


BA:
Vous avez utilisé un mot „dans cet Eldorado“: quelle est la place justement des PME dans cet écosystème?


SZ:
Les PME occupent près de 90% du tissu économique mais malheureusement elles ne contribuent qu´à 22%. Je crois que le gros problème des PME ici c´est un problème de structuration. Ce n´est pas le problème de financement c´est un problème de structuration parce que pour accéder au financement il faut être structuré, il faut avoir la capacité d´absorption et la capacité de remboursement. Donc évidemment je crois que depuis ces dix dernières années il y a eu quand même un élan en termes de changement de paradigme des PME, changement de mentalité quant à l´approche du développement de la PME elle-même. Je crois que plus on continuera à développer les PME, plus cette économie deviendra solide. C´est un gros travail qui doit être fait au niveau même des chefs d´entreprises des PME mais aussi au niveau de l´Etat pour mieux encadrer ces PME et leur donner cette opportunité de mieux s´exprimer.


BA:
A votre avis, M. Zézé, quelles sont les compétences nécessaires que doit posséder une entreprise étrangère pour réussir sur le marché ivoirien ?


SZ:
Je crois que l´avantage de ce marché c´est que c´est un peu un marché de melting pot. C´est un peu un marché comme les États-Unis, c´est un marché libéral. Donc, quelque soit de là où vous venez, vous avez la possibilité de réussir. Mais comme dans tous les marchés, il est important de comprendre l´environnement. C´est-à-dire investir à distance vous rapporte très peu en termes de retour sur investissement, il faut des investissements directs. Il faut venir sur le marché, il faut comprendre la culture de l´environnement, il faut s´impliquer. Je crois que l´un des secrets de réussite des entreprises étrangères en Côte d´Ivoire, ce sont celles-là qui sont présentes sur le terrain. Les entreprises françaises ont eu beaucoup de succès en Côte d´Ivoire, même si ce succès est en train de s´amenuiser parce qu´aujourd´hui il est important d´avoir une autre approche, parce qu´il y a une évolution des mentalités des Ivoiriens qui s´est faite et des Africains en général que malheureusement les sociétés françaises n´ont pas suivie. Je crois qu´aujourd´hui elles ont compris cela, elles commencent à se remettre en question. Je crois qu´aujourd´hui il est important d´adapter ses pratiques d´investissement, son approche d´investissement en fonction de l´évolution de l´environnement, ce qui me parait tout à fait logique.


BA:
J´ai appris aujourd´hui qu´il n´y avait qu´une dizaine d´entreprises allemandes sur le marché ivoirien. Et justement je voulais vous demander à votre avis, à quoi c´est dû ce manque de présence de l´ entreprenariat allemand et comment vous avec Bloomfield Investment Corporation vous pouvez aider à renforcer cette présence ?


SZ:
J´ai rencontré le patronat allemand, j´ai été en Allemagne il n´y a pas longtemps, et je me suis rendu compte qu´en réalité ils sont encore dans des idées préconçues. C´est- à- dire que l´Afrique paraît très lointaine et ils ont gardé les préjugés d´une Afrique qui n´avance pas, des Africains qui ne seraient pas forcément compétents et c´est dommage parce qu´en réalité l´Afrique dont ils parlent c´est l´Afrique d´il y a 60 ans, ce n´est plus la même Afrique. L´Afrique a évolué de façon significative. Je crois qu´ aujourd´hui j´encourage les Allemands á venir faire un tour, à regarder, à s´impliquer. Quand on investit, on prend un risque car qui ne prend pas de risque n´a pas de retour sur investissement. L´Afrique est l´endroit où il y a le plus haut taux de retour sur investissement dans le monde et ça s’est vérifié. Les risques sont mitigés et une entreprise comme l´agence de notation Bloomfield justement permet d´établir la cartographie des pays africains et permet aux investisseurs étrangers d´avoir une visibilité sur le type d´investissement ou le type de risque qu´ils prennent, le retour sur investissement qu´ils peuvent faire en fonction de la cartographie du risque. Aujourd´ hui les Allemands ont tout ce qu´il faut pour leur permettre de venir investir ici. La capacité d´absorption d´un produit allemand est très bonne, le niveau de revenu a augmenté en Afrique, la classe moyenne s´est développée de façon significative, les produits allemands sont déjà connus, maintenant aujourd´hui il s´agit de prendre, si vous voulez, cette étape supplémentaire par les entreprises allemandes, des PME surtout, à venir ici et s´organiser. Les entreprises françaises sont organisées ici en chambre de commerce, les entreprises, les PME allemandes, peuvent-elles aussi s´ organiser également en chambre de commerce, ce qui leur permettra de bénéficier d´ un certain écosystème. Tous les outils sont présents pour permettre aux Allemands de venir investir, maintenant il s´agit de prendre la décision et personne ne pourra prendre la décision pour les Allemands, il faudra que ce soit eux-mêmes qui décident de venir.


BA:
Donc c´est plutôt un message d´encouragement, d´invitation du patronat allemand á investir en Côte d´Ivoire et il y a des opportunités pour eux qui sont évidentes.


SZ:
Ce que je veux dire c´est que c´est vrai finalement c´est une économie qui est très diversifiée, très ouverte et très libérale donc évidemment tout le monde peut venir en Côte d´Ivoire et investir et avoir un bon retour sur investissement. Les infrastructures d´accueil sont suffisamment solides, je crois qu´aujourd´hui plus que jamais les Allemands ont leur place en Côte d´Ivoire et ça s´est vérifié parce que je peux vous dire que je suis allé à Berlin et je peux vous dire qu´en Côte d´Ivoire il y a plus de Mercedes dans les rues qu´à Berlin, il y a plus de BMW qu´à Berlin.


BA:
Donc merci M. Zézé pour ce mot de la fin.


SZ:
Merci infiniment et tous les Allemands qui voudront venir en Côte d´Ivoire, je les encourage à entrer en contact avec Bloomfield et d´avoir une petite discussion même à distance sur la cartographie des risques, sur les opportunités.


BA:
Merci beaucoup.


SZ:
C´est moi qui vous remercie.


Abidjan, mardi 5 mars 2019
Par Bienvenue Angui

 

 

 

 

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