Früher hat man sich Kaputtmalocht - und heute?

Seit Mai 2019 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Burnout offiziell als Krankheit anerkannt. Damit wurde eine lange Debatte beendet. Die WHO weist explizit darauf hin, dass Burnout im Zusammenhang aus Belastung durch Arbeit zu sehen ist...

...Symptome sind z.B. ein Gefühl von Erschöpfung, zunehmender geistiger Distanz, negativer Haltung zum eigenen Job, sowie verringertes berufliches Leistungsvermögen. „Umso wichtiger ist hier das Thema Prävention zur Krankheit Burnout,“ so Susanne Schlüters, Leiterin des BVMW Steinfurt, und lud dazu ihre Mitglieder ins Landidyll Wilminks Parkhotel in Neuenkirchen ein.

BURNOUT - Präventionscoach Katja Martinovic aus Rheine gab 50 UnternehmerInnen einen umfassenden Einblick in die Problematik und die zugehörigen Präventionsmöglichkeiten. Den Teilnehmern wurde die Beziehung von Burnout - Mensch - Arbeit und Unternehmenskultur stufenweise und in aller Klarheit offengelegt. „Was sind Ihre Energiegeber und was sind Ihre Energienehmer? Und vor allem, wie oft nehmen Sie sich Zeit für die Energiegeber?“ - so die Frage der Expertin. „Laut einer großen Harvard Studie zum Thema Glück sind soziale Kontakte hier die wichtigsten Geber,“ erläuterte sie.

Großes Interesse bestand an den Informationen über den Unterschied von Depression und Burnout. Ein „Burnoutler“ weiß, warum er sich müde fühlt. Jemand mit Depressionen kann das nicht so genau zuordnen war hier ein Beispiel. ( siehe Tabelle) Ein Burnout hat 12 Stufen. Die zwölfte Stufe ist die Depression. Und leider gehen die meisten erst viel zu spät los, um sich externe Hilfe zu holen. Obwohl ein Burnout in den ersten Stadien relativ schnell wieder in den Griff zu bekommen ist, gab die Referentin preis – nicht einfach nur durch Sport wie vielfach angeboten, sondern durch klare Problemlösungsstrategien.

Die Erkenntnis darüber, dass dieses Syndrom eine überwindbare Lebenskrise ist die auch vielerlei Chancen bietet und nicht in unumkehrbares „Kaputtmalochen“ enden muss war eine gute Nachricht zum Abschluss. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert und vor allem deutlich klüger als vorher zum Thema Burnout.

Für den fachlichen Austausch im Anschluss an den Vortrag hatte sich das Ehepaar Wilminks was ganz Besonderes ausgedacht: In Anlehnung an das Thema gab es Kartoffelpüree als Balsam für die Seele, dazu Linsen für die Energie, Fleisch für den Geschmack und Apfelquitte für die Lust... ein guter Tipp für die Umsetzung zu Hause…