Patricia Lips CDU MdB, WK 187 Odenwald

"Die berufliche Bildung ist mir persönlich ein Herzensanliegen, da ich zunehmend eine Art Erosion dieses ausgezeichneten Systems erkenne, mit allen Folgen für die Fachkräfte von morgen."

Die berufliche Bildung ist mir persönlich ein Herzensanliegen, da ich zunehmend eine Art Erosion dieses ausgezeichneten Systems erkenne, mit allen Folgen für die Fachkräfte von morgen. Als gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau und Handelsfachwirtin setze ich mich deshalb bereits seit Jahren für die berufliche Bildung ein und werbe auch in den Schulen für eine solide berufliche Ausbildung.
Eine Karriere in der beruflichen Bildung muss als gleichwertige Alternative zum Studium für jeden und jede erkennbar sein. Sie ist nicht erst heute oft die erfolgreichere Variante für den Lebensweg junger Menschen.
In der Allianz für Aus- und Weiterbildung setzen sich Bundesregierung, Spitzenverbände der Wirtschaft, Gewerkschaften, Länder und Bundesagentur für Arbeit seit Jahren gemeinsam für die Förderung der beruflichen Bildung ein.
Mit einem „Pakt für die berufliche Bildung“ wollen wir digitale Bildungsinfrastrukturen fördern und berufsschulische Angebote auch in den Regionen durch innovative Formate des Distanzunterrichts attraktiver machen. Ein „Pakt für berufsbildende Schulen“ soll die Vermittlung berufsübergreifender Digitalkompetenzen vorantreiben.
Auch duale Studiengänge leisten einen wichtigen Beitrag bei der Verknüpfung von beruflicher und akademischer Qualifizierung. Daher wollen wir sie vor allem in den Ingenieurwissenschaften, Informatik, Betriebswirtschaftslehre sowie in den Sozial- und Gesundheitswissenschaften weiter ausbauen.
Ein weiterer wichtiger Punkt zur Attraktivitätssteigerung ist die Fortentwicklung des Aufstiegs-BAföG. Dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Selbstständige auch während ihres Berufs weiterqualifizieren können, ist ein Schlüssel zur Chancengerechtigkeit sowie zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.
Politisch wurden so bereits viele Weichen gestellt. Gemeinsam gilt es jedoch, auch gesellschaftlich diese Chancen des Dualen Systems stärker sichtbar zu machen.
Das ist vielleicht die größte Herausforderung.

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Bildungallianz Mittelstand Südhessen

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