Runder Tisch am 06.10.2020 mit Katharina Stapel im Sanitätshaus Deppe GmbH

Der kühle Kopf ist gefragt

Northeim, Oktober 2020 - „Viele Unternehmen sind in eine Lethargie verfallen und es ist unsere große Aufgabe als Mittelstandsverband, sie zu motivieren.“ Mit diesen Worten eröffnete Jörn Kater, Leiter der Wirtschaftsregion Hannover und des BVMW-Kreisverbandes Südniedersachsen, den ‚Runden Tisch‘ von Führungskräften der Region.

Rege Impulse zum intensiven Austausch gab zunächst Katharina Stapel, Geschäftsführerin der Stapelfux GmbH in Bad Gandersheim. Sie leitet Mastermind-Gruppen, in denen Führungskräfte unterschiedlicher Gewerke zusammenkommen, um die Zukunft ihres Unternehmens zu entdecken. „Die plötzliche Orientierungslosigkeit nach dem Corona-Ausbruch führte bei vielen zu Übereifer, das strategische Denken blieb auf der Strecke“, berichtete sie. Doch die unüberlegten Maßnahmen führten oft auf den falschen Weg. Richtig wäre, dass sich Unternehmen zunächst auf die Ressourcen und die Stärken konzentrieren. Und genau dabei offenbare sich, dass sich noch ganz andere hinter den sichtbaren Problemen auftun. „Es zeigen sich Baustellen im Führungsstil, im Prozess-Management, in Sales-Prozessen und in Worst-Case-Fragestellungen.“

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, riet Katharina Stapel zum „kühlen Kopf“: erst wenn Prozesse klar sind, können sie ins Home-Office transferiert werden; erst wenn relevante Informationen definiert sind, gelingt der Work-Flow; erst wenn die geänderten Kundenwünsche analysiert sind, kann der Vertrieb wieder auf die Beine kommen. Gerade beim Thema Home-Office sei es wichtig, dass Zuständigkeiten geregelt und Zielvorgaben formuliert sind. Mitarbeiterverantwortung und Führungsstärke seien dafür wichtige Pfeiler. „Nehmen Sie sich Zeit für das nicht-operative Geschäft, denn Innovation passiert beim Nicht-Denken!“ riet sie den anwesenden Führungskräften aus Südniedersachen.    
 
Ihre Ausführungen wurden in kleiner Teilnehmerrunde lebhaft diskutiert. Dabei kam vieles, was den Unternehmerinnen und Unternehmern auf „der Seele“ lag, zur Sprache. Nicht nur strategische, auch praktische Herausforderungen wurden erörtert. „Der Gesprächsbedarf ist enorm groß“, resümierte Gastgeber Jörn Kater. Virtuelle Veranstaltungen seien dazu wenig geeignet, deshalb setze der Bundesverband mittelständische Wirtschaft auf Netzwerk-Veranstaltungen in „Corona-konformen“ Runden. „In einem solchen Rahmen kommen die wichtigen Themen auf den Tisch.“

Bei der nächsten BVMW-Veranstaltung geht es wieder politisch zu: Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen, kommt zur ‚Politik am Morgen‘ am 12. November 2020 und stellt sich den Fragen der Unternehmerinnen und Unternehmer. Auch Nicht-BVMW-Mitglieder sind willkommen, sie können sich über die Webseite informieren und anmelden: www.bvmw.de/suedniedersachsen

Unternehmerfrühstück am 27.08.2020 mit Fritz Güntzler im Baugeschäft Lüer

Politik zum Mitnehmen

Göttingen, August 2019 - Seit sechs Monaten ist die Wirtschaft auf den Kopf gestellt und die Politik hat viele finanzielle Hilfen beschlossen, das Corona-Tief abzufedern. Und nun? Zur aktuellen Lage hatte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) seine Mitglieder zu einem Unternehmerfrühstück mit Fritz Güntzler, Bundestagsabgeordneter der CDU, eingeladen, um wirtschaftliche Fragen zu diskutieren.

Gastgeber Jörn Kater, Leiter der Wirtschaftsregion Hannover und des BVMW-Kreisverbandes Südniedersachsen, brachte nach der Begrüßung gleich den ruppigen Übergang zwischen Soforthilfe 1 und 2 zur Sprache. „Es war die Stunde der Exekutive, nicht der Legislative“, räumte Güntzler ein. Schließlich hätten die Politiker ohne Blaupause handeln müssen. Doch auch das KfW-Sonderprogramm und steuerliche Maßnahmen wurden im Kreise der Unternehmerinnen und Unternehmern kritisiert. Themen, über die man trefflich streiten könne, pflichtete Güntzler bei. Und doch wären die Maßnahmen wichtig gewesen, um schnell Geld in den Wirtschaftskreislauf zu bringen.

Auf die Frage, wie Unternehmen gerettet werden können, denen die Liquidität erst heute fehlt, nachdem sie ihre Reserven aufgebraucht haben, antwortete der CDU-Politiker: „Ich weiß, dass für viele das Problem jetzt erst beginnt. Das war zugegebenermaßen ein Webfehler in den bisherigen Entscheidungen, aber wir werden ihn im Herbst zielgerichtet angehen. Dafür werden wir Lösungen finden.“ Auch das Insolvenzrecht werde überdacht, genauso wie der unglückliche Umstand, dass marode Unternehmen sich dank der Hilfen durchmogeln, vielversprechende Start-Ups aber nicht gefördert werden.
Es waren detaillierte Sorgen, die Güntzler aufnahm, aber auch ganz allgemeine Forderungen: nach einer lebenswerten Zukunftsgestaltung, nach Lösungen für die Klimakrise, die Infrastruktur, die Bildung und einer sinnvollen Steuerreform. Probleme, die schon lange schwelen, sollte die Politik trotz der aktuellen Lage nicht aus den Augen verlieren, betonten die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer.

Güntzler bekannte: „Zu lange haben wir uns in der GroKo selbst im Weg gestanden. Doch immerhin haben wir am 3. Juni gemeinsam erhebliche Mittel für Zukunftsinvestitionen beschlossen. Nun müssen wir nur sehen, wie die Ministerien diese trotz enger Personaldecke schnell umsetzen können.“
Genau am Punkt der Geldvergabe hakt es oft, auch bei der Soforthilfe, von der nur ein Bruchteil abgerufen wurde.

Es bleibt also viel zu tun für die Politik weiß Güntzler, der sich als Transmissionsriemen zwischen Wahlkreis und Berlin sieht. Entsprechende Denkanstöße gaben ihm die Mitglieder des BVMW mit auf den Weg. Die Stimme des Mittelstands bleibt gespannt, wie er diese für seinen Wahlkreis umsetzen wird. „Natürlich wird es weitere Gespräche beim Unternehmerfrühstück geben“, versprach Jörn Kater. Im kleinen Kreis, mit Abstand. Der Bundesverband lädt auch Nicht-Mitglieder ein, sich einzubringen.

Runder Tisch am 09.06.2020 mit Thomas Hoppe im Sanitätshaus Deppe GmbH

Thomas Hoppe, Schülerkarriere zum Thema: „Generation Z – wie gewinne ich meine Azubis von morgen“

 

Unser Format „Runder Tisch“, diesmal mit unserem Mitglied und Gastredner Thomas Hoppe von Schülerkarriere GmbH, war wieder mal sehr interessant! Das Thema Ausbildungsmarketing ist sein Business. „Wie gewinne ich als Unternehmer Azubis von morgen“, war an dem Abend das Thema, was alle Anwesenden gespannt verfolgten und auch zu einer regen Diskussion führte. Unter aktuellen Auflagen der Hygienebestimmungen war es die erste Präsenzveranstaltung seit dem Corona Lock down für dem BVMW Südniedersachen.


„Auf die Schulen, fertig, los!

WIE ERREICHE ICH POTENZIELLE AZUBIS? SCHON IN DER SCHULE!“


Herr Hoppe zeigte uns die einzelnen Generationen auf, wer Sie sind und wie Sie „ticken“.

….Schüler-Ausbildung-Studium-Wirtschaft…

….Bildungswege spielen eine Rolle…

….Digitale Jugend (Digitals) und was diese fordern und wollen…

….Welche Rolle spielt Social Media…

#Facebook, #Instagram, #YouTube, #Pinterest, #TikTok, #Twitter und Co. Das sind die Kanäle, in denen junge Menschen unterwegs sind. Aber welcher Social-Media-Kanal spielt welche Rolle und wie erreicht man wann, wen und wie. Über welche Kanäle würden Sie mit Ihrem (zukünftigen) Arbeitgeber in Kontakt treten?

Tolle Gespräche und Ansätze haben sich an diesem Abend ergeben und alle fanden, dass gerade die Ansprache bzw. das Erreichen der Jugendlichen in den Schulen wichtig ist. So werden potentielle BewerberInnen direkt in der Schule angesprochen und das Unternehmen kann sich als innovative Arbeitgebermarke präsentieren. Denn genau diese jungen Menschen entscheiden dann letztendlich, ob sie eine Ausbildung oder ein duales Studium beginnen möchten.

Fazit: Schülerkarriere mehr als ein einfaches Karriereportal

Regionale oder auch überregionale aber digitale Schüleransprache

BVMW Business-Meeting am 12.03.2020 mit Wolfgang Bosbach im Golfrestaurant Sachsenross

Bosbach wirbt Unternehmen für die Demokratie

Northeim, 12. März 2020 - „Jeder einzelne von Ihnen widerlegt die Politikverdrossenheit in diesem Land“, begrüßte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach rund 50 südniedersächsische Unternehmer*innen beim BVMW-Business-Meeting. Es sei eher die Parteienverdrossenheit das Problem, so dass die jetzige Mitgliederstruktur nicht Abbild der Gesellschaft sei. „Ich möchte Sie für das Land werben! Denn erstens lebt die Demokratie vom Mitmachen, und zweitens brauchen wir dringend eine mehrheitliche und sichtbarere Wertschätzung für die Kommunalpolitik.“

Unter der Überschrift „Es wird politisch“ spannte Bosbach in seinem anschließenden Vortrag einen Bogen vom Föderalismus über Zuwanderung, soziale Gerechtigkeit, politischen Wandel hin zur dringendsten Aufgabe der Zukunft.

In punkto Föderalismus habe es wohl die Corona-Krise gebraucht, um zu erkennen, dass die Gesundheitspolitik an ihre Grenzen komme. „Es wird höchste Zeit, dass wir ländereigene Regelungen angleichen!“ Dasselbe wünsche er sich auch für die Sicherheitspolitik, wie zum Beispiel bei länderübergreifenden Polizei-Einsätzen.

Was die Zuwanderung angehe, so sei nicht ja oder nein die Frage, „denn es wird sie immer geben.“ Bosbach erläuterte dies im historischen Zusammenhang, mit den Zuwanderungsströmen zu Zeiten der Anwerbung von so genannten Gastarbeitern und der Welle der Spätaussiedler und Bürgerkriegsflüchtlinge nach der Wende: „Das waren größere Zahlen als die, über die wir heute sprechen.“ Aus der Erfahrung heraus wisse man, dass „die Integration am allerbesten durch Arbeit gelingt.“ Gerade angesichts des Fachkräftemangels sollten die Arbeitsmarkt-Hürden so gering wie möglich sein.

„Wir haben vieles gelernt aus 70 Jahren Deutschland. Und wir haben eine hohe Wirtschaftskraft! Nur sechs Jahre sind wir in eine Rezension gerutscht, 64 Jahre hatten wir Aufschwung.“ Ein gutes Zeichen, so Bosbach, dass auch die gegenwärtige Lage überwunden werde. Allerdings stelle er fest, dass die soziale Debatte in Schieflage geraten sei: „Wir können doch nur das ausgeben, was wir auch erarbeiten. Aber die Perspektive der Leistungsempfänger nimmt mehr Raum ein als die der Leistungserbringer.“
 
Dass die Zwei-Parteien-Stabilität von CDU und SPD nach 70 Jahren beendet ist, werde tendenziell bleiben. „Trotzdem haben wir im Vergleich zu anderen EU-Ländern relativ stabile Verhältnisse.“ Wichtig sei, dass die EU zusammenhält, um gemeinsam weltpolitisch agieren zu können. Dennoch gewinnt Bosbach dem Brexit augenzwinkernd Gutes ab: „Er zeigt allen Mitgliedsstaaten, wie kompliziert und teuer ein Austritt ist.“

Mit Blick auf die Zukunft sehe er, dass Deutschland einen enormen Nachholbedarf in digitalen Schlüsselbranchen habe. Sein Rat: „Wir müssen investieren. Und zwar in Bildung, Bildung, Bildung!“

Mitmachen, mitdiskutieren, wertschätzen – der Aufruf von Wolfgang Bosbach bot viel Gesprächsstoff. Doch aufgrund der sich anbahnenden Corona-Diskussion, weswegen auch die Teilnehmerzahl im Golfrestaurant Sachsenross überschaubar blieb, hielt sich das anschließende Netzwerken im kleinen Rahmen. Jörn Kater, Gastgeber und Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW), lud zum weiteren Austausch in den sozialen Medien ein. 

Unternehmerfrühstück am 20.02.2020 mit Diana Scholl im Audi Autohaus Am Harztor

Kittelbrennfaktor – was tun?

Göttingen, Februar 2020 - „Was die Regierung in Berlin beschließt, geht an der Praxis vorbei“ – wird diese Kritik in Unternehmenskreisen geäußert, finden sich schnell Gleichgesinnte. Praxisnahe Beschlüsse lassen sich jedoch nur umsetzen, wenn Firmen bereits im Vorfeld ihre Wünsche zielgerichtet in die Politik geben.

Wie das geht, verriet Diana Scholl, Leiterin politische Netzwerke und Strategie des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, beim Unternehmerfrühstück des BVMW Südniedersachsen: „Einzelne Firmen können nichts ausrichten, aber in Summe können wir als starke Interessensvertretung viel bewegen.“ Vor allem wären Politiker dann beeindruckt, wenn sie Unternehmer*innen mit zum Gespräch bringt, die konkret von ihren Kittelbrennfaktoren berichten. „Das ist die besondere Stärke unseres Verbands, von der alle Seiten profitieren.“

Nur meckern und nichts tun sei jedoch leider weit verbreitet, berichtete Jörn Kater, Gastgeber und Regionalleiter Südniedersachsen des BVMW: „Dabei verstärkt doch jede Stimme die Relevanz des an die Politik herangetragenen Problems.“ Scholl bekräftigte: „Wir können uns nur um das kümmern, was an uns herangetragen wird.“ Mit 56 BVMW-Kolleg*innen in Berlin gebe es eine große Schlagkraft, die jedes Unternehmen gut nutzen könne. „Schließlich sind wir es auch, die beim Bundesverfassungsgericht die Klage für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags eingereicht haben.“

Um die Erreichbarkeit der kommunalen und regionalen Politik ging es bei der weiteren lebhaften Diskussion mit den anwesenden 30 Unternehmer*innen. „Der Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft, trotzdem sagen uns politische Vertreter öfters ab, wenn wir sie zu uns einladen,“ sagte Kater. Roy Kühne (CDU), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Goslar-Northeim-Osterode, rollte das Feld von der anderen Seite auf: „Unternehmer*innen fehlt leider der Mut, sich selbst politisch zu engagieren. Sie haben Angst, Kunden oder Mitarbeiter zu verlieren.“ Christian Grascha (FDP), Mitglied des niedersächsischen Landtags, pflichtete ihm bei: „Nur wenn Unternehmer*innen Flagge zeigen, können Sie Beschlüsse mitgestalten.“

Flagge zeigen und sich einmischen „bevor der Kittel brennt“ sei beim BVMW gewünscht, so Scholl: „Wir bündeln Interessen und zeigen, gemeinsam mit Vertreter*innen mittelständischer Firmen, den konkreten Handlungsbedarf für die Politik auf.“ Welche Kittelbrennfaktoren sie aus Südniedersachsen mitnehmen soll, erzählten ihr die Gäste beim abschließenden Frühstück im Autohaus am Harztor.  
Unternehmen und Politik treffen sich wieder beim 29. Business-Meeting des BVMW Südniedersachsen am 12. März mit Wolfgang Bosbach. Sein Thema: „Halbzeit in Berlin. Neustart oder weiter wie bisher?“

BVMW E-Mobilitätsabend am 06.02.2020 in der BMW Niederlassung Göttingen

Expertenmeinungen zur E-Mobilität

Göttingen, Februar 2020 - Elektroautos ja, nein? Das heiß diskutierte Thema wurde beim Mobilitätsabend des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Südniedersachsen aus zwei Perspektiven fachlich beleuchtet. Karl Schuster, BMW-Group,    und Peter Löck, unabhängiger Mobilitätsberater, lieferten Fakten zur emotional geführten Debatte.

„Jeder hat dazu eine persönliche Meinung. Aber das Thema kann nur global betrachtet werden. Denn Urbanisierung, Digitalisierung, Politik, Ressourcen und Kultur stellen uns vor Herausforderungen, die uns zwingen, die Mobilität neu zu denken. Die CO2-Reduktion ist unverzichtbar. Es muss was passieren!“, sagt Schuster.

Anhand interessanter Daten bezüglich Effizienz und Produktion verglich er verschiedene Antriebstypen: Dass das Öl von der Förderung bis zum Tank schon 70 Prozent an Energie verliert, aber der Strom von der Gewinnung bis zur Batterie nur etwa 50 Prozent. Und dass zwar bei der Produktion von E-Autos mehr CO2 anfällt, dafür bei der Nutzung keines. Die Auffassung von BMW sei: „Die Zahlen sprechen für sich. Die Zukunft ist elektrisch!“ Doch für den Weg in die Zukunft biete die Marke die ganze Bandbreite. „Denn welcher Antriebstyp ökonomisch Sinn macht, hängt von der individuellen Nutzung ab.“

Peter Löck bezifferte den Ressourcenbedarf der Verbrennungsmotoren: „Deutschland importiert pro Jahr etwa 65 Milliarden Liter Kraftstoff, aus Ländern wie Saudi-Arabien und Russland. Das ist absurd!“ Sein weiterer Aspekt: „Wir sind nicht allein auf der Welt.“ Es ändere sich die Nachfrage aus wichtigen Exportländern wie China hin zu Elektro-Autos. „Darauf müssen die Autoproduzenten zwangsläufig reagieren, wenn sie ihren Marktanteil nicht verlieren wollen.“

Den konkreten Nutzen eines E-Autos sieht er darin, dass es z. B. keinen Ölwechsel und neuen Auspuff braucht. Stattdessen nur ein Update für neue Programme, die die Effizienz des Fahrzeugs steigern können. Wie Schuster, sprach auch er das Thema bidirektionales Laden an, das die Stromeinspeisung vom Auto ins Netz profitabel macht.

Mobilität neu denken und daraus innovative Geschäftsmodelle entwickeln sei der konsequente Schritt, sagt Löck. „Es gibt Ideen, mit einer monatlichen Rate die Möglichkeit zu erwerben, Fahrräder, Taxis, Busse, Bahnen und Autos zu nutzen, je nach Bedarf.“

Schuster und Löck gaben viele neue Denkanstöße, die anschließend beim gemeinsamen Netzwerken bewegt wurden. Gastgeber Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, resümiert: „Der Abend hat mit interessanten Perspektiven die oft emotional geführte Diskussion auf eine sachliche Ebene geführt. Das ist das schöne in unserem Netzwerk: das konstruktive Miteinander.“

Das nächste Miteinander bietet das 29. Business-Meeting des BVMW Südniedersachsen am 12. März mit Wolfgang Bosbach zum Thema „Halbzeit in Berlin. Neustart oder weiter wie bisher?“ Nähere Informationen demnächst auf der Webseite www.bvmw.de/suedniedersachsen

Runder Tisch am 28.01.2020 mit Rainer Giese im Sanitätshaus Deppe GmbH

"Die Directors & Officers-Versicherung-Vermögensschadenhaftpflicht, ein Schutzschirm für Führungskräfte" von Rainer Giese

 

Wir starteten in diesem Jahr mit einem Thema, dass besonders bei Unternehmern und Geschäftsführern von großem Interesse ist.

Die D&O Vermögensschadenhaftpflicht.

Ein Thema, was doch manchmal etwas stiefmütterlich behandelt wird. Fehlende und falsche Vorstellungen darüber brachten den ein oder anderen zum Nachdenken.

Mit eindrucksvollen Worten veranschaulichte Herr Giese uns, worauf man achten muss, was diese Versicherung eigentlich beinhaltet und letztendlich bei einem Schaden für ein Unternehmen, bedeuten kann.  Wer kann haftbar gemacht werden? Was ist eine „Rückwärtsdeckung“ und was sind „Nachhaftungsfristen“? Begrifflichkeiten die sich im Laufe der Gespräche als sehr wichtig rausstellten.

Einige von den anwesenden Unternehmern hatten bereits Erfahrungen gemacht und berichteten darüber.

Es war sehr spannend und inspirierend zugleich, wie schnell doch eine nicht selbst steuerbare Situation eintreten kann. Die dann letztendlich auch zu einer Auflösung eines Betriebes oder einer Geschäftsaufgabe führen kann.

Vielen Dank an Rainer Giese für die interessanten Einblicke und Anregungen.

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