Video zum 21. BVMW Business-Meeting mit Dr. Notker Wolf im EF Autocenter

21. BVMW Business-Meeting am 23.11.2017 mit Dr. Notker Wolf im EF Autocenter

Ethisches Handeln im Mittelstand

„Es ist ein Irrsinn von großen Konzernen, viel Geld für erwartbare Strafzahlungen zurückzulegen, statt  es klug in gute Mitarbeiter und sinnvolle Investitionen zu stecken“, sagte Abtprimas i. R. Notker Wolf und appellierte an die 130 anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer aus Südniedersachsen: „Sie als Mittelstand sind gefordert, ehrlich und respektvoll mit ihren Kunden und Mitarbeitern umzugehen.“

Der 77-jährige Wolf, hoher Würdenträger des Benediktiner-Ordens, argumentierte auf dem 21. Business-Meeting des BVMW Region Südniedersachsen, warum das soziale Handeln auch der unternehmerischen Freiheit dient, die es zu verteidigen gilt: „Sie können das Vertrauen der Kunden nur gewinnen, indem Sie ehrlich und transparent handeln. Tun Sie es nicht, leisten Sie der weiteren Reglementierung durch den Gesetzgeber Vorschub.“ Gegenseitige Verlässlichkeit fordere ebenso Respekt vor der Privatsphäre des anderen, was allerdings seit der Zeit des Internets, „des Exhibitionismus der Moderne“, eine enorme Herausforderung bedeute.  

„Handeln Sie eigenverantwortlich! Schieben Sie die Verantwortung nicht auf Ihre Mitarbeiter oder den Gesetzgeber“, forderte Wolf vehement. Und er schrieb den Anwesenden ins Stammbuch: „Business braucht Freiheit und Mut, damit Innovationen entstehen. Diese Freiheit und das nötige Vertrauen müssen Sie auch Ihren Mitarbeitern schenken.“ Kontrolle und Regulierungen schaden dem Miteinander und so dem wirtschaftlichen Erfolg.

Das soziale Handeln zog sich thematisch als roter Faden durch die Veranstaltung im EF Autocenter in Göttingen. Denn dies war auch eines der Kriterien für den ‚BVMW Unternehmerpreis Region Südniedersachsen‘. Die zahlreichen Bewerbungen wurden anhand ihrer Nachhaltigkeit, strategischen Orientierung, Personalführung und Kommunikation bewertet.

Verliehen wurde die Auszeichnung an Mittelstädt Entsorgung Transporte GmbH in Uslar (Unternehmen bis 50 Mitarbeiter) und indula GmbH in Katlenburg-Lindau (Unternehmer über 50 Mitarbeiter). „Die Preisträger Heike Mittelstädt sowie Klaus Peter und Romanus Lange überzeugten uns durch ihre herausragende Mitarbeiter- und Kundenorientierung“, betonte Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW) und Gastgeber des Abends.

Dass gesellschaftliche Verantwortung auch die Arbeit des BVMW prägt,  verdeutlichte Patrick Meinhardt, Mitglied der Bundesgeschäftsleitung: „Als größtes Entscheider-Netzwerk des deutschen Mittelstands arbeiten wir mit allen gesellschaftlichen Kräften zusammen, um das durchzusetzen, was für den Mittelstand wichtig ist: Soziale Gerechtigkeit und Freiheit für unternehmerisches Handeln.“

Den Abschluss des Programms bildete schließlich das soziale Miteinander: sich unterhalten und austauschen über ethische Themen. Auch das nächste, 22. Business-Meeting, am 22. Februar 2018 bietet wieder interessanten Diskussionsstoff. Dann mit Norbert Blüm, Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung a.D., und seinem Thema: „Man lernt nie aus! Wie sieht die Welt von morgen aus?“

Unternehmerfrühstück am 02.11.2017 mit Konstantin Kuhle im BurgHotel Hardenberg

Was bringen die Sondierungsgespräche den Unternehmen?

Noch sondieren die Bundestagsparteien ihre Positionen, noch ist nichts in Stein gemeißelt. Für mittelständische Firmen also eine gute Zeit, um ihre Positionen an Politiker heranzutragen. Jörn Kater, Leiter der Wirtschaftsregion Hannover und des BVMW-Kreisverbandes Südniedersachsen, lud daher 30 regionale Unternehmer und Unternehmerinnen zur „Politik am Morgen“ mit dem frisch gewählten Bundestagsabgeordneten der FDP, Konstantin Kuhle, ins BurgHotel Nörten-Hardenberg ein.

Selbst in die Sondierungsgespräche eingebunden, berichtete er von seinen Eindrücken: „Die Gesprächskanäle sind offen. Dennoch braucht es seine Zeit, um einen stabilen Koalitionsvertrag zu verhandeln, der durch die Legislaturperiode trägt.“

Konkret gefragt, nahm der Jurist sich der Themen Milliardenüberschuss, Investitionsstau, Existenzgründung und Rente an. Er findet es „verrückt“ von „Überschüssen“ zu sprechen, ohne die Schuldentilgung zu erwähnen, die bereits jetzt nach der Rente der zweitgrößte Posten im Staatshaushalt ist. Auch eine Reform der Rentenpolitik müsse es geben, die de facto bereits steuerfinanziert sei: „Wir dürfen die junge Generation nicht weiter belasten.“ Und doch steht die FDP für Steuersenkungen, „die es sicherlich auch geben wird“, räumt Kuhle ein.
 
Der Staat, so die Linie der FDP, könne vom Investitionsstau entlastet werden, wenn Privatunternehmen stärker bei der Infrastruktur beteiligt würden. Die Digitalisierung werde gefördert. „Bitte auch in den Behörden“, so die einhellige Meinung des Publikums. Kuhle stimmt zu: „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Eine zentrale Datenerfassung, auf die behördenübergreifend zugegriffen kann, wäre ein solcher Schritt“, sagt der Rechtsanwalt, der für seine eigene Selbständigkeit bürokratische Hürden hat nehmen müssen.

Für Existenzgründer gebe es bei der FDP Göttingen ein Start-Up-Café – eine Idee, die er mit nach Berlin nimmt. „Schön, aber ein Problem sind die risikoscheuen Banken, die kein Wagniskapital geben“, kontert ein Unternehmer und fragt nach einem Venture-Capital-Gesetz. Das klingt gut, gibt Kuhle zu, weiß aber auch keine Antwort, was genau drinstehen soll.

Gefragt nach seinem Herzensthema, antwortet der Jurist, dessen Schwerpunkt die Innen- und Rechtspolitik ist: Europa! „Zu jeder Ausbildung sollte ein Auslandsaufenthalt dazugehören“, lautet sein Wunsch, und „wir sollten die historische Chance nutzen, die Ideen Frankreichs aufzugreifen und europäisch zu handeln.“ Wie zum Beispiel eine gemeinsame Grenzsicherung und eine gebündelte Sicherheitspolitik zu realisieren „bevor etwas passiert.“

Über eine Stunde diskutierten die 30 Teilnehmer lebhaft mit dem neuen Mitglied des Bundestags. Nicht nur sie, auch Kuhle war begeistert und nimmt viele Anregungen mit. Seine Bitte: „Nehmen Sie jederzeit Kontakt mit mir auf!“ Natürlich, so Kater, werde der Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW) weiter mitmischen und lädt dazu auch Vertreter anderer Parteien ein. Die nächste Runde „Politik am Morgen“ findet am 8. Februar 2018 statt.

20. BVMW Business-Meeting am 24.08.2017 mit Martin Klapheck im Landhotel am Rothenberg

Mit dem richtigen Groove zum Erfolg

Von einfacher Melodie bis Rockballade – mit Musik brachte der Pianoreferent Martin Klapheck die Gäste des 20. Business-Treff des BVMW Region Südniedersachsen auf kreative Ideen. So begeisterte der Speaker-Experte 80 regionale Unternehmerinnen und Unternehmer mit seiner „Tonleiter zum Erfolg“ im Landhotel Am Rothenberg.

Musik kann Kraft geben und motivieren, aber vor allem bewirkt sie, dass sie das Gefühl anspricht. Das verdeutlichte Klapheck am Piano schon gleich zu Beginn seinem Publikum. „Schalten Sie den Kopf ab, hören Sie auf das Gefühl“, riet er. Erfolg werde nicht dadurch erreicht, dass man immer nur überlegt oder an Routinen festhält, sondern beherzt handelt. Innerhalb von 72 Stunden mit einer Idee auch anzufangen, sei ein Erfolgsturbo.

Wie aber können Führungskräfte die Motivation an Beschäftigte weitergeben? Dazu helfen einfache Mittel, so der Piano-Referent: „Geben Sie Aufgaben, die Risiken bergen. Verdeutlichen Sie, wie wichtig die Aufgabe am Arbeitsplatz für die ganze Firma ist. Vereinbaren Sie Ziele, aber geben Sie Freiheit mit auf den Weg. Und wenn es nicht klappt, verteilen Sie die Aufgaben anders.“ Mit einem Videoclip eines Drummers zeigte er, wie befriedigend es sein kann, das Beste zu geben – das sei der wahre Motivationstreiber.

Dem Leben einen Groove geben, die Kreativität spüren und dem Gefühl nachzugeben, einfach mal auszubrechen – die musikalischen Beispiele machten dem Publikum deutlich, wie befreiend das sein kann. Auch, dass man es nicht zulassen soll, dass Disharmonien eine schöne Melodie übertönen. „Ärger ist nur für Sie selbst. Packen Sie ihn mental in einen Sack und versenken Sie ihn im Meer“, riet Klapheck: „Und dann – machen Sieverrückte Dinge, brechen Sie mal eine kleine Regel – denn Grenzen gibt es nur im Kopf!“

Nach einem abschließenden mitreißenden Beat kamen die Gäste gut gelaunt ins Gespräch bei Speisen und Getränken.

„Kreative Ideen sind genau das, was unser landkreisübergreifendes Netzwerk so lebendig macht“, sagt Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW).

Unternehmerfrühstück am 16.08.2017 mit den Bundestagskanditaten des Wahlkreises 52 im Hotel Freigeist

Steuern sind per se nichts Böses

Wird der Mittelstand steuerlich fair belastet? Diese Frage stand im Mittelpunkt der BVMW-Veranstaltungsreihe ‚Politik am Morgen‘ im Hotel Freigeist in Northeim.

Ob Steuerbelastung oder Ausbildung, die Direktkandidaten für den Bundestag Marcus Seidel (SPD), Dr. Roy Kühne, (CDU), Viola von Cramon-Taubadel (Bündnis 90/Die Grüne), Nicole Langer (FDP) und Lukas Jacobs (Die Linke) wurden mit sehr konkreten Problemen der 30 anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern konfrontiert.

So stieß der Vorwurf: „Große Konzerne werden unterstützt, aber wir kleinen Mittelständler werden geknebelt“ bei allen Politikern zwar auf Verständnis, doch die Antworten waren unterschiedlich. „Die Steuern sind per se nichts Böses“, so Seidel, der argumentierte, dass der Staat die Steuern zur Bereitstellung der Infrastruktur brauche, von der auch die Unternehmen profitieren. Allerdings könne er sich vorstellen, dass manche Entscheidung von Ministerin Nahles, die zu mehr Bürokratie in Betrieben geführt habe, „weiterentwickelt werden könne“. Langer forderte eine stärkere Differenzierung bei der Steuerbelastung und: „Jeder neue Erlass sollte daraufhin geprüft werden, wie er sich bis ins Detail auswirkt.“

„Ich verstehe Ihre Wut“, so die Reaktion von Cramon-Taubadel zum Vorwurf. Aber es sei Fakt, dass die Schere zwischen Arm und Reich auch durch Steuerabgaben wieder geschlossen werde müsse, um den sozialen Frieden zu gewähren. Polarisierung und das Schüren von Sozialneid helfe nicht weiter.

Mit dem Argument Chancengerechtigkeit verteidigte Jacobs die Pläne der Linken zur Vermögensteuer, denn sie belaste „nur die Spitzen“.

„Die Komplexität der Steuern treibt doch die Unternehmen erst recht ins Ausland“ meinte Kühne und gab zu „wir müssen uns Gedanken machen“. Weiter schlug er vor, die betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen direkt zu fördern, statt „am Markt vorbei“ pauschales Wissen in Kursen des Arbeitsamtes zu vermitteln.

Nach dem Austausch unterschiedlicher Positionen resümierte Seidel: „Ich bin der festen Überzeugung, dass hier keiner die Absicht hat, Unternehmen und Arbeitsplätze zu vernichten. So dumm ist die Politik nicht.“

Die rege Beteiligung des Publikums führte zu einem weiteren Schlagabtausch zu den Themen Digitalisierung, sauberes Wasser und Landwirtschaft.

Zwar ließ die lebhafte Diskussion Fragen offen, doch alle Anwesenden begrüßten die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Jörn Kater, Leiter der Wirtschaftsregion Hannover und des BVMW-Kreisverbandes Südniedersachsen, freut sich über den Erfolg der Reihe ‚Politik am Morgen‘: „Als Sprachrohr für den Mittelstand werden wir auch weiterhin unsere Interessen direkt mit den politischen Akteuren diskutieren.“

Unternehmerfrühstück am 14.08.2017 mit den Bundestagskanditaten des Wahlkreises 53 in der VGH Regionaldirektion Göttingen

Direktkandidaten für den Bundestag stellten sich beim BVMW-Frühstück den Fragen des Mittelstands

Fritz Güntzler (MdB CDU/CSU), Marcus Seidel (SPD Goslar, Northeim, Osterode)als Vertretung für Thomas Oppermann, Konstantin Elias Kuhle (FDP), Konrad Kelm (Die Linke) und Dagmar Sakowksy (Bündnis 90/ Die Grüne) kamen zur Diskussionsrunde ‚Politik am Morgen‘ des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW) Region Südniedersachsen. Zur Veranstaltung in den Räumen der VGH Regionaldirektion Göttingen fanden sich 30 interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer ein.

Mit der Frage „Warum sollten wir Sie wählen?“ eröffnete Jörn Kater, Leiter der Wirtschaftsregion Hannover und Leiter des BVMW-Kreisverbandes Südniedersachsen, die Diskussion. Die darauf gegebenen Argumente zeigten deutlich: Digitalisierung, Wirtschafts-, Finanz- und Bildungspolitik stehen bei allen Parteien auf der „to-do-Liste“ im nächsten Bundestag.

Dass die Digitalisierung von der CDU nicht rechtzeitig angepackt wurde, gab Güntzler zu, doch „jetzt wird nachgebessert“. Sakowksy, Mitglied im Aufsichtsrat der GWG und des städtischen Bau-Ausschusses, griff die Problematik der geringen Datenleitung auf der Siekhöhe auf, die eine Vermarktung verhindere, und berichtet: „Die GWG macht der Telekom Druck.“ Kuhle hat dazu eine klare Forderung: „Digitalisierung muss zur Grundversorgung gehören, so wie früher Briefkasten und Telefonzellen.“

„Es darf kein ‚weiter so‘ geben“ sprach sich Kelm deutlich gegen die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzpolitik aus. Die zunehmenden globalen Krisen zeigten, dass eine solidarische Gesellschaft mit einer Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe besser sei. Mit einer höheren Vermögensteuer wolle man die großen Konzerne in die Pflicht nehmen, nicht den Mittelstand treffen. „Wir wollen nicht an ihr Geld“, sagte er mit Blick auf die anwesenden Gäste.

Die Vermögensteuer sei der falsche Ansatzpunkt, waren sich die Vertreter der anderen Parteien einig. Seidel konterte: „Packen wir doch erst einmal das Problem der Steuervermeidung an.“ Dieser könne möglicherweise durch höhere Bemessungsgrenzen entgegengewirkt werden, so Güntzler: „Unser Unternehmens-Steuerrecht ist nicht mehr wettbewerbsfähig“.

Doch überhaupt Unternehmer zu werden sei nicht leicht, so ein Teilnehmer. Es sei undurchsichtig, an wen man sich wenden könnte und wo Hilfe zu finden sei. „Das stimmt“, gab Sakowksy zu, daher werden die Programme seitens der Wirtschaftsförderung stärker beworben. „Trotzdem viel zu undurchsichtig“ konterte Güntzler, dem die Pluralität der Wirtschaftsförderung in Göttingen ein Dorn im Auge ist. „Bei der Gründungsberatung müssen wir über die Stadtgrenzen hinaus denken“, betonte Seidel.

Auf Probleme im Handwerk durch Solo-Selbständige angesprochen, gab Kuhle zu, dass die Abschaffung des Meister-Zwangs ein Fehler war und es jetzt darauf ankomme, die Agenda 2010 nachzubessern. Zudem warb er für eine kostenfreie Ausbildung „vom Kindergarten bis zum Meisterbrief“. „Wie wäre es mit einer Art  Science-Park für Handwerksbetriebe?“ schlug Gastgeber Kater vor.

Abschließend kam doch noch die aktuelle VW-Problematik auf den Tisch. „Wir dürfen VW nicht als Ganzes in Gruppenhaft nehmen, sondern müssen die einzelnen Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen“, sagte Seidel. Man dürfe jedoch überlegen, so Kuhle, ob der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen selbst im Aufsichtsrat sitzen müsse. Güntzler verwarf die Idee, schließlich garantiere die direkte Verbindung den ungehinderten Informationsfluss und es sei doch wichtig „dass es der Ministerpräsident ist, der mit der VW-Führungsriege spricht.“

Wichtig sei, so Veranstalter Jörn Kater, dass die direkte Diskussion zwischen Politikern und Unternehmen fortgeführt wird. Deshalb fand ‚Politik am Morgen‘ auch in den Wahlkreisen 46 und 52 in Folge statt.

Eine weitere Gelegenheit zum regen Austausch bietet der 20. BVMW Business-Treff am 24. August 2017 im Landhotel Am Rothenberg, Uslar Volpriehausen. Dann setzt Keynote-Speaker und Erfolgsanstifter Martin Klapheck mit seinem Vortrag „Auf der Tonleiter zum Erfolg“ auf die Kraft der Musik.

19. BVMW Business-Meeting am 08.06.2017 mit Heinz Leuters im Weserhotel Schwager

Den Fokus auf das Unternehmen richten

Welche Erkenntnisse sich aus der Steuerung eines Flugzeugs für eine erfolgreiche  Unternehmensführung ableiten lassen, das erläuterte eindrucksvoll Heinz Leuters, selbst Pilot und erfolgreicher Unternehmer, den Gästen des 19. BVMW Business-Treff Region Südniedersachsen im Weserhotel Schwager in Holzminden.

Der Start gelingt, wenn Intuition und Marktresonanz aufeinandertreffen, so der Gründer und langjährige CEO der blowUP Media Gruppe. Ab dann gelte die Piloten-Devise „failure is no option“. Dazu bedarf es neben emotionaler Stabilität, der Fähigkeit zur Zusammenarbeit und der Ausrichtung an Werten vor allem, auch in Krisenzeiten das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. „Konzentrieren Sie sich auf Ihre stärksten Eigenschaften und schaffen Sie eine Führungskultur, in der sich Mitarbeiter wohlfühlen, die Ihr Unternehmen weiterbringen. Das gelingt, in dem Sie für Ihre Vision begeistern, in Ihre Fähigkeiten vertrauen und wie der Pilot sagen würde ‚I have control‘ – den Kurs bestimmen“, gab Leuters den Unternehmerinnen und Unternehmern mit auf den Weg.

Auf gutem Kurs ist auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW), der neuerdings im Rahmen der Mittelstandsallianz mit dem Bund der Steuerzahler kooperiert. Das stärkste Bündnis des Mittelstands verdoppelt dadurch seine politische Schlagkraft und vertritt mehr als 530.000 Unternehmen und Mitglieder, die über zehn Millionen Mitarbeiter beschäftigen. Zudem konnte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries als Schirmherrin für die Initiative „Junger Mittelstand“ gewonnen werden – eine neue Plattform des BVMW für  Unternehmensnachfolger, Jungunternehmer und Neugründer.

Eine Plattform für Gespräche bot der Ausklang des Abends, zu dem Gastgeber Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des BVMW, geladen hatte. So konnten die Gäste beim Buffet des Weserhotels Schwager über ihren eigenen Kurs diskutieren.

18. BVMW Business-Meeting am 27.04.2017 mit Hubert Schwarz im PS.Speicher

Den eigenen Antrieb mobilisieren

Wie er es schaffte, in 80 Tagen die Welt mit dem Fahrrad zu umrunden und welche Energiequellen den Erfolg bestimmen, das erfuhren über 100 Unternehmerinnen und Unternehmer beim 18. Business-Treff des BVMW Region Südniedersachsen von Hubert Schwarz, Extremsportler und Motivationstrainer, im PS Speicher in Einbeck.

Vorwärts kommt nur, wer eine Vision hat und genauestens plant, so Schwarz, der nach elf Jahren im öffentlichen Dienst 1991 für nur ein Jahr seinen Lebenstraum verwirklichen wollte. Geworden ist daraus seine Berufung, die Welt mit dem Fahrrad zu entdecken und tausende von Kilometern in allen fünf Kontinenten zurückzulegen.

Doch trotz akribischer Vorbereitung seiner Tour hat er Widerstände zu überwinden: Glatteis, Schnee, Dauerregen, heiße Sandstürme, unwegsame Straßenverhältnisse, ständiger Gegenwind und nicht enden wollende Steigungen haben ihn oft zweifeln lassen. „Da habe ich gelernt, den Satz ‚Das schaffe ich nicht‘ durch den Satz ‚Ich kann es versuchen‘ beiseite zu schieben“, erzählt Schwarz, „schließlich lebte ich meinen Traum“.

Den Traum durchzuhalten, das gelang auch dank seiner Mitstreiter, die ihn begleiteten: „Und wenn wir alle mutlos waren, so war es meine Aufgabe, sie durch mein Weitermachen zu motivieren“, und ein kleines dankbares Wort koste nichts, gibt aber viel. Ihm selbst gab seine Frau den nötigen Rückhalt, „nicht mit schlauen Reden, sondern mit einem guten Gefühl“.

Hubert Schwarz, der mittlerweile ein eigenes Seminarzentrum leitet und ein weiteres aufbaut, ist überzeugt, dass es geht: Den Traum leben, ein  Unternehmen zum Erfolg bringen. Dazu gehöre eine Vision, ein guter Plan, ein heterogenes Team, Achtsamkeit, Wertschätzung und ein persönliches Umfeld, das Kraft gibt.

Gastgeber Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW), nahm den Schlusssatz „Der Körper braucht Nahrung, der Geist Inspiration“ zum Anlass, das Büffet zu eröffnen, zum regen Austausch einzuladen und über das Erreichen eigener Ziele zu sprechen.

17. BVMW Business-Meeting am 16.03.2017 mit Max von Düring im Restaurant Graf Isang

Wofür stehen Sie morgens auf?

Beim 17. Business-Treff des BVMW Region Südniedersachsen lud Maximilian Freiherr von Düring zur Entschleunigung ein. Wie sich damit der Umsatz steigern lässt, das verriet er über 130 Unternehmerinnen und Unternehmern am 16. März im Graf Isang.

„Tschakka war gestern“ machte von Düring klar. Was heute zähle, sei die eigene authentische Begeisterung darüber, was man macht. Gelinge es einem Unternehmen, das ‚Wofür‘ der eigenen Leistung und die Begeisterung dafür in den Vordergrund zu rücken, dann können Kunden zu Fans werden. „Kommunizieren Sie von innen nach außen und sprechen Sie die Gefühlsebene an, denn auf dieser werden Kaufentscheidungen getroffen.“

Statt Druck auszuüben, sei erfolgreicher, mit innerer Strahlkraft eine Sogwirkung zu entfalten, die sich positiv im Vertrieb und in der Führungskultur auswirke. „Nehmen Sie sich Zeit und schreiben Sie Ihr eigenes ‚Wofür‘ auf“. Von Düring jedenfalls steckte mit seiner eigenen Strahlkraft die Gäste an, die dieses Thema beim abschließenden Netzwerken eifrig diskutierten. Um in Ruhe das eigene ‚Wofür‘ zu entdecken, konnte jeder  sein neues Buch „Wer möchtest du gewesen sein?“ mit nachhause nehmen.

Dass „Tschakka“ innerbetrieblich out ist, darauf ging Gastgeber Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW). Ein. Mit dem neuen Arbeitgebersiegel ‚Mitarbeiterorientiertes Unternehmen“, einer Initiative des BVMW Metropolregion Hannover, können Firmen ihre Arbeitgebermarke stärken, „und damit eine Sogwirkung entfalten, die gutes Personal anzieht“. Interessierte erfahren mehr auf der Webseite www.morun.de

16. BVMW Business-Meeting am 23.02.2017 mit Karsten Brocke im Hardenberg Atrium

Verkaufen ist out

„Mit der Frage: Kann ich Ihnen helfen? wird der Kaufanreiz doch schon im Keim erstickt!“ Mit diesem Statement konfrontierte Karsten Brocke, Träger des ‚Internationalen Deutschen Trainerpreises‘, die über 130 Gäste, die zum 16. Business-Treff des BVMW Region Südniedersachsen ins Atrium des BurgHotel Hardenberg gekommen waren.

Neue Ideen habe er mitgebracht, versprach der Top-Speaker den Unternehmerinnen und Unternehmern, und wurde auch gleich konkret: „Fragen Sie doch besser: Was führt Sie zu uns?“ Kunden mit einer aktiven Frage in ein Gespräch einzubinden biete erst die Chance auf eine Beratung, die zum Abschluss führen kann. „Sie müssen mit positiven Bildern einen Kaufanreiz auslösen“, rät Brocke. Es gehe schließlich um Emotionen, nicht um Fakten. Gekauft werden Werte, nicht Produkte oder Dienstleistungen. Anschaulich und pointiert ging Brocke in seinem Vortrag auf Erkenntnisse des Neuromarketings ein: „Vergessen Sie langwierige Erklärungen von Produktvorteilen, denn das Kurzzeitgedächtnis nimmt nur Aussagen von maximal sieben Sekunden wahr. Also stellen Sie lieber Ihr Gegenüber in den Mittelpunkt.“

Geänderte Kaufprozesse brauchen keine Verkäufer mehr, sondern Kaufanreger, so seine Botschaft. Eine Umstellung, die problemlos sein sollte, denn „das Gehirn ist wandelbar, wir müssen es nur wollen.“ Die interessanten Denkanstöße lieferten für das abschließende Netzwerken der regionalen Unternehmerinnen und Unternehmer regen Gesprächsstoff.

„Es geht immer darum, mit neuen Ideen Veränderungen anzustoßen. Gerade klein- und mittelständische Betriebe müssen sich flexibel den neuen Gegebenheiten der Märkte stellen“, betont Gastgeber Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW).

Unternehmerfrühstück am 09.02.2017 mit Philipp Konhäuser im BurgHotel Hardenberg

So findet der regionale Mittelstand Gehör in Berlin

Um das spannende Thema Lobbyarbeit ging es beim BVMW-Unternehmerfrühstück ‚Politik am Morgen‘ im BurgHotel Nörten-Hardenberg, zu dem Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V. (BVMW), geladen hatte.

Auf die einleitende Frage „Wie funktioniert Lobbyarbeit und wie setzt sich der BVMW für die Interessen des Mittelstands ein?“ antwortete  Philipp Konhäuser, stellvertretender Leiter Public Affairs: „Dazu gibt es vielschichtige Antworten.“ Und die gab er im Laufe der Veranstaltung an die anwesenden 40 Unternehmerinnen und Unternehmer: Von der täglichen Arbeit, Positionspapiere zu schreiben, Medienpräsenz zu pflegen, Fachpolitiker einzuladen bis hin zu den strategischen Maßnahmen, der Stimme des Mittelstands Gehör zu verschaffen.

„In Berlin kanalisieren wir die Belange unserer Mitglieder, und bereiten diese für die Politik so auf, dass sie beachtet werden.“ Dazu gehöre sowohl das Wissen über stattfindende Ausschüsse, die das jeweilige Thema behandeln, als auch über die Ansprechpartner. „Wichtig ist, die richtigen Leute zu kennen, die politisch auch etwas bewegen können“, sagt Konhäuser. Der BVMW selbst hat themenbezogene Referenten sowie eine volkswirtschaftliche Abteilung in der bspw. die Auswirkungen des Brexits und der Elektromobilität diskutiert werden. Die PR-Abteilung schließlich sorgt dafür, dass die Fachmeinung auch die entscheidenden Personen erreicht.

Zu Gesetzentwürfen werden die Meinungen vieler Verbände eingeholt, auch vom BVMW, der die Positionen von Klein- und mittelständischen Unternehmern weitergibt. „Man muss hartnäckig am Ball bleiben“, so Konhäuser, „denn oft brauchen solche Prozesse zwei oder drei Jahre. Die Mühlen der Politik mahlen langsamer, als Unternehmer es gewohnt sind.“

Selbst Spitzenpolitiker seien „nur“ Menschen, mit denen man gut auf Augenhöhe reden könne, betont Konhäuser. Doch politisch etwas zu bewegen sei eben nur möglich, wenn man direkt ins Geschehen involviert ist, also in Berlin und auch in Brüssel. Schließlich spricht der BVMW im Rahmen seiner Mittelstandsallianz für mehr als 270.000 Unternehmen mit rund neun Millionen Beschäftigten.

„Nur ein florierender Mittelstand kann Arbeitsplätze schaffen und sichern“, betont Gastgeber Jörn Kater. Darum ermuntere er regionale Unternehmen, ihre Fragen an ihn weiterzutragen, um letztendlich vom Gehör, das der BVMW in der Politik findet, zu profitieren. Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die aufschlussreiche  Diskussionsrunde schon für erste Anregungen. „Diese direkten Gespräche sind erfrischend“, resümiert ein Teilnehmer, „denn sie zeigen, dass die Politik gar nicht so abgehoben ist, wie man meint.“

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