Hamburg

Nachdem sich Bund und Länder am Sonntag, den 22. März 2020 auf gemeinsame Maßnahmen zur Kontaktreduzierung geeinigt haben, hat Hamburg seine Allgemeinverfügung weiter verschärft.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) hat eine Hotline eingerichtet, über die sich Unternehmerinnen und Unternehmer persönlich informieren können. Dieses Angebot bezieht sich auf Fragen über mögliche staatliche Hilfsangebote. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zu erreichen unter: 040 428 41 1497 und 040 428 41 1648. Weitere Informationen für Unternehmen in Hamburg finden Sie hier.

Der Hamburger Schutzschirm für betroffene Unternehmen, Institutionen, Solo-Selbständige und KünstlerInnen wird weiter aufgespannt. Im Rahmen des Maßnahmenpakets des Hamburger Schutzschirmes soll die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg in Ergänzung der Fördermaßnahmen des Bundes und der KfW, eigene Unterstützungsmaßnahmen unter anderem in Form von Soforthilfen und Darlehen anbieten. Der Senat hat hierzu eine Ausweitung der Kreditermächtigung für die IFB um 400 Mio. Euro auf 860 Mio. Euro beschlossen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der entsprechenden Pressemitteilung oder im Infoblatt zum Hamburger Schutzschirm.

Die folgenden Unterstützungsmaßnahmen stehen UnternehmerInnen neben den Bundes- und Landesprogrammen zur Verfügung:

 

  • Betriebe und Unternehmen können im Bedarfsfall Kurzarbeit bei der zuständigen Agentur für Arbeit oder – wenn sie bereits einen Account für das Online Portal „meine eServices“ haben – online beantragen. Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier
  • Für unter Quarantäne gestellte ArbeitnehmerInnen muss der Arbeitgeber im Regelfall im Rahmen der Entgeltfortzahlung für maximal sechs Wochen in Vorleistung gehen. Die ausgezahlten Beträge werden den Arbeitgebern auf Antrag von der für die Anordnung der Quarantäne zuständigen Behörde ersetzt (und diesen dann vom Landesamt erstattet). Ab der siebten Woche wird die Entschädigung direkt an die Betroffenen gezahlt. Die Entschädigung entspricht der Höhe des gesetzlichen Krankengeldes. Informationen zum Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §§ 56 ff. Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten Sie hier. Zuständig ist das Gesundheitsamt Altona, eine Antrag wird derzeit erarbeitet.
  • Mit dem am 27. März 2020 verabschiedeten Sozialschutzpaket hat der Bund zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie u. a. einen erleichterten Zugang zu Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) beschlossen. Damit soll insbesondere den Menschen ein schneller Zugang zur Grundsicherung gewährt werden, die vorübergehend Einkommenseinbußen erfahren. Betroffen sind vor allem Einzelkaufleute, Kleinstunternehmen und alle Personen, die aufstockend zum Kurzarbeitergeld auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind bzw. die durch die Reduktion ihrer Arbeitszeit weniger Einkommen haben und dadurch bedürftig werden. Für diesen Personenkreis steht nun eine Telefonhotline unter 0800 4 5555 23 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier
  • Die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist möglich, bestätigt der GKV-Spitzenverband in einem öffentlichen Schreiben. Auf (formlosen) Antrag des Arbeitgebers können die bereits fällig gewordenen oder noch fällig werdenden Beiträge zunächst für März bis April 2020 gestundet werden. Zur Orientierung finden Sie hier einen Antragsvordruck der AOK Rheinland/ Hamburg. Der Antrag ist bei der jeweils zuständigen Krankenkasse zu stellen, diese entscheidet auch über die Bewilligung der Stundung. Weitere Informationen erhalten sie hier.

 

 

Unterstützung für Unternehmen

Zuständige Behörden: Hamburger Senat/ Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)

Art der Maßnahme: Hamburger Corona Soforthilfe (HCS). Soforthilfe, ergänzend zur Soforthilfe des Bundes, die bei kleinen Betrieben aufgestockt und um größere Betriebe erweitert wird.

Volumen: Direkte Zuschussmittel in einer Staffelung nach Zahl der Beschäftigte:

 

  • Solo-Selbstständige: 2.500 Euro (plus 9.000 Euro Bundesmittel)
  • 1-5 Mitarbeiter: 5.000 Euro (plus 9.000 Euro Bundesmittel)
  • 6-10 Mitarbeiter: 5.000 Euro (plus 15.000 Euro Bundesmittel)
  • 11-50 Mitarbeiter: 25.000 Euro
  • 51-250 Mitarbeiter: 30.000 Euro

 

Verlinkung/Zugang: Das Antragsverfahren funktioniert vollständig digital. Antragsteller können ihren Antrag online ausfüllen und absenden. Die notwendigen Nachweisdokumente können in der Webanwendung in elektronischer Form hochgeladen werden.
Den Link zum Online-Antrag finden Sie hier.

Hinweis: Bitte senden Sie Ihren Antrag nicht postalisch oder per Mail an die Hamburgische Investitions- und Förderbank. Diese werden nicht bearbeitet. Ausgedruckte Anträge können ebenfalls nicht verarbeitet werden. 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

Zuständige Behörden: Hamburgr Senat/ IFB

Art der Maßnahme: HamburgKredit-Liquidität (HKL)

Volumen: Kreditvolumen von je bis zu 250.000 Euro; bei Zins- und Tilgungsbedingungen soll der europarechtliche Rahmen maximal im Sinne der Kreditnehmenden ausgeschöpft werden.

Verlinkung/Zugang: Zielgerichtete Kredite für KMU

 

Zuständige Behörde: IFB

Art der Maßnahme: IFB-Förderkredit Sport, IFB-Förderkredit Kultur

Volumen: Kredite bis zu 150.000 Euro

Verlinkung/Zugang: Förderung und Kredite für Kulturinstitutionen und Sportvereine (einschließlich solcher mit gesondert organisisiertem Profibereich und Organisatoren von Sportveranstaltungen). Noch in dieser Woche sollen erste Anträge gestellt werden können. Daneben steht das bewährte Kredit- und Förderprogramm unserer Förderbank IFB im Zusammenwirken mit KfW und den Hausbanken zur Verfügung.

 

Zuständige Behörde: IFB Hamburg

Art der Maßnahmen: Überbrückung von Liquiditätsengpässen, die aufgrund von Umsatzausfällen von Unternehmen wegen des Coronavirus entstehen, durch darlehensbasierte Förderprogramme.

Landesbürgschaften, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen, als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern.

Volumen:

 

  • Förderprogramme für KMU und Freiberufler, die max. 5 Jahre am Markt sind: Darlehen bis zu 750.000 €
  • Förderprogramme für KMU und Freiberufler, die mind. 5 Jahre am Markt sind: über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 500.000 €

 

Verlinkung/Zugang: 

Mehr Informationen zu Förderprogrammen finden Sie hier.

Förderberatung der IFB Hamburg ist erreichbar unter der Tel. 040/248 46 533

Mehr Informationen zu den Landesbürgschaften finden Sie hier.

 

Zuständige Behörde: Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg (BG)

Art der Maßnahme: Bürgschaften für kleinere und Kleinstunternehmen

Volumen:

 

  • Der Bürgschaftshöchstbetrag wird von derzeit 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt.
  • Zur Beschleunigung der Verfahren soll die BG bis zur Höhe von 250.000 Euro Bürgschaftsvolumen im Rahmen der so genannten „echten Eigenkompetenz“ Bürgschaften vergeben können, sodass die BG innerhalb von 72 Stunden über die Übernahme allein entscheiden kann.
  • Betriebsmittelfinanzierungen sind auch bei bestehenden Unternehmen mit 80-prozentiger Rückverbürgung möglich (vorher bis zu 60 Prozent).
  • Die Obergrenze von 35 Prozent Betriebsmitteln am Gesamtobligo wird auf 50 Prozent erhöht.

 

Verlinkung/Zugang: Die Maßnahmen gelten ab sofort für alle Bürgschaftsneuanträge von Unternehmen, die bis zum 31.12.2019 wirtschaftlich gesund waren. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 31.12.2020 befristet. Informationen zur Antragsstellung finden Sie hier oder über die  Hotline der Bürgschaftsgemeinschaft: 040/611 700 100.

 

Zuständige Behörde: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Art der Maßnahme: Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe, stehen zur Deckung von kurzfristigem Liquiditätsbedarf bereits etablierte Förderinstrumente der KfW, wie der „ERP-Gründerkredit“ oder der „KfW-Unternehmerkredit“ zur Betriebsmittelfinanzierung, zur Verfügung.

Verlinkung/Zugang: Mehr Informationen finden Sie hier.

Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9000

 

Zuständige Behörde: Firmenhilfe (Beratungsstelle für Selbständige in Hamburg)

Art der Maßnahme: Die Firmenhilfe berät Selbständige (Freiberufler, Solo-Selbständige, und Kleinunternehmen mit bis zu fünf MitarbeiterInnen) insbesondere in Notsituationen unkompliziert und kostenlos.

Verlinkung/Zugang: Mehr Informationen zur Familienhilfe finden Sie hier. Telefonnummer: 040-43216949.

 

Zuständige Behörden: Finanzämter

Art der Maßnahmen: Unternehmen, die wegen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen. Hierfür soll der Kontakt zum jeweils zuständigen Finanzamt gesucht werden. Steuerliche Maßnahmen, die zur Entlastung beitragen, können sind:

 

  • Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag
  • Stundung fälliger Steuerzahlungen
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen

 

Verlinkung/Zugang: Eine Übersicht aller Hamburger Finanzämter finden Sie hier.

 

  • Antrag auf zinslose Stundung
  • Antrag auf Vollstreckungsaufschub
  • Antrag auf Herabsetzung von Vorauszahlungen zur Einkommen-/Körperschaftsteuer und zum Solidaritätszuschlag
  • Antrag auf Herabsetzung von Vorauszahlungen zur Gewerbesteuer oder auf Herabsetzung des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen

 


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