„Müssen Stimme des europäischen Mittelstands noch mehr erheben“

„Wir brauchen sofortige Antworten, um nicht zwischen USA und China zermalmt zu werden und dabei Märkte und Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren“, so CEA-PME Präsident Casasco in seiner Rede zur Feier des 30. Jubiläums von European Entrepreneurs CEA-PME.

Gestern Abend (Dienstag, 12. Juli) wurde im Residence Palace in Brüssel das 30-jährige Bestehen von „European Entrepreneurs CEA-PME“ gefeiert, dem Europäischen Verband des freiwillig organisierten Mittelstands, der Verbände aus 33 Ländern, 2,1 Millionen Unternehmen und 18 Millionen Arbeitnehmer vereint. Präsident Maurizio Casasco begrüßte zahlreiche Gäste, darunter Antonio Tajani, Präsident des Ausschusses für Verfassungsfragen des Europäischen Parlaments, Nicola Beer und Rainer Wieland, Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Stefano Mallia, Vorsitzender der Arbeitgebergruppe des EWSA, in der auch Casasco, als Vertreter von Confapi Mitglied ist, Cècile Billaux von der GD für internationale Partnerschaften und viele andere, die verschiedene Generaldirektionen der Kommission vertraten. Während des Abends sowie im Vorstand, das am Morgen stattfand, konzentrierten sich alle Interventionen auf die Notwendigkeit, die Stimme der KMU in Europa zu stärken, die zwar 99,8 % aller EU-Unternehmen repräsentieren, 52 % des Mehrwerts ausmachen und 64,5 % der Arbeitsplätze schaffen, aber in der Politik allzu oft nicht die richtige Entsprechung für ihre Bedürfnisse finden.

Antonio Tajani bekräftigte die Notwendigkeit einer europäischen Industriepolitik, um mit den hohen Energiepreisen fertig zu werden, den Zugang zu Krediten zu erleichtern und den Gaspreis zu begrenzen. Maurizio Casasco, der am Nachmittag auch mit Botschafter Pietro Benassi, Ständiger Vertreter Italiens bei der EU, und Stefano Pisotti, Koordinator für Wirtschaftspolitik in der Vertretung, zusammengetroffen war, betonte, dass die europäische Agenda allzu oft nicht das erfülle, was der Mittelstand brauche.

„Angesichts der Tatsache“, so Casasco, „dass auch laut dem Bericht der Europäischen Kommission von 2022 90% der KMU in Innovation investiert haben und damit zeigen, dass sie die Vorteile des digitalen und ökologischen Wandels verstehen, können wir nicht weiter von Bürokratie erstickt werden, die nur aus Regeln, Gesetzen und immer neuen Grenzen besteht. Die aktuelle Rohstoffkrise, teurer Energie sowie der Krieg und die internationalen geopolitischen Rahmenbedingungen laufen Gefahr, die unternommenen Anstrengungen der letzten Jahre zunichte zu machen, und erfordern auch sofortige Antworten auf europäischer Ebene, um Ordnung zu schaffen, damit wir nicht zwischen den USA und China zermalmt werden, und dabei Märkte und Wettbewerbsfähigkeit verlieren“.

Der Abend war auch die Gelegenheit, den Europäischen Wirtschaftsverband der Ukraine und den Mittelstandsverband AMSP aus der Tschechischen Republik herzlich willkommen zu heißen, die jeweils mehr als 300.000 Unternehmen vertreten und damit den Aktionsradius des Europäischen Verbands auf 33 Länder auf dem europäischen Kontinent erweitern.

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