Infrastruktur

Verkehrswege und Verkehrsmittel werden sich in den nächsten Jahren massiv ändern, dabei sind selbstfahrende Autos und batteriebetriebene Antriebssysteme nur zwei Vorboten des neuen Zeitalters. Intelligente Netze, IT-gestützte Leitsysteme oder „selbstheilender“ Asphalt stehen vor dem Hintergrund abnehmender Landbevölkerung bei gleichzeitig zunehmender Verstädterung – die Herausforderungen sind groß.

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1. Arten von Infrastrukturen

Unsere moderne Lebens- und Arbeitswelt hängt in außergewöhnlich hohem Maße von ihren infrastrukturellen Rahmenbedingungen ab. Daher ist es sinnvoll, sich die Konsequenzen dieser Einsicht ein wenig näher anzusehen. Von was genau sind wir so abhängig? Infrastruktur steht für einen komplexen Bereich von Einrichtungen, die entweder öffentlich oder auch privat volkswirtschaftliche Arbeitsbedingungen schaffen. Der Begriff beinhaltet:

 

 

 

Die Infrastruktur ist der fundamentale Unterbau, der materiell und institutionell das Funktionieren der Gesellschaft gewährleistet. Je nach Ausbau und Organisationsgrad ermöglicht oder verhindert, begünstigt oder benachteiligt er dies.

Die Verkehrs-Infrastruktur beinhaltet sämtliche öffentliche Transportkapazitäten und Transportmöglichkeiten: alles von Schiffen über Bahn-, zum Luft- und alltäglichen Straßenverkehr. Eine optimale Verkehrsanbindung ist gerade für diejenigen mittelständischen Unternehmen eklatant wichtig, die auf Zulieferung und Transport angewiesen sind. Eine verkehrsgünstige Lage ist unabdingbar, um nicht bei langen Fahrten in den Speckgürtel unnötig Zeit und Geld zu verlieren. Zugänge zu Autobahnauffahrten, Bahnhöfen oder Flughäfen verbinden Wirtschaftsräume und ein eng getakteter öffentlicher Nahverkehr sorgt für attraktive infrastrukturelle Bedingungen für vielumworbene Fachkräfte. Entsprechend hoch sollten Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur der öffentlichen Hand ausfallen. Ein plakatives Beispiel ist die Optimierung von Ampelanlagen. Diese auf den neusten Stand zu bringen und mit smarter Digital-Technologie aufeinander abzustimmen sorgt nicht nur für schnellere Fortbewegung, sondern schont auch die Umwelt durch effizienteres Fahren auf der grünen Welle.

Technische Infrastruktur fasst sowohl die Versorgung mit Strom, Gas, Fernwärme oder auch Tankstellen, aber auch den Informationsaustausch über Internet, Telefonnetze, Mobil- und Rundfunk und den Postweg zusammen. Hinzu kommen die stoffliche Ver- und Entsorgung wie Wasserversorgung und Abwasser. Eine eingeschränkte Funktion der Strukturen würde die wirtschaftliche Güterproduktion und das Anbieten von Dienstleistungen empfindlich beeinträchtigen. Gut zu wissen: BVMW-Mitglieder beziehen - aufgrund von Volumenrabatten - Strom und Gas deutlich günstiger. Jetzt Mitglied werden!

Das Bildungssystem und seine Einrichtungen, Bibliotheken, Schulen, Universitäten sowie Forschungseinrichtungen bilden die Soziale Infrastruktur. Auch das Gesundheitssystem und kulturelle Einrichtungen wie etwa Museen, sowie soziale Sicherheit und Versicherung oder auch Sportanlagen gehören mit in diese Kategorie. Das Humankapital, aufgewertet durch diese Bausteine, zählt ebenfalls mit hinein. Forschungsinfrastrukturen sind speziell für die Forschung bereitgestellte Kapazitäten und Einrichtungen, wie bspw. Laboratorien. Finanz-Banken-, Steuer- und Währungssystem zählen zur finanziellen Infrastruktur.

Infrastrukturen sind auf dauerhafte Nutzung ausgelegt. In ihrem Zusammenhang spielen zumeist hohe Investitionen eine Rolle, sowie technische Rahmenbedingungen und vermuteter Bedarf. Effekte dieser Strukturen gehen dabei weit über sie hinaus und bedingen sich teilweise gegenseitig. Für ihre Nutzung können regulierte Kosten anfallen, da es sich allerdings im weitesten Sinne hauptsächlich um öffentliche Güter handelt, die auch immaterielle Bereiche wie Wissen und Daten umfassen, sollten sie auch jedermann öffentlich zugänglich sein. Viele Kreisläufe bedingen sich wechselseitig: kaum jemand macht es sich bewusst, dass auch das Internet auf den Stromkreis und damit auf fossile Energien angewiesen ist und nicht automatisch aus sich heraus bestehen kann.

2. Instandhaltung und Ausbau

Diese Abhängigkeit erfordert eine konstante Versorgung. Zusätzlich haben sich die Anforderungen an Infrastrukturen in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Zur geforderten Bereitstellung gesellt sich zunehmend auch der Wunsch nach gesteigerter Effizienz und höherer Widerstandsfähigkeit. Bedürfnisse der Öffentlichkeit müssen stärker beachtet und Infrastrukturen entsprechend der steigenden Anforderungen angepasst werden.

Infrastrukturen werden zumeist nur in Momenten ihrer eingeschränkten Funktion bewusst wahrgenommen. Wir verlassen uns auf hochkomplexe, für den Normalbürger undurchschaubare Strukturen und nehmen sie als Selbstverständlichkeit wahr. Dabei ist es unerlässlich, Vorkehrungen zu treffen, um Ausfälle selbst kleineren Ausmaßes zu vermeiden. Straßen und Brücken werden konstant befahren bzw. belastet und müssten folgerichtig permanent instandgehalten werden – eine utopische Vorstellung bei aktuell mehreren Milliarden Euro Investitionsstau und steigendem Verkehrsaufkommen. Auch der eher schleppend erfolgende Breitbandausbau verdient vor dem Hintergrund nicht vernetzter Landstriche bei politischen Entscheidern eine deutlich höhere Aufmerksamkeit. Überdies sind Gemeinden finanziell völlig unterschiedlich aufgestellt, was einem gleichmäßigen Ausbau kommunaler Infrastrukturen kaum in die Hand spielen dürfte. Die Verantwortung für den öffentlichen und unternehmerischen Bedarf an infrastrukturellen Ressourcen  darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Insbesondere für den Mittelstand und mittelständische Unternehmer ist es unerlässlich, im Boden befindliche Kabel, Leitungen und Rohre regelmäßig zu warten und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, um ein einwandfreies Funktionieren zu gewährleisten. Der Staat, und zunehmend auch private Firmen im Auftrag des Staates, sind daher nicht nur in der Pflicht, Erstellung und Instandhaltung ernst zu nehmen, sondern auch technische Errungenschaften wie bspw. Glasfasertechnologien oder moderne Anwendungen der Künstlichen Intelligenz möglichst flächendeckend einzuführen.

Neueste Technik, die Informationsübertragung in bisher ungewohnter Geschwindigkeit von bis zu mehreren Terrabit pro Sekunde zulässt, werden zukünftig zur Norm und sorgen für Standortvorteile im internationalen Wettbewerb. Dabei reicht es bei Weitem nicht aus, allein die Internetanschlüsse bei Privatpersonen und Firmen zu betrachten. Vorne mit dabei zu sein bedeutet, ein leistungsfähiges Netz für steigende Anforderungen zur Verfügung zu stellen.

Infrastruktur muss immer auf dem neuesten Stand der Technik gehalten und zukunftsfähig gemacht werden. Industrielle Zentren müssen an bestehende Netze angebunden werden, Energiequellen erschlossen, Windparks gebaut und Antivirensoftware fortwährend auf neue Bedrohungen angepasst werden. Wasser- und Energieversorgung wie auch Verkehrswege  wachsender Städte müssen sinnvoll geplant und konstant erweitert werden. Auch zentrale Verkehrs-Umschlagsplätze gehören dazu: Flughäfen, Terminals, Bahnhöfe und Autobahnknotenpunkte müssen zunehmenden Verkehrsaufkommen standhalten. Schnell wird deutlich: Wirtschaftliches und infrastrukturelles Wachstum bedingen sich wechselweise. Mobilität bedingt nicht nur Freiheit und Lebensqualität, sondern ebenfalls die Chance auf neue Absatzmärkte und den notwendigen Unterbau für die rapide steigende Flexibilität von Arbeitnehmern.

Funktionierende komplexe Infrastrukturen sind inhärenter Bestandteil modernen Lebens und beinhalten ohne Zweifel die Gefahr einer allgegenwärtigen Bedrohung. Dementsprechend sollten dem  Schutz vor Hackern und Cyber-Angriffen wie auch dem persönlichen und geschäftlichen Datenschutz ein entsprechend hoher Stellenwert zugesprochen werden. Private Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zu ermöglichen bietet eine zusätzliche Chance, entsprechende Strukturen auch in Zukunft zu schaffen. Die Digitalisierung hilft auf vielfältige Weise bei Abstimmung und Optimierung von sichereren, schnelleren und ressourcenschonenderen Prozessen und Funktionen sowie einer zielgerichteteren Verarbeitung von Informationen.

Bei abnehmender Landbevölkerung und gleichzeitig zunehmender Verstädterung stehen wir zugegebenermaßen vor großen Hürden, jemals eine gleichmäßig ausgebaute Infrastruktur zu erreichen. Digital unterversorgte, unter geringen Datenübertragungsgeschwindigkeiten leidende ländliche Gebiete dürfen keinesfalls vergessen werden, denn oftmals haben gerade in abgelegenen Gegenden mittelständische Marktführer ihren Stammsitz. Dass sie sich am Markt dennoch oft genug ganz vorne positionieren können, liegt folglich an der Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie an dem vorhandenen Know-how.

3. Zukunft im Zeitalter der Informationen

Vieles muss noch getan werden, um die digitale Infrastruktur so aufzustellen, dass der deutsche Mittelstand weiterhin sehr gute Arbeit leisten kann. Konstantes Instandhalten und Ausbauen sind die zwei Schlüsselbedingungen, die zukunftsfähige Fakten für kommende Generationen schaffen. Glasfaser als flächendeckendes und lückenloses Medium der Informationsübertragung wäre wichtig und richtig. Sicherlich sind dazu nachhaltige Finanzierungskonzepte notwendig, allerdings wäre das langfristige Festhalten am Kupferkabel unter Umständen kostenintensiver.

Zukunftsmusik sind ebenfalls intelligente Systemlösungen mit digitaler Steuerungstechnik, intelligente Netze, IT-gestützte Leitsysteme oder selbstheilender Asphalt. Über die Chancen der Technik hinaus bieten diese Bereiche auch viele neue Geschäftsoptionen für mittelständische Unternehmen.

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