unternehmensWert:Mensch plus

 

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfond getragene Förderprogramm unternehmensWert:Mensch plus unterstützt Unter nehmen bei den aus der fortschreitenden Digitalisierung resultierenden Herausforderungen. Die Idee dabei beruht auf der Suche nach gemeinsamen Wegen, den Wandel der Arbeitswelt zu gestalten sowie neue Arbeitsweisen, in unterschiedlichen Bereichen, zu erproben. Das können Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten, neue Arbeitszeitmodelle und -systeme, bis hin zum Einsatz von digitalen Assistenzvarianten sein.

In drei Schritten zu einem moderneren Unternehmen:

Das Förderprogramm selbst gliedert sich in insgesamt drei Stufen. An erster Stelle steht die obligatorische Erstberatung in einer der über 100 Erstberatungsstellen in Deutschland. Hier wird das Unternehmen auf Förderfähigkeit überprüft, der grundsätzliche Veränderungsbedarf innerhalb des Betriebs analysiert und anschließend ein Beratungsscheck ausgestellt, der für die weitere Beratung notwendig ist.

Im zweiten Schritt erfolgt die 6-monatige Prozessumsetzung zwischen Kick-Off und Ergebnisgespräch, in drei jeweils vierwöchigen Arbeitsphasen. Dabei werden mit Unterstützung der Prozessberaterin oder des Prozessberaters konkrete Maßnahmen zur Gestaltung der digitalen Transformation im jeweiligen Unternehmen entwickelt und erprobt. Am Ende jeder Arbeitsphase werden die erzielten Ergebnisse dem Lenkungskreis im Unternehmen vorgestellt und bewertet. Was funktioniert, bleibt erhalten. Was nicht gelingt, wird verändert und in der nächsten Arbeitsphase weiterentwickelt oder verworfen – lernen und experimentieren im besten Sinne des Wortes.

Nach drei Monaten wird der angestoßene Prozess erneut in der Erstberatungsstelle evaluiert und gegebenenfalls weitere Förderoptionen und Handlungshilfen aufgezeigt. Im Zuge dessen ist es möglich, einen zweiten Beratungsscheck zu erhalten

unternehmensWert: Mensch plus bezuschusst die für die Prozessumsetzung notwendigen Beratungskosten mit insgesamt 80 %. Dabei liegt die Obergrenze von 12 Tagwerken, zu je 1.000 €, vor.


Wer wird gefördert?

  • Kleine und mittlere Unternehmen
    • Jahresumsatz geringer als 50 Mio. € bzw. eine Jahresbilanzsumme geringer als 43 Mio. €
    • Weniger als 250 Beschäftigte
    • Mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Vollzeit. Teilzeitkräfte werden anteilig berücksichtigt
  • Betriebssitz und Arbeitsstätte in Deutschland
  • Unternehmen muss seit mindestens zwei Jahren am Markt bestehen

Was wird gefördert?

  • Lern- und Experimentierräume innerhalb des Unternehmens
  • Folgende Themenstellungen und Herausforderungen werden adressiert:
    • Welche neuen Geschäftsmodelle ergeben sich aus der Digitalisierung?
    • Können gesundheitlich kritische Arbeiten mit Hilfe digitaler Assistenzsysteme ausgelagert werden?
    • Wie können Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt geschult und qualifiziert werden?
    • Wie können Mitarbeitern flexible Auswahlmöglichkeiten bezüglich Arbeitsort und Arbeitszeit gemacht werde?
    • Welche Auswirkungen haben technologische und organisationale Veränderung auf die Kultur in ihrem Betrieb?

Vorteile des Programms

  • Hohe praktische Anwendungsmöglichkeiten in der Zukunftsausrichtung
  • Flexible Vorgehensweise für das Unternehmen und die Mitarbeiter
  • Komplette Gestaltungsfreiheit des Unternehmens für die angedachten Experimentierräume

Kritikpunkte

  • Obwohl das Programm grundsätzlich offen für jedes Unternehmen mit mindestens fünf Angestellten ist, eignet sich das Förderprogramm erst wirklich für Betriebe ab 25 Mitarbeitern
  • Es gilt in der Bearbeitungsabwicklung der Abrechnung anzumerken, dass alle Unterlagen in analoger Form postalisch an das Verwaltungsamt zu versenden sind
  • Der Abrechnungszeitraum fällt mit bis zu fünf Monaten vergleichsweise lang aus, ist jedoch abhängig vom Abrechnungsvolumen des Bundesverwaltungsamtes  

Experteneinschätzung

Das Förderprogramm ist ein umfangreiches und empfehlenswertes Tool für KMU, um zusammen mit ihren Mitarbeitern neue digitale Erleichterungen zu entwickeln, sie in einem kleinen Team zu testen und somit den unternehmerischen Wertschöpfungsprozess zukunftsfähig zu gestalten. Die Besonderheit in diesem Programm liegt in den Praxistauglichkeitstest der jeweiligen Innovation(en), die in drei Arbeitsphasen – seitens der Mitarbeiter – durchgeführt werden.

Nützliche Links und Dokumente

Experimentierräume – eine kurze Übersicht

Folgender Fördermittelberater steht Ihnen gerne zur Verfügung:

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