Welche Unterstützung gibt es für Unternehmen?

Das Coronavirus wird sich nicht nur negativ auf die ohnehin schon angeschlagene Konjunktur in Deutschland auswirken. Vor allem KMU haben mit den Folgen zu kämpfen. Aber welche Corona-Hilfen können Unternehmen in Anspruch nehmen? Der BVMW hat für Sie eine Übersicht der Maßnahmen und Förderinstrumente zusammengestellt.

Corona-Hilfen: Förderinstrumente auf einen Blick
 

 

 

Alle Entwicklungen auf einen Blick:
 

 

 

 

Welche Corona-Hilfen gibt es für kleine und mittlere Unternehmen?

Das BMWK hat ein FAQ mit allen Informationen zur Novemberhilfe, Dezemberhilfe, Überbrückungshilfe, den Angeboten der KfW und viele weitere Informationen zusammengetragen. Hier sind alle Informationen gebündelt, die für kleine und mittlere Unternehmen wichtig sind.

 

 


 

Zur weiteren Bekämpfung der Corona-Folgen und Stärkung der Binnennachfrage sollen folgende steuerliche Maßnahmen mit dem Vierten Corona-Steuerhilfegesetz umgesetzt werden:

 

  • die steuerliche Förderung der steuerfreien Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld wird um sechs Monate bis Ende Juni 2022 verlängert
  • die bestehende Regelung zur Homeoffice-Pauschale wird um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2022 verlängert
  • die steuerliche Förderung der steuerfreien Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld wird um sechs Monate bis Ende Juni 2022 verlängert
  • die bestehende Regelung zur Homeoffice-Pauschale wird um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2022 verlängert
  • die erweiterte Verlustverrechnung wird bis Ende 2023 verlängert; für 2022 und 2023 wird der Höchstbetrag beim Verlustrücktrag auf 10 Mio. Euro bzw. auf 20 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung angehoben; der Verlustrücktrag wird darüber hinaus ab 2022 dauerhaft auf zwei Jahre ausgeweitet und erfolgt in die unmittelbar vorangegangenen beiden Jahre

 

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

 


 

 


 

November- & Dezemberhilfe

Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens wurden Schließungsmaßnahmen beschlossen, um die Infektionswelle zu brechen und die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle zu bringen. Die außerordentlichen Wirtschaftshilfen für die Monate November und Dezember sollen eine zentrale Unterstützung für diejenigen darstellen, die von den Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link. Hier finden Sie ein Q&A mit Dr. Sebastian Krauss.

 


 

Überbrückungshilfe II & III & III Plus

Die Überbrückungshilfen des Bundes sollen den Unternehmen dabei helfen, Liquiditätsengpässe zu überbrücken und fehlende Umsätze auszugleichen. Im Rahmen der Überbrückungshilfe III wurden erneut Anpassungen vorgenommen, um Schwachstellen und Probleme der Überbrückungshilfe II zu beseitigen. Weitere Informationen zu den Überbrückungshilfen finden Sie unter folgenden Links:

 

 


 

Überbrückungshilfe III Plus

Am 31. Dezember 2021 endet die Frist zur Antragstellung auf Überbrückungshilfe III Plus. Bis dahin können förderungsberechtigte Unternehmen Fixkostenerstattungen und Eigenkapitalzuschüsse für den Zeitraum Juli 2021 bis März 2022 beantragen. Neu ist eine zusätzliche Unterstützung für Unternehmen, die Arbeitnehmer aus der Kurzarbeit zurückgeholt oder neu eingestellt haben.

Neu: Wenn aufgrund von angeordneten Corona-Zutrittsbeschränkungen (2G, 2G plus oder 3G) oder vergleichbaren Maßnahmen (Verbot touristischer Übernachtungen, Sperrstundenregelungen) die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich ist, ist bei freiwilligen Schließungen oder Einschränkungen des Geschäftsbetriebs eine Anerkennung des resultierenden Umsatzeinbruchs als Corona-bedingt möglich. 

Ob Unwirtschaftlichkeit vorliegt, prüft der Prüfende Dritte. Sind die Antragsvoraussetzungen erfüllt, kann die Überbrückungshilfe auch hier gewährt werden. Die Regelung gilt für den Zeitraum 01.11. – 31.12.2021.

Wer ist förderungsberechtigt?

Förderungsberechtigt sind Unternehmen mit mindestens einem Beschäftigten sowie Soloselbständige und Freiberufler, die ihre Tätigkeit im Haupterwerb ausüben. Auch Start-Ups, die vor dem 31. Oktober 2020 gegründet wurden, sind antragsberechtigt. Neu sind spezielle Förderregularien, die sich an vom Hochwasser im Juli 2021 betroffene Unternehmen mit Corona-bedingten Umsatzrückgängen richten.

Wie hoch ist die Förderung?

Für die Berechnung der Förderhöhe sind die Umsätze Juli 2021 bis März 2022 mit den monatlichen Referenzumsätzen aus 2019 zu vergleichen. Kleine und Kleinstunternehmen können zum Vergleich auf den durchschnittlichen Umsatz 2019 abstellen. Eine Förderung wird nur für diejenigen Monate gewährt, in denen sich ein mindestens 30 prozentiger Corona-bedingter Umsatzrückganz eingestellt hat. Saisonale oder dem Geschäftsmodell inhärente Umsatzschwankungen werden ausdrücklich nicht gefördert.

Analog zur Überbrückungshilfe III ist die Höhe der Förderung vom monatlichen Umsatzrückgang abhängig. Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von mindestens 30 aber weniger als 50 Prozent erhalten 40 Prozent der förderungsfähigen Fixkosten des jeweiligen Monats erstattet. Beträgt der Umsatzrückgang mindestens 50 und maximal 70 Prozent werden 60 Prozent und bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden sogar 100 Prozent erstattet. Zusätzlich – und ebenfalls analog zur Überbrückungshilfe III – wird die Überbrückungshilfe III Plus durch den Eigenkapitalzuschuss flankiert. Der Eigenkapitalzuschuss wird gewährt, sofern der Umsatzrückgang im Zeitraum November 2020 bis Dezember 2021 in mindestens drei Monaten 50 Prozent oder mehr beträgt.

Neu ist, dass alternativ zu der pauschalen Förderung der Personalkosten, eine Restart-Prämie gewährt wird. Die Restart-Prämie berechnet sich aus der Differenz der jeweiligen Personalkosten für den Monat Juli, August und September im Vergleich zum Monat Mai 2021. Für den Monat Juli werden 60 Prozent, für den Monat August 40 Prozent und für den Monat September immerhin noch 20 Prozent der Differenz als Zuschuss ausbezahlt.

Mehr Informationen finden Sie unter: ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 


 

Überbrückungshilfe IV

Für Unternehmen wird das bewährte und aktuell geltende Instrument der Überbrückungshilfe III Plus als Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt. Ebenso wird die aktuell geltende Neustarthilfe Plus für Selbständige für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt. Für Weihnachtsmärkte, die aktuell besonders betroffen sind, werden erweiterte Möglichkeiten im Rahmen der neuen Überbrückungshilfe IV zur Verfügung gestellt.

Unternehmen müssen weiterhin einen Umsatzrückgang von mindestens 30 % im Vergleich zum Referenzmonat 2019 nachweisen und bekommen umfassend ihre Betriebskosten erstattet. Auf Empfehlung des Bundesrechnungshofs erhalten Unternehmen in der Überbrückungshilfe IV bei Umsatzausfällen ab 70 % aber nur noch bis zu 90 % der Fixkosten erstattet. In der Überbrückungshilfe III Plus bleibt es bei einer Erstattung von 100 % für diese Unternehmen.

Auch die Neustarthilfe für Selbständige wird bis Ende März 2022 verlängert. Soloselbständige können hier weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten, insgesamt für den verlängerten Förderzeitraum also bis zu 4.500 Euro.

Darüber hinaus wird der beihilferechtliche Spielraum vollständig ausgenutzt, den die Europäische Kommission mit dem neuen Temporary Framework vom 18. November 2021 gewährt. Das heisst konkret, dass die Höchstgrenzen der Förderung um 2,5 Mio. Euro angehoben werden.

Alle weiteren Informationen zur Verlängerung der Überbrückungshilfen erfahren Sie in der Pressemitteilung des BMWi unter folgendem Link.

 


 

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Der WSF dient der Stabilisierung der Wirtschaft in Folge der Corona-Pandemie in Form von finanziellen Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen. Weitere Informationen zum WSF sowie zur Antragsstellung finden Sie hier: Links WSF

 


 

Förderdatenbank

Die Förderdatenbank des Bundes soll einen Überblick über alle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union bieten. Das aktuelle Förderangebot finden Sie unter dem folgenden Link: Förderdatenbank