BVMW-Meeting Mittelstand beim Ingenieurbüro für Bauwesen Patzke Soest

Der PLAN „E“: Die E-Mobilität mischt den Markt der Zukunft auf

Von links: Axel Lauterborn (Rheinenergie), Andre Dreißen (Stadtwerke Soest), Bernd Patzke und Andreas Kerschl (BVMW)

Zum aktuellen Stand rund um die Planung zur E-Mobilität einschließlich der Infrastruktur in NRW und in Deutschland erhielten beim BVMW-Meeting Mittelstand im Büro für Bauwesen der Ingenieurgesellschaft Patzke in Soest zahlreiche Unternehmer detaillierte Informationen.

Mit den Begrüßungsworten von Andreas Kerschl, BVMW – Leiter Kreisverband Soest, Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer und Volker Ruff, Wirtschaftsförderung Kreis Soest, wird deutlich, dass sowohl für die Stadt als auch für den Kreis Soest die Digitalisierung und damit auch die Forcierung des Breitbandausbaus ein wichtiges Thema ist und aktiv vorangetrieben wird. Bereits im Oktober wird zur Umsetzung des Glasfaserausbaus ein übergreifendes Projekt starten.  

Bernd Patzke, Gastgeber dieser Unternehmerveranstaltung, zeigt im Anschluss, wo und wie die Infrastruktur als die Grundlage für die Mobilität, ausgebaut wird. Dabei macht er anhand von „ZDF’s“ (Zahlen, Daten und Fakten) zur Infrastruktur und den Verkehrszahlen deutlich, welche Veränderungen in den nächsten Jahren umgesetzt werden müssen, um die E-Mobilität als neue Technologie zukunftsfähig zu machen.

Anschließend konnten alle LIVE erleben, mit welchen modernen Techniken und Methoden bei Planungs- und Vermessungsaufgaben zur Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturprojekten gearbeitet wird. Der angemeldete Drohnenflug über den Dächern vom Soester Marktplatz, zu beobachten auf den im Ingenieurbüro platzierten Bildschirmen, begeisterte alle Gäste.

Mit großer Spannung und Interesse folgen die Gäste den Ausführungen von Axel Lauterborn, Leiter der Unternehmensentwicklung der RheinEnergie AG in Köln. In Anlehnung an die Vorgehensweise in Amsterdam wird in Köln unter der Überschrift „smartcity cologne“ ein übergreifendes Projekt mit dem Ziel, die Stadt lebenswerter zu gestalten, gesteuert. Aus seiner Sicht sind wir hier in Deutschland in der Pflicht, alles für die Menschen in unseren Städten zu tun – sie zukunftsfähig zu machen. Dazu wurde zunächst ein Pilotgebiet in der Größe von 33 qkm definiert. Auf Basis einer ganzheitlichen Betrachtung von Energie, Mobilität und IT soll dieses Gebiet so umgestaltet werden, dass es „sauber“, energieeffizient und autark gestaltet wird. Nach erfolgreicher Umsetzung dieses Infrastrukturausbaus, an dem sowohl Unternehmer als auch Bürger, Schulen und Universitäten der Region beteiligt sind, werden entsprechend den Erfahrungen diese Maßnahmen auch in weiteren Gebieten geplant. Letztendlich muss es nicht nur Ziel der Kommunen und der Stadtwerke sein, ganz Deutschland mit einer zukunftsorientierten Infrastruktur zu versorgen. Diese aktuellen und konkreten Erfahrungsberichte aus der Praxis wurden von den Gästen begeistert aufgenommen und führten schließlich zu einer regen Diskussion, bei der Axel Lauterborn auch zu vielen Fragen Antworten geben konnte.

Schließlich informierte André Dreißen, Geschäftsführer der Stadtwerke Soest, über die in diesem Kontext aktuelle Maßnahme in Soest. Das Ziel des Glasfaserausbaus wird auch von den Stadtwerken Soest mit Blick auf die Forcierung der E-Mobilität – und das auch mit dem Ziel der Emissionsreduzierung – in Projektkoordination mit den Städten Rietberg und Langenberg stark vorangetrieben.

Bei anschließenden Gesprächen in dem sehr ansprechenden und schönen Ambiente des neuen Restaurants „Solista“ konnten nicht nur die persönlichen Kontakte ausgebaut werden. Auch wurden die Inhalte der Vorträge weiter vertieft. Die Vorfreude auf eine zukunftsfähige Infrastruktur mit umweltschonenden Ressourcen und die daraus wachsenden Wirtschaftsfelder war erkennbar.  Für die Veranstalter liegt es damit auf der Hand, auch in Zukunft mit weiteren Veranstaltungen dieser Art über den Fortschritt und weiteren geplanten Maßnahmen zu informieren.

Allen Beteiligten für Ihr Engagement und Bereitschaft, brandaktuelle Details zu kommunizieren, das Netzwerk zu nutzen und voneinander und miteinander zu lernen, unseren herzlichen Dank.