Siebtes Energieforschungsprogramm „Innovationen für die Energiewende“

Förderbereich „Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“ 

 

Das siebte Energieforschungsprogramm ist das zentrale Forschungs- und Entwicklungsinstrument der Bundesregierung im Kontext der Energie- und Klimawende. Gefördert werden die Forschung und Entwicklung sowie ggf. Demonstration von Technologie für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung. Gelegentlich werden themenspezifische, fristgebundene Bekanntmachungen veröffentlicht, grundsätzlich können Projektanträge aber jederzeit gestellt werden.

Die Zuschussquote beträgt bis zu 50 Prozent für Unternehmen und bis zu 100 Prozent für Forschungseinrichtungen. Für den Zeitraum 2018 bis 2022 stehen insgesamt 6,4 Milliarden Euro zur Verfügung.

Derzeit umfasst das Förderprogramm vier Oberbereiche:

I. Energienutzung (Industrie und Gewerbe, Gebäude und Quartiere, Energiewende im Verkehr, Brennstoffzellen)
II. Energiebereitstellung (Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, thermische Kraftwerke)
III.Systemintegration (Stromnetze, Stromspeicher, Sektorkopplung, Wasserstofftechnologie)
IV. Systemübergreifende Forschungsthemen (u.a. Technologien für die CO2-Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung der Energiewende, Ressourceneffizienz)

Besonders interessant ist vielfach der Förderbereich Energienutzung. Folgende Themengebiete werden hier abgedeckt:

• Eisen-, Stahl- und Nichteisenmetalle
• Abwärmenutzung
• Hochtemperatursupraleitung
• Industriemotoren
• Tribologie
• Chemische Verfahrenstechnik
• Fertigungstechnik
• Material- und Ressourceneffizienz
• Künstliche Intelligenz und Digitalisierung in der Industrie
• Prozesswärme einschließlich solarer Prozesswärme


Wer wird gefördert?

  • Unternehmen, sowohl KMU als auch Großunternehmen
  • Einzel- und Kooperationsprojekte, z.B. zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen u.a.

Was wird gefördert?

  • Personalkosten
  • Material- und Sachkosten
  • Abschreibung auf Investitionen
  • Reisekosten
  • Pauschale Gemeinkosten

Vorteile des Programms

  • Große Themenvielfalt
  • Hohe Flexibilität
  • Projektvorschläge können jederzeit eingereicht werden
  • Großzügige Zuschüsse

Kritikpunkte

  • Projektbeginn ist erst mit Bewilligung möglich
  • Ein vorzeitiger Beginn der Maßnahmen ist im Regelfall nicht vorgesehen
  • Der Antragsprozess erfordert insofern große zeitliche Spielräume

Experteneinschätzung

Das siebte Energieforschungsprogramm ist das zentrale Forschungs- und Entwicklungsinstrument der Bundesregierung im Kontext der Energie- und Klimawende. Vorteile des Programms sind die große Themenvielfalt und die hohe Flexibilität. Denn förderfähig sind Einzel- und Kooperationsprojekte sowie große Unternehmen und KMU gleichermaßen. Voraussetzung ist neben einem hohen Innovationsgrad und signifikanten energetischen Vorteilen insbesondere auch eine hohe Übertragbarkeit bzw. eine breite Anwendungsmöglichkeit der zu entwickelnden Lösung.

Folgende Fördermittelberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung: