Energie & Wasser

Der allgemein stark wachsenden Energienachfrage begegnen die afrikanischen Länder mit sehr unterschiedlich intensivem Ausbau der Energieversorgung. Obwohl konventionelle Energieträger deutlich günstiger sind und weiterhin benötigt werden, gewinnen erneuerbare Energien immer mehr an Bedeutung. So haben sich beispielsweise die Photovoltaikkapazitäten zwischen 2013 und 2015 mehr als vervierfacht.

Einen Vorteil für Investitionen in Energietechnologien bietet der Umstand, dass während der europäische Markt stagniert, der afrikanische wächst. Zudem erleichtern die derzeitigen Liberalisierungen des Energiesektors für Privatinvestoren vor allem in Westafrika Geschäfte auf dem Kontinent. Nachteilig auf das Energiekonsumverhalten der Bevölkerung und damit auf die Lukrativität des Vertriebs von Energietechnologien wirkt sich die große Armut in manchen Ländern aus. Deutschen Unternehmen wird der Marktzugang in manchen Ländern vor allem dahingehend erschwert, dass Geschäftsbeziehungen in diesem Sektor von besonderer Bedeutung sind.

Dennoch existieren viele erfolgreiche Energietechnologieprojekte mit deutscher Beteiligung in Afrika. Der Noorkomplex in Marokko zum Beispiel zeigt, wie vielseitig eine Integration in den afrikanischen Energiemarkt sein kann: Siemens fertigt Turbinen, die BASF liefert Flüssigsalz und die Fichtner-Gruppe stellt die Ingenieure zur Baubetreuung. Ein weiteres Beispiel für mittelständische deutsche Unternehmen in Afrika ist die Firma Protaret, die in Marokko Solarkraftwerke baut. Afrika ist für deutsche Energieunternehmen einerseits deshalb bedeutend, weil die unvermeidbare konventionelle Energieerzeugung die Nachfrage nach effizienter und umweltschonender Technologie steigert. Andererseits sind die deutschen Unternehmen vor allem im Bereich erneuerbare Energien führend und der afrikanische Wachstumsmarkt vielversprechend.

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