Explodierende Energiekosten? So erhalten Sie Zuschüsse!

Vor allem energieintensive Branchen leiden unter den gestiegenen Preisen der Energiemärkte. Zur Unterstützung dieser Unternehmen hat die Bundesregierung ein Programm an den Start gebracht – Anträge können noch bis zum 31. August eingereicht werden.

Die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine werden hierzulande immer deutlicher spürbar. Besonders die steigenden Strom- und Energiepreise belasten sowohl private Haushalte als auch Unternehmen. Für Unternehmen aus energieintensiven Sektoren sind die Kostensteigerungen oft kaum noch zu stemmen. Die Bundesregierung will nun Abhilfe schaffen – seit dem 15. Juni sind über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Anträge für das Energiekostendämpfungsprogramm möglich. Mit einem Fördervolumen von insgesamt 5 Mrd. Euro steht damit ein zeitlich befristetes Zuschussprogramm zur Verfügung. Zuschüsse können für den Zeitraum Februar bis September 2022 beantragt werden und umfassen Unterstützungszahlungen zu den Kosten für Erdgas und Strom. Ausgezahlt werden die Zuschüsse in drei Förderstufen, wobei eine Förderung bis zu einem Maximalbetrag von 50 Millionen Euro möglich ist. Die einzelnen Stufen des Programms unterscheiden sich v.a. hinsichtlich der Wirtschaftsbranche des Unternehmens, der Zuschussquote, den Maximalbeträgen und einem möglichen Betriebsverlust.

Auch die Höhe der von dem Gesetz aufzufangenden Zuschussquote richtet sich nach der Einstufung des Betriebes auf dem Förderplan und kann zwischen 20 % bis zu 70 % der durch die Energiekosten verursachten Einbußen betragen. Die Antragstellung erfolgt digital über ein eigens eingerichtetes Portal (https://elan1.bafa.bund.de/bafa-portal/seu). Besonders wichtig bleibt die Einhaltung der materiellen Ausschlussfristen, denn die Antragstellung für die erste Programmphase ist nur in einem sehr engen zeitlichen Korridor möglich:

 

  • Anträge für die erste Phase können bis zum 31.08.2022 eingereicht werden. Bis dahin haben die Betriebe Zeit, sich auf dem Portal zu registrieren und ihre Angaben und Anträge einzureichen. Im Anschluss der erfolgten Prüfung der Unterlagen durch die BAFA erfolgt ein Vorschuss von 80 % des Gesamtförderungsbeitrages.
  • Für die zweite Phase, die am 28.02.2023 endet, müssen weitere Unterlagen vorgelegt werden, woraufhin die Schlussabrechnung und die vollständige Auszahlung des Zuschusses erfolgen.
  • Phase 3 des Antragsverfahrens bezieht sich ausschließlich auf Zuschüsse, die nach den Förderstufen 2 und 3 bewilligt wurden und läuft bis zum 29.02.2024. In dieser Phase werden bis dahin fehlende Unterlagen geprüft und es können im Zuge der Schlussabrechnung aus Phase 2 gegebenenfalls Rückforderungen gezahlter Zuschüsse erfolgen.

 

Alle relevanten Informationen zum Förderprogramm und zu den Antragsbedingungen finden Sie auf der Webseite der BAFA.

 


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