Go-digital

 

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierte Förderprogramm Go-digital bezuschusst die Beratung und Umsetzung digitaler Markterschließung in Höhe von maximal 50 Prozent, beziehungsweise höchstens 16.500 €. Eine Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung ist zwingend nachzuweisen. Go-digital besteht aus insgesamt drei unterschiedlichen Modulen:

• Digitalisierte Geschäftsprozesse
• Digitale Markterschließung
• IT-Sicherheit

Unternehmensberatungen und Angehörige der freien Berufe sind von den Go-digital Fördertöpfen ausgeschlossen.

Das Programm selbst läuft noch bis mindestens Ende 2021.


Wer wird gefördert?

  • Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern und einer maximalen Bilanzsumme von 20 Millionen €
  • Sitz oder eine Niederlassung in Deutschland

Was wird gefördert?

  • Die drei Module fördern die digitale Markterschließung von kleinen Unternehmen. Darunter fällt:
    • Web-Relaunch
    • Entwicklung einer neuen Internetseite
    • Entwicklung einer Online-Marketing-Strategie
    • Content Marketing für die neue Internetseite
    • Verbindung der Internetseite mit Social Medial Tools
    • Suchmaschinen-Optimierung
    • Online-Marketing
    • Shop-Entwicklung
    • Digitalisierung von Verwaltungsprozessen
    • Digitalisierung von Produktionsprozessen
    • Digitalisierung von Service-Angeboten (z.B. Kunden-Apps)

Vorteile des Programms

  • vergleichsweise einfache Antragstellung
  • relative schnelle und unkomplizierte Genehmigung des Antrags. Durchschnittlich dauert dies zwischen sechs und acht Wochen
  • ein breites Spektrum von digitalen Themengebieten wird abgedeckt
  • neben der reinen Beratung wird explizit auch die konkrete Umsetzung des Projekts gefördert
  • die Förderung kann (12 Monate nach Beendigung) auch mehrfach pro Unternehmen abgerufen werden
  • Im Gegensatz zu regionalen Förderprogrammen, ist die mögliche Förderhöhe in Form eines Zuschusses von bis zu 50 % bei bis zu 30 Beratertagen a 1.110 € pro Tag, außerordentlich großzügig

Kritikpunkte

  • Bei jedem Projekt sind zwei Pflichtberatungstage zum Thema IT-Sicherheit erforderlich. Hier können Risiko- und Sicherheitsanalysen erstellt und initiiert oder die Optimierung der betrieblichen IT-Sicherheitsmanagementsystem vorgenommen werden
  • Das förderberechtigte Unternehmen muss mindestens eine BWA, GuV oder Bilanz und einen Mindestumsatz von 100.000 € vorweisen können. Für Start-Ups unter einem Jahr Existenz ist das Förderprogramm eher ungeeignet
  • Nach Projektende ist ein umfangreiches Verwendungsnachweisformular auszufüllen und wiederum Nachweise (z.B. über Zahlungen an den Berater u.a.) beizubringen. Um alle Formalitäten, die Antragsstellung und den Abschlussbericht kümmert sich aber der Berater
  • Die Dokumentation der Leistungserbringung hat spätestens vier Wochen nach Abschluss des Projekts auf einem Formblatt des Projektträgers, mit sämtlichen Nachweisen und einem Sachbericht der geplanten und realisierten Beratungsleistungen, zu erfolgen

Experteneinschätzung

Alles in allem ist Go-digital dann zu empfehlen, wenn ein förderberechtigtes Unternehmen die oben genannten Kriterien erfüllt und bereit ist, sich auf einen etwas umfangreicheres Genehmigungs- und Auszahlungsprozess einzulassen. Um den Genehmigungsprozess, die Antragsstellung und den Schlussbericht kümmert sich aber ihr Berater. Sie müssen nur zwei Erklärungen und den Beratervertrag unterschreiben, eine BWA, GuV oder Bilanz digital vorlegen sowie Ihren Gewerbeschein oder einen HR-Auszug. Im Gegenzug sind bis zu 30 Beratertage mit einer 50 prozentigen Förderung realisierbar, was in der Regel für einen Start und als Basis von Digitalisierungsvorhaben in den oben genannten Bereichen ausreichen sollte.

Der zuständige Projektträger ist die Euronorm GmbH. In der Regel sind dort kompetente Ansprechpartner zur Stelle, die bei Fragen schnell und unkompliziert weiterhelfen.

Nützliche Dokumente und Links

Allgemeines Infomaterial – Flyer go-digital

Folgende Fördermittelberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung: