Wie sich Arbeitgeber auf den Corona-Herbst vorbereiten können

Viele europäische Länder haben die Pandemie für beendet erklärt und wollen künftig „mit dem Virus leben“. In Deutschland wurden indes neue Corona-Regeln beschlossen. Auch der betriebliche Infektionsschutz gewinnt dabei wieder an Bedeutung.

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Die Sommerwelle klingt langsam ab und bot dabei aufgrund der Saisonalität des Virus einen Vorgeschmack darauf, wie das Infektionsgeschehen sich im Herbst darstellen wird. Aktuell dominiert die hochinfektiöse Omikron Variante BA.5, welche im Allgemeinen milde Verläufe nach sich zieht. Zu erwarten sind ab Herbst wieder steigende Infektionszahlen, wenn Veranstaltungen sowie das öffentliche Leben bei sinkenden Temperaturen vermehrt in Innenräumen stattfinden. Wie hoch die Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder ansteigen, hängt entscheidend davon ab, welche Virusvariante vorherrschen wird. Der Corona-Sachverständigenrat der Bundesregierung hat drei mögliche Szenarien skizziert, wie sich das Infektionsgeschehen im Herbst darstellen könnte:

  1. Günstiges Szenario: Es bleibt bei den aktuellen Virusvarianten.
  2. Basisszenario: Es gibt eine Immunflucht-Variante mit der gleichen Krankheitsschwere wie Omikron BA.5.
  3. Ungünstiges Szenario: Es gibt eine Immunflucht-Variante mit erhöhter Krankheitsschwere.

Das neu vorgestellte Infektionsschutzgesetz und die Corona-Arbeitsschutzverordnung nehmen Arbeitgeber wieder stärker in die Verantwortung, indem beispielsweise eine Homeoffice-Pflicht diskutiert wird. Um Ihnen die betrieblichen Vorbereitungen auf den Herbst zu erleichtern, haben wir eine Checkliste erarbeitet, welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen zusammenfasst, die sich in den letzten Infektionswellen bewährt haben. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen unter anderem:

Masken- und Testpflicht

 

  • Abseits vom Arbeitsplatz FFP2-Maske tragen
  • Unternehmensinterne Corona-Schnelltests vorrätig halten
  • Zutritt für Gäste nur mit tagesaktuellem Corona-Test

 

Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln, Hygieneempfehlungen

 

  • Abstandsregeln von 1,5 Meter einhalten
  • Büroräume regelmäßig mit Frischluft versorgen
  • Arbeiten in festen und kleinen Teams
  • Arbeitszeiten ausweiten, beispielsweise auf Wochenendtage
  • Dienstreisen auf virtuelle Meetings umstellen

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Um dem Arbeitsausfall von vielen Beschäftigten vorzubeugen, die Belastungssituation in der kritischen Infrastruktur und einen weiteren Lockdown unter allen Umständen zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die Corona-Maßnahmen im Unternehmen rechtzeitig zu kommunizieren und die Mitarbeitenden auch hinsichtlich der Effektivität dieser Maßnahmen zu schulen. Einige Maßnahmen, wie das Tragen einer FFP2-Maske, können nur bei richtiger Anwendung ihren vollen Schutz gegen eine Virustransmission bei entfalten.

 

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