BMU-Umweltinnovationsprogramm

 

Das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums bezuschusst das Up-Scaling von neuen und umweltfreundlichen Verfahren. Förderungswürdige Projekte sollen demonstrieren, wie eine im Vorfeld entwickelte Technologie großtechnisch umgesetzt und wirtschaftlich betrieben werden kann und welche positiven Umweltauswirkungen damit verbunden sind.

Empfänger können grundsätzlich zwischen einem Zuschuss oder einem zinsverbilligten Darlehen mit einem Zinszuschuss auswählen.

Seit über 40 Jahren existiert das Umweltinnovationprogramm bereits und hat bis zum heutigen Tag über 750 Projekte gefördert, rund eine Milliarde Euro an Geldern ausgeschüttet und insgesamt 852 Tonnen CO2 eingespart.


Wer wird gefördert?

  • Sowohl KMU als auch große Unternehmen können die Förderung in Anspruch nehmen
  • Voraussetzung für die Förderung ist ein deutlicher Innovationsgrad und signifikante, möglichst quantifizierbare Umweltvorteile sowie ein hohes Maß an zeitlicher Flexibilität
  • Es werden ausschließlich Unternehmen im Zuge von Einzelprojekten gefördert
  • Ausgeschlossen von der Förderung sind:
    • Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen
    • Der Erwerb von Grundstücken
    • Umschuldung und/oder Nachfinanzierung von bereits bestehenden/abgeschlossenen Projekten

Was wird gefördert?

  • Gefördert wird die Investition in eine großtechnische Produktionsanlage, die gewerblich genutzt wird
  • Es muss sich um die erste industrielle Anwendung der Technologie in Deutschland handeln und mindestens eins der folgenden Bereiche abdecken
    • Klimaschutzmaßnahme wie Energieeinsparung, Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energie sowie umweltfreundliche Energieversorgung und – verteilung
    • Ressouceneffizienz/Materialeinsparung
    • Abwasserbehandlung/Wasserbau
    • Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung sowie die Sanierung von Altablagerungen
    • Bodenschutz
    • Luftreinhaltung einschließlich Maßnahmen zur Reduzierung von Gerüchen
    • Minderung von Lärm und Erschütterung
  • Förderfähig sind umweltrelevante Kosten für:
    • Detailengineering, Errichtung, Inbetriebnahme und die Optimierungsphase (Investitions-, Personal-, Materialkosten und Fremdleistungen)

Vorteile des Programms

  • Es schließt eine Förderlücke, die dem Umstand gerecht wird, dass die erste Produktionsanlage oftmals mit höherem Risiko behaftet ist als die Forschungs- und Entwicklungsphase
  • Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden
  • Umweltbezogenen Investitionsmehrkosten sind nicht nur mit der Abschreibung, sondern vielfach in vollem Umfang förderfähig
  • KMU werden im Prozess bevorzugt behandelt

Kritikpunkte

  • Grundsätzlich können Projektskizzen jederzeit eingereicht werden, allerdings ist der Projektbeginn erst mit einer Bewilligung möglich. In Einzelfällen kann ein vorzeitiger Beginn durchaus genehmigt werden.
  • Eine geförderte Anlage muss mindestens fünf Jahre zweckentsprechend betrieben werden. Als Startzeitpunkt für die fünf Jahre gilt der unterzeichnete vom Umweltbundesamt ausgestellt Abschlussbericht. Die frühzeitige Stilllegung ist nicht gestattet und auch bei einer etwaigen Veräußerung muss das Projekt den vollen Zeitraum über weiter betrieben werden.

Experteneinschätzung

Klassische Förderprogramme im Bereich Forschung und Entwicklung umfassen i. d. R. nur die Entwicklungsphase bis zum getesteten Prototyp, die großtechnische Umsetzung ist meist nicht Gegenstand der Förderung. Das UIP ist insofern das einzige Förderprogramm in Deutschland, das systematisch und themenoffen industrielle Up-Scaling-Prozesse fördert. Es schließt eine „Förderlücke“, die dem Umstand gerecht wird, dass die erste Produktionsanlage oftmals mit höherem Risiko behaftet ist als die Forschungs- und Entwicklungsphase. Voraussetzung ist jedoch ein deutlicher Innovationsgrad und signifikante, möglichst quantifizierbare Umweltvorteile sowie ein hohes Maß an zeitlicher Flexibilität.

Folgende Fördermittelberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung: