„Starke Frauen – Starker Mittelstand“ Veranstaltung am 21.03.2022

Der BVMW will die Sichtbarkeit der Unternehmerinnen deutlich steigern und den Frauen den Aufstieg in den Führungspositionen erleichtern. Über 25 Teilnehmende diskutierten praxisnah anhand der 2 Vorträge.

Die Veranstaltung der Regionalgruppe Hagen und Märkischer Kreis des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft fand im Iserlohner Weltenraum statt. Das obige Motto hat es sich zum Ziel gesetzt, den deutschen Mittelstand und die Existenz Gründerinnen und Existenz Gründer (Start-ups) zu verbinden. So begrüßte Herr Markus Krüger vom BVMW die Besucher.

Hier verwies der Weltenraum Gesellschafter Erik Sassenscheidt auf den Synergieeffekt für gestandene Unternehmen aus der Zusammenarbeit mit Start-ups. Hier wurde die Herausforderung einer sich veränderten Arbeitswelt betont, in der den Frauen eine besondere Rolle zukommt. Frauen wagen immer weniger den Sprung mit ihrem eigenen Unternehmen in die Selbstständigkeit. Auch die Zahlen bezüglich der weiblichen Führung von deutschen mittelständischen Unternehmen sind zum Vergleich im Jahr 2013 von 19,4 % auf 16,8 % gesunken und das, obwohl es nicht an der Qualität der Ausbildung und des erreichten Bildungsabschlusses liegt. Hier gibt es kaum Unterschiede.

Der BVMW will hier die Sichtbarkeit der Unternehmerinnen deutlich steigern und den Frauen den Aufstieg in den Führungspositionen erleichtern.

Hierzu gehöre es in einer immer noch männlichen dominierenden Arbeitswelt die Ellenbogen auszufahren und einen, im scherzhaften Sinne, „wegzuboxen“, so die Referentin und Rechtsanwältin Mélanie Scheuermann aus Meschede in Ihrem Vortrag „Wie wird man Unternehmerin?“. Frau Mélanie Scheuermann, hat eine eigene Kanzlei, erzählte mit einem Schuss Selbstironie ihren steinigen Weg in die Selbstständigkeit. Auf ihrem Weg gab es auch nachdenkliche Momente, so wie das aktuelle und bewegende Thema „Krieg in der Ukraine“. Dieses Thema hat ihr Selbstbild verändert. Viele positive Beispiele von Mittelständern aus der Region wurden aufgezeigt, wie z.B. Busunternehmen, die viele Flüchtlinge versorgen. „Wenn Männer Kriege führen, liegt es an den Frauen, sie zu gewinnen“.

Der größte Unterschied zwischen den weiblichen und männlichen Führungskräften, ist tatsächlich die Fähigkeit Gefühle zu zeigen. Dies wurde lange als Schwäche in der Arbeitswelt angesehen, aber dies zeichnet die weibliche Führungskraft aus. „Seien Sie kein Roboter und fragen Sie den Gegenüber nach seinen Gefühlen und glauben Sie an sich selbst, verlassen Sie sich auf Ihre Stärken und lassen Sie sich nicht von Rückschlägen aufhalten“, so Frau Scheuermann.

Die zweite Referentin Melanie Chomiak-Janus gab den Tipp „Frauen werden in der Arbeitswelt unterschätzt, aber darin liegt der Vorteil!“ So kann man richtig zurückschlagen. Selbstbewusstsein ist hier wichtig und stehe als Voraussetzung für den Erfolg an erster Stelle und das kann man auch trainieren, so die Referentin. Die letzten Tipps am Abend von Frau Chomiak-Janus zusammengefasst: „Man muss die Mitarbeiter ernst nehmen und gleichzeitig Grenzen setzen, locker bleiben und mit dem Herzen dabei sein, und man muss dahin gehen, wo es den persönlichen Stärken entspricht.“

Die erfolgreiche Veranstaltung endete mit einer angeregten Diskussionsrunde und bei einem Rundgang durch den „Weltenraum“  konnten sich die Besucher über die Chancen des gemeinsamen Arbeitens und Netzwerkens überzeugen.