Schleswig-Holstein

Es wurde ein Erlass zum Verbot und zur Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen beschlossen; dieser gilt bis zum 19. April 2020.

Ebenfalls wurde die Einreise von Touristen nach Schleswig-Holstein gestoppt, dazu zählen auch die Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen.

Das Sonntagsfahrverbot für LKW wurde in Schleswig-Holstein ausgesetzt und die Sonn- und Feiertagsbeschäftigung von ArbeitnehmerInnen für den nächsten Monat genehmigt.

Die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen wurde bis zum 30.09.2020 ausgesetzt.

Es gibt eine gemeinsame Beratungsstelle der Förderinstitute, bei der Sie sich unter den folgenden Kontaktdaten informieren können:

 

 

Die folgenden Unterstützungsmaßnahmen stehen UnternehmerInnen neben den Bundes- und Landesprogrammen zur Verfügung:

 

  • Betriebe und Unternehmen können im Bedarfsfall Kurzarbeit bei der zuständigen Agentur für Arbeit oder – wenn sie bereits einen Account für das Online Portal „meine eServices“ haben – online beantragen. Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier
  • Für unter Quarantäne gestellte ArbeitnehmerInnen muss der Arbeitgeber im Regelfall im Rahmen der Entgeltfortzahlung für maximal sechs Wochen in Vorleistung gehen. Die ausgezahlten Beträge werden den Arbeitgebern auf Antrag von der für die Anordnung der Quarantäne zuständigen Behörde ersetzt (und diesen dann vom Landesamt erstattet). Ab der siebten Woche wird die Entschädigung direkt an die Betroffenen gezahlt. Die Entschädigung entspricht der Höhe des gesetzlichen Krankengeldes. Den Antrag für Schleswig-Holstein können Sie hier herunterladen. Weitere Informationen erhalten Sie beim Landesamt für Soziale Dienste, telefonisch unter 04621 806-0 sowie per E-Mail.
  • Mit dem am 27. März 2020 verabschiedeten Sozialschutzpaket hat der Bund zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie u. a. einen erleichterten Zugang zu Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) beschlossen. Damit soll insbesondere den Menschen ein schneller Zugang zur Grundsicherung gewährt werden, die vorübergehend Einkommenseinbußen erfahren. Betroffen sind vor allem Einzelkaufleute, Kleinstunternehmen und alle Personen, die aufstockend zum Kurzarbeitergeld auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind bzw. die durch die Reduktion ihrer Arbeitszeit weniger Einkommen haben und dadurch bedürftig werden. Für diesen Personenkreis steht nun eine Telefonhotline unter 0800 4 5555 23 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier
  • Die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist möglich, bestätigt der GKV-Spitzenverband in einem öffentlichen Schreiben. Auf (formlosen) Antrag des Arbeitgebers können die bereits fällig gewordenen oder noch fällig werdenden Beiträge zunächst für März bis April 2020 gestundet werden. Zur Orientierung finden Sie hier einen Antragsvordruck der AOK Nordwest. Der Antrag ist bei der jeweils zuständigen Krankenkasse zu stellen, diese entscheidet auch über die Bewilligung der Stundung. Weitere Informationen erhalten sie hier.

 

 

Unterstützung für Unternehmen

Wichtige Information: Die Landesregierung hat am 02. April 2020 angekündigt, ihr Nothilfepaket in der Corona-Krise ausweiten. Nun sollen auch mittelständische Unternehmen mit 11 bis 50 Mitarbeitern direkte Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro erhalten. Außerdem sollen Pflegekräfte eine steuerfreie Sonderzahlung von 1.500 Euro erhalten und Einrichtungen aus den Bereichen Bildung, Sport, Kultur und Soziales stärker unterstützt werden. Finanzministerin Monika Heinold erklärte, dass damit das Volumen des Hilfspakets von 500 auf 620 Millionen Euro wachse. Der Landtag muss der Aufstockung noch zustimmen.

 

Zuständige Behörde: Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)/ Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourimus

Art der Maßnahmen: Corona-Soforthilfe-Programm für kleine Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufen, die ihre Betriebstätte in Schleswig-Holstein haben, beim deutschen Finanzamt gemeldet sind und ihre Waren/ Dienstleistungen dauerhft am deutschen Markt bereits seit dem 30.11.2019 anbieten. Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbarer einmaliger Zuschuss zur Überwindung der existenzbedrohenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Corona-Pandemie hervorgerufen wurde.

Volumen: Statt dem ursprünglich maximal 10.000 Euro Einmal-Zuschuss für Kleinbetriebe gelten nach dem Bundesprogramm nun folgende Zuschusshöhen:

 

  • bis zu 9.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit bis zu fünf sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften
  • bis zu 15.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit über fünf bis zu zehn sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften

 

Verlinkung/Zugang: Weitere Informationen zu diesem Programm erhalten Sie hier

Den Antrag können Sie hier herunterladen. Wenn Ihr Antrag ausgefüllt und unterschrieben ist, übermitteln Sie Ihren Antrag mit dem erforderlichen Nachweis (eingescannter Antrag, Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung bzw. wenn dies nicht vorhanden ist eine Personalausweiskopie) online an die IB.SH.

Hier finden Sie eine Anleitung zum Ausfüllen des Online-Antrags. Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Förderprogramm erhalten Sie hier.

 

Zuständige Behörde: Investitionsbank Schleswig-Holstein

Art der Maßnahmen: Der IB.SH Mittelstandssicherungsfonds soll Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe unterstützen, die unmittelbar im Sinne der Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein vom 23.03.2020 durch staatliche Verordnung im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind.

Volumen:

 

  • Darlehen ab 15.000 Euro bis 750.000 Euro (max. 25 % vom Umsatz des Jahres 2019).
  • Zinssatz: Zinslos für die ersten fünf Jahre.
  • Laufzeit: Fünf Jahre mit anschließender optionaler Anschlussfinanzierung für weitere sieben Jahre (Gesamtlaufzeit zwölf Jahre).
  • Tilgungsfrei für zwei Jahre, anschließend monatliche Tilgung mit zehnjährigem Tilgungsprofil.
  • Ihre Hausbank muss sich mit einem zusätzlichen Darlehen in Höhe von 10 % (Basis Förderdarlehen der IB.SH) an der Finanzierung mit mind. gleicher Laufzeit, zwei tilgungsfreien Jahren und zehnjährigem Tilgungsprofil beteiligen. Bei Darlehensbeträgen bis 50.000 Euro kann die Beteiligung auch durch die Bereitstellung von kurzfristigen Betriebsmittelkrediten erfolgen. Das Darlehen der Hausbank kann besichert werden und ist marktüblich zu verzinsen.

 

Verlinkung/Zugang: Die Antragstellung erfolgt nur über Ihre Hausbank an die IB.SH. Den Antrag sendet Ihre Hausbank an die zentrale E-Mail-Adresse mittelstandssicherungsfonds[at]ib-sh.deVon Unternehmen direkt bei der IB.SH eingereichte Anträge können leider nicht bearbeitet werden und werden daher unmittelbar an Sie zurückgeschickt. Weitere Informationen erhalten Sie hier sowie telefonisch unter 0431 9905-63365 und per Mail.

 

Zuständige Behörde: Investitionsbank Schleswig-Holstein/ Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein/ MBG Schleswig-Holstein

Art der Maßnahmen: SH-Finanzierungsinitiative: Ein Vorhaben wird zentral durch einen Finanzierungskoordinator geprüft und die IB.SH, MBG oder Bürgschaftsbank eingeschaltet, um eine optimale Finanzierung mit den Angeboten der Förderinstitute zu strukturieren. Die Hausbanken der Unternehmen sollten sich i.d.R. ebenfalls an der Finanzierung beteiligen.

Volumen:

 

  • keine Finanzierungsuntergrenze
  • bis zu 2 Mio. Euro Fördervolumen
  • bis 750.000 Euro erfolgt die Antragsprüfung im Expressverfahren (Entscheidung innerhalb von fünf Bankarbeitstagen)

 

Verlinkung/Zugang: Hausbanken und Unternehmen stellen formlose Anfrage (per E-Mail oder telefonisch) an die Finanzierungskoordinatoren der SH-Finanzierungsinitiative, Herrn Wilkniß oder Herrn Voigt (Kontakt siehe oben).

Sofern die Antragsteller über bestehende Kontakte in die Förderinstitute verfügen, können Sie sich selbstverständlich auch an ihre vertrauten Partner in den drei Häusern wenden.

Zusatz:

Erforderliche (Mindest-) Unterlagen:

 

  • Beschreibung des Finanzierungsbedarfs und des Geschäftsmodells des Unternehmens
  • Wirtschaftliche Verhältnisse
    • Jahresabschlüsse der letzten zwei Jahre
    • Selbstauskunft und ggf. Schufa-Auskunft der Gesellschafter bei persönlicher Haftung
    • Aktuelle Zwischenzahlen / BWA (nicht älter als 3 Monate)
    • Planzahlen (Rentabilität mind. 2020 und zwei weitere Jahre / monatliche Liquidität für 2020 und ein weiteresJahr)
    • Kapitaldienstfähigkeit / Berechnung-Aktueller Kreditbeschluss der Hausbank (inkl. Kredit-und Sicherheitenaufstellung/-bewertung sowie Ratinginformationen)
  • Unterlagen zu Gesellschaftsverhältnisse (z.B. Organigramm)

 

Die SH-Finanzierungsinitiative ist zunächst bis zum 31.12.2020 befristet.

 

Zuständige Behörde: Investitionsbank Schleswig-Holstein

Art der Maßnahmen: IB.SH Mittelstandskredit, Darlehen

Volumen: 25.000 Euro bis 250.000 Euro je Vorhaben (auch als Finanzierungsbaustein möglich), bei einer Laufzeit von 2-12 Jahren und fester Zinsbindung; die tilgungsfreie Zeit beträgt bis zu 2 Jahre.

Verlinkung/Zugang: Über die zentralen Kontaktdaten der Förderlotsen können Sie sich telefonisch unter 0431 9905 63365 und per Mail (foerderlotse@ib-sh.de) informieren lassen.

Aufgrund der möglichen weiteren Auswirkungen des Coronavirus stellen Sie Ihre Anträge an die Investitionsbank vorerst bitte ausschließlich elektronisch. Senden Sie dazu bitte die Antragsunterlagen (mit eingescannter Unterschrift) nebst Anhängen an Mittelstandskredit@ib-sh.de.

 

Zuständige Behörde: Finanzämter

Art der Maßnahme:

 

  • Antrag auf Stundung
  • Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer bzw. Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrags für Zwecke der Vorauszahlungen
  • Antrag auf Vollstreckungsaufschub

 

Verlinkung/Zugang: Unmittelbar und erheblich betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern, sowie auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- Körperschaftsteuer stellen. Den entsprechenden Antrag auf Steuererleichterungen finden Sie hier

Zusatz: Für etwaige Stundungs- und Erlassanträge für Gewerbesteuer gilt, dass diese an die Gemeinden und nur dann an das zuständige Finanzamt zu richten sind, wenn die Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer nicht den Gemeinden übertragen worden ist.

 


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