BAFA Förderung unternehmerischen Know-hows

 

Die BAFA Förderung unternehmerischen Know-hows ist ein Förderprogramm des Bundes und bezuschusst zwischen 50 bis 80 % der Kosten für wahrgenommene Beratungsleistungen. Der maximale Förderhöchstsatz, welcher abhängig vom Unternehmensstandort ist, beträgt 3200 €. Grundsätzlich sind die Fördervoraussetzungen denkbar einfach, es gelten die EU-Mittelstandsdefinition für KMU:

● Nicht mehr als 250 Beschäftigte
● Jahresumsatz höchstens 50 Millionen € oder eine maximale Bilanzsumme von 43 Millionen €

Von der Förderung ausgeschlossen sind

● Unternehmensberatungen
● die Angehörigen der Freien Berufe.
● Unternehmen, die sich derzeit in einem Insolvenzverfahren befinden  bzw. die Voraussetzung hierfür erfüllen
● gemeinnützige Vereine
● Stiftungen 


Wer wird gefördert?

  • Junge Unternehmen – nicht länger als zwei Jahre am Markt
    • Die Bemessungsgrundlage beträgt 4000 €
    • Förderhöchstsatz steht in Abhängigkeit zur Region
      • Neue Bundesländer, exklusive Berlin und Region Leipzig: 80 %
      • Region Lüneburg: 60 %
      • Alte Bundesländer, inklusive Berlin und Region Leipzig: 50 %
  • Bestandsunternehmen – Gründung vor mindestens drei Jahren
    • Die Bemessungsgrundlage beträgt 3000 €
    • Förderhöchstsatz steht in Abhängigkeit zur Region
      • Neue Bundesländer, exklusive Berlin und Region Leipzig: 80 %
      • Region Lüneburg: 60 %
      • Alte Bundesländer, inklusive Berlin und Region Leipzig: 50 %
  • Unternehmen in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten
    • Die Bemessungsgrundlage beträgt 3000 €
    • Der Förderhöchstsatz in Höhe von 90 % gilt für alle Regionen

Was wird gefördert?

  • Allgemeine Beratungen zur Vertiefung von Maßnahmen die der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dienen
  • Zuschüsse für:
    • wirtschaftliche Fragen der Unternehmensführung
    • finanzielle Fragen der Unternehmensführung
    • personelle Fragen der Unternehmensführung
    • organisatorische Fragen der Unternehmensführung
  • Beratung bezüglich des Abbaus von strukturellen Ungleichheiten innerhalb eines Unternehmens

Vorteile des Programms

  • Zügige und weitestgehend komplikationslose Beantragung über das Online Portal der BAFA
  • Unmittelbar nach der Beendigung der Onlinebeantragung erhält der Antragssteller ein Informationsschreiben der Leitstelle – anschließend erfolgt die Beratung idealerweise durch einen durch die BAFA registrierten Berater
  • Großzügiger Abrechnungszeitraum: Beratungen müssen innerhalb von sechs Monaten nach Erhalt des Informationsschreiben abgerechnet werden

Kritikpunkte

  • Aufgrund der vergleichsweisen geringen Zuschusshöhe gehen die wahrgenommenen Beratungsleistungen selten über eine erste Grundlagenberatung hinaus

Experteneinschätzung

Die BAFA Förderung unternehmerischen Know-hows eignet sich hervorragend für die Entwicklung einer Online-Strategie interessierter Unternehmen. Faktisch ist diese Förderart dann zu empfehlen, wenn ein förderwilliges Unternehmen die oben genannten Kriterien erfüllt und bereit ist, diese Art der Beratung als „Erst- oder Basisberatung“ für die Beantwortung von dringenden wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen zu akzeptieren.

Die Durchführung der Beratung hat innerhalb von sechs Monaten (inklusive eines Verwendungsnachweises) nach Bewilligung zu erfolgen. Zuständig sind derzeit sieben verschiedene Stellen, von denen eine als Kontakt im Antragsformular auszuwählen ist. In der Regel sind dort kompetente Ansprechpartner erreichbar, die bei Fragen schnell und unkompliziert weiterhelfen.

Nützliche Dokumente und Links

Antrag auf Förderung einer BAFA Förderung

Folgende Fördermittelberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung: