Impulse für Erfolg im afrikanischen Markt

Deutsche Mittelständler betreiben erfolgreich Geschäfte in Afrika und das bei wachsender Konkurrenz. Wir zeigen, wie das auch ihnen gelingen kann!

korb hansen

Mit der African Continental Free Trade Area, eine der größten Freihandelszonen der Welt, und einer erwarteten Verdoppelung der Produktionsleistung bis 2025 zählt Afrika zu den am schnellsten wachsenden Märkte der kommenden Jahre. Dem deutschen Mittelstand stehen trotz der Coronakrise zahlreiche Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung. Gesundheit, Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Internet und soziale Netzwerke, Ausbildung, aber auch traditionellere Bereiche wie die Lebensmittelverarbeitung bieten vielversprechende Investitionsmöglichkeiten.

Bei einer Bevölkerung von rund 1,34 Milliarden Menschen (Stand: 2020) verteilt auf 54 Länder, bietet der Kontinent jedem Investitionswilligen eine Chance seine Nische zu finden. Bevor sie aber direkt loslegen, empfehlen wir ihnen sich noch mit einigen grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen:

 

  • Wie sehen die lokalen Bedürfnisse aus?
  • Passt mein Produkt zum Zielmarkt?
  • Welche regionalen Besonderheiten gibt es zu beachten?
  • Ist das Land meiner Wahl politisch stabil?
  • Welche Ansprechpartner gibt es vor Ort? 

 

Etablierung einer Investitionsstrategie

Holen sie sich Unterstützung vor Ort, um die örtlichen Besonderheiten zu erfassen. Sei es ein lokales Unternehmen, eine internationale Organisation oder Verbände. Mit der Mittelstandsallianz Afrika bietet zum Beispiel der BVMW eine gezielte Beratung und, mit den BVMW Auslandsbüros, eine Begleitung vor Ort an – zwei Schultern stemmen mehr als eine. Dies wird ihnen den Zugang zu Netzwerken mit professionellen Kontakten, Vertriebsnetzen und Personalressourcen erleichtern. Machen sie sich zudem mit den kulturellen Gegebenheiten vertraut. Das soziale Gefüge afrikanischer Gesellschaften unterscheidet sich in Teilen erheblich von den europäischen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem interkulturellen Training, um sich und die eigenen Mitarbeitenden auf den Markteinstieg vorzubereiten und Missverständnissen vorzubeugen? Eine weitere Voraussetzung für eine nachhaltige Präsenz in den afrikanischen Märkten ist die Einbindung in nationale und regionale Entwicklungsprozesse. Wie das geht, zeigt folgend unser Best Practice, die Hansen Korbwaren GmbH. Darüber hinaus ist der Zugang zu Finanzmitteln eine Herausforderung für afrikanische KMU und für Unternehmen, die vor Ort tätig sein wollen. Auch hier kann ein Partner vor Ort behilflich sein. 

Ein Erfolgsbeispiel: Hanse Korbwaren GmbH

Das deutsche Familienunternehmen Hansen Korbwaren GmbH (BVMW-Mitglied) hat sich entschlossen, in den afrikanischen Markt einzutreten. Das Unternehmen hat jahrzehntelange Erfahrung im Aufbau von Flechtbetrieben. Der Markt ist vielversprechend, denn der Bedarf an Flechtwaren ist nach wie vor groß. Die Firma Hansen hat unter anderem in Togo und im Senegal Weidenorte angelegt und arbeitet mit lokalen Genossenschaften in den jeweiligen Dörfern zusammen.

Mit den Projekten in Afrika bietet das Unternehmen das Komplettpaket: Ausbildung, Marketing und Design. Um den Dorfbewohnern die Herstellung von exportfähigen Waren zu ermöglichen, hat Hansen ein Ausbildungssystem für die Länder in Afrika nach seinem eigenen Flechthandwerk im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen entwickelt. Die Firma Hansen schafft in Afrika mit fairer Entlohnung Arbeitsplätze, die außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors rar sind.

Deutsche Mittelständler betreiben erfolgreich Geschäfte in Afrika, trotz wachsender Konkurrenz auf dem Kontinent durch Wettbewerber aus anderen westlichen Industriestaaten und China. Die Herausforderungen und Risiken des Afrikageschäfts sind bei guter Vorbereitung inzwischen überwindbar.

Mit der African Continental Free Trade Area, der größten Freihandelszone der Welt, und einer erwarteten Verdoppelung der Produktionsleistung bis 2025 ist Afrika einer der am schnellsten wachsenden Märkte der nächsten Jahre. Dem deutschen Mittelstand stehen trotz der Coronakrise zahlreiche Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung. An vielversprechenden Branchen mangelt es auch in Krisenzeiten nicht: Gesundheit, Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Internet und soziale Netzwerke, Ausbildung, aber auch traditionellere Branchen wie die Lebensmittelverarbeitung. Der Kontinent besteht jedoch aus 54 Ländern mit völlig unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten und Hürden. Der Einstieg erfordert neben viel Vorbereitung die Fähigkeit, sich auf regionale Besonderheiten einzustellen, die Anpassung an lokale Bedürfnisse und vor allem die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu beantworten, zum Beispiel: Ist das Land, in dem ich investieren möchte, politisch stabil? Entspricht mein Produkt den Bedürfnissen des Zielmarktes?

Gut zu wissen

• Durch ein gebündeltes Beratungs- und Begleitungsangebot unterstützt die Mittelstandsallianz Afrika (MAA) deutsche Unternehmen, die auf dem afrikanischen Kontinent wirtschaftlich aktiv werden wollen. 

• Um potenzielle Märkte auf dem afrikanischen Kontinent zu identifizieren, bietet die MAA individuelle, maßgeschneiderte Dienstleistungen an Weitere Infos unter maa-bvmw.de


Autor: Mor Diop, BVMW Referent Außenwirtschaft
E-Mail: Mor.Diop@bvmw.de

 


 

eu africa summit

EU-African SME Summit 2021 | Live & Online | 21. - 22. Oktober 2021

Ein Fahrplan für den gemeinsamen Erfolg - das ist das Ziel des EU-African SME Summit 2021! Seien Sie dabei, vor Ort oder virtuell und gestalten Sie die Zukunft zweier Kontinente mit.

Wir laden Sie herzlich zum EU-African SME Summit am 21. und 22. Oktober 2021 ein. Ein ideales Forum, um mit hochrangigen afrikanischen und europäischen Wirtschafts- und Politikvertretern ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie Ihre Chance und treffen Sie afrikanische Unternehmer in separaten B2B Sessions.

Zu den Gästen zählen u.a.:

S.E. Macky Sall | Staatspräsident Senegal
S.E. Robert Dussey | Außenminister Togo
I.E. Amira Elfadil Mohammed | Kommissarin für Humanitäre Angelegenheiten der Afrikanischen Union