Den Herausforderungen des digitalen Arbeitsmarktes begegnen?!

Das war die Frage, über die sich der junge Mittelstand des BVMW und studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen interaktiv im smartLab der FH-Münster austauschten.

Zugegeben, das Münsterland ist nicht das Silicon Valley. Aber auch hierzulande gibt es viele kleine und mittelständische Unternehmen, welche die digitale Transformation mitgestalten wollen. Und das ist auch gut so. Denn digitale Technologien haben einen Veränderungsprozess in Gang gesetzt. Und dies nicht nur in der Wirtschaft, sondern letztendlich in der ganzen Gesellschaft. Der „Digital Tornado“ wird kommen und alle Branchen durcheinanderwirbeln. Das steht außer Frage.

Der „Junge Mittelstand Münsterland“ des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen trafen sich im smartLab in Steinfurt, um sich über die Herausforderungen des digitalen Arbeitsmarktes auszutauschen.

Das smartLab ist ein Laborkomplex der FH-Münster, der zum ideenreichen und agilen Arbeiten anregt. Es besteht aus drei Ebenen: dem inno.lab, das Kreativität und Innovationen fördert, dem lean.lab, in dem betriebliche Abläufe durchgespielt und analysiert werden, sowie dem digi.lab, das digitale Produkte und Services entwickelt und testet. Schnell wurde den geladenen jungen Unternehmern klar, dass sie mit den vorhandenen Stärken und Ressourcen Aspekte der Digitalisierung vorantreiben können.

Ein erfolgreiches Beispiel aus der Praxis erläuterte Prof. Dr. Johannes Schwanitz. Er hat mit Florian Jesse und Patrick Kleimeyer  "Know&Share" entwickelt. Die Idee, die hier umgesetzt wurde ist, das Know-how, dass in den Köpfen der MitarbeiterInnen steckt, zu speichern und allen zugänglich zu machen, auch wenn langjährige Kollegen das Unternehmen verlassen. Mit diesem Best-Practice wollen wir zeigen, wie wichtig es für eine zukunftsorientierte Unternehmensführung ist, immer auf dem aktuellsten Stand von Wissenschaft und Wirtschaft zu sein, so Susanne Schlüters - Leiterin des BVMW Kreisverband Steinfurt.

Die Herausforderung der digitalen Transformation annehmen – dabei hilft auch das neue Netzwerk-Projekt „start.connect“ den Unternehmen. Das Ziel ist es, Startups und Gründer mit etablierten Unternehmen zusammen zu bringen, um Kooperationen zwischen beiden Seiten voranzutreiben. „Solch eine Kooperation birgt ein hohes Innovationspotential für Unternehmen und hat Vorteile für beide Seiten“, betont Projektleiterin Lisa Geringhoff. Auch der BVMW ist davon überzeugt und möchte das Projekt dabei unterstützen, Partner zur Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle, Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu finden.

Im Anschluss an die interessanten Vorträge wurde es dann noch interaktiv. Im inno.lab traten die jungenMittelständler in Kontakt mit Masterstudierenden des Wirtschaftsingenieurwesens der FH Münster. In kreativer Atmosphäre hat der junge Mittelstand mit den angehenden Wirtschaftsingenieuren darüber diskutiert, welchen Einfluss die Digitalisierung auf das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens haben muss, um noch besser auf die digitale Transformation vorbereitet zu sein. Die Frage stellt sich, ob ein Wirtschaftsingenieur zum Digitalisierungsingenieur herangeführt werden muss:

In der Vorlesung „Digitalisierung“ von Prof. Dr. Tobias Rieke wurden hierzu Thesen, unterschiedliche Sichtweisen und Ideen vorbereitet. „Wir arbeiten hier mit den Studierenden entlang des Design Thinking Prozesses, der in vielen Digitalisierungsvorhaben Anwendung findet. Von der Einbindung der Studierenden in die Weiterentwicklung des Studiengangs profitieren sowohl die Studierenden durch Reflektion und zusätzliche Impulse aus der Praxis, als auch die Unternehmen, die später entsprechend Bewerber auf dem Arbeitsmarkt erwarten können.“ so Rieke.

Der Erfahrungsaustausch im innovativen Ambiente, gestärkt mit einem Catering eines jungen „Caterer-Start-ups“ und „Studentenfutter“ ließ die Gäste noch lange diskutieren und freuten sich über die fruchtbaren Ergebnisse.