„Deutschland kann digital!“ - Debatte zur Bundestagswahl

Mit einer letzten digitalpolitischen Debatte schloss die Initiative „Deutschland kann digital!“ ihre Veranstaltungsreihe vor der Bundestagswahl 2021 ab.

Die in der Initiative vereinte Digitalwirtschaft rückte noch einmal die Hauptthemen der Digitalisierung in den Mittelpunkt. Nachdem in vorangegangen Veranstaltungen intensiv auf einzelne Themenbereiche eingegangen worden ist, folgte zum Abschluss eine virtuelle Diskussion mit den DigitalpolitikerInnen der Fraktionen des Deutschen Bundestags. Anke Domscheit-Berg (DIE LINKE), Dr. Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen), Mario Brandenburg (FDP), Christoph Matschie (SPD) und Thomas Heilmann (CDU) positionierten sich zu den wichtigsten Bereichen der Digitalisierung und Ihren Vorhaben für die kommende Legislatur.

Zu Beginn der Veranstaltung äußerten sich die VertreterInnen der beteiligten Verbände, darunter Bundesgeschäftsführer Markus Jerger und BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün, zur aktuellen Situation im Bereich der Digitalisierung in Deutschland. Hierbei formulierten sie auch zentrale Forderungen der Wirtschaft an die Politik. In der anschließenden digitalpolitischen Diskussion übernahmen Patrick Häuser (BITMi) und Diana Scholl (BVMW) die Moderation und führten die TeilnehmerInnen durch vier zentrale Themenfelder der Digitalisierung. Zu Beginn eines jeden Themenblocks wurde eine Frage per Videobotschaft abgespielt. Mitglieder der teilnehmenden Verbände hatten vorab die Chance diese aufzunehmen, sodass sie direkt von den PolitikerInnen eine Antwort auf Ihre Anliegen erhalten konnten.

Das Engagement und die Expertise der eingeladenen Gäste zeigte sich bereits beim ersten Themenfeld. Bei der Digitalen Infrastruktur kam es zu einer lebhaften Diskussion über die Vorgehensweise beim Infrastrukturausbau, bis hin zum kürzlich verabschiedeten Cybersicherheitsgesetz. Hier wurde deutlich, wie weitreichend das Thema Digitalisierung ist und welche Bedeutung es für die deutsche Wirtschaft insgesamt hat. Weiter ging es mit der Digitalen Bildung,  bei der es viele verschiedene Vorschläge der Fraktionen gab. In einem Punkt waren sich dabei alle einig: die Digitalisierung muss stärker in den Schulen, sowie bei der Weiterbildung von Arbeitskräften integriert werden. Auch im vorletzten Thema, dem Modernen Staat, herrschte zwar grundlegende Einigkeit darin, das etwas passieren müsse, aber besonders in der Frage um ein Digitalministerium wurden Differenzen zwischen den verschiedenen Fraktionsmitgliedern deutlich. Abschließend gab es einen Ausblick im Bereich der Zukunftstechnologien und der Frage, über den Umgang mit Schlüsseltechnologien, wie Künstlicher Intelligenz oder Quantencomputern.

In der zweistündigen Diskussion gab es einen genauen Einblick in die digitalen Agenden der vertretenen Parteien, zugeschnitten auf die Interessen des digitalen Mittelstands sowie der Digitalwirtschaft insgesamt. Die Diskussion der PolitikerInnen, sowie ihre Begeisterung für die Vorgeschlagenen Ideen und Lösungen, zeigten die enorme Bedeutung der Digitalisierung, die in der öffentlichen Debatte und dem Wahlkampf leider meist zu kurz kommt. Umso wichtiger sind Projekte wie „Deutschland kann digital!“, die die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung für unsere Wirtschaft und Gesellschaft verdeutlichen.

 

Sie können sich die gesamte Debatte hier nochmals ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=5b7MqRmbfAY.

 

Weitere Informationen finden Sie auf derHomepage der Initiative.