7 Tipps zur optimalen Arbeitsplatzgestaltung

Arbeitnehmer verbringen durchschnittlich acht Stunden pro Tag im Sitzen. Auch bei der Arbeit im Homeoffice ist darauf zu achten, dass eine geeignete Büroausstattung vorhanden ist.

Bei der Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes sind diese sieben Aspekte zu berücksichtigen.

1. Position des Schreibtischs

Grundsätzlich sollte der Arbeitsplatz so gewählt werden, dass eine eindeutige Trennung von Privatem und Beruflichem möglich ist. Der Schreibtisch ist im rechten Winkel zum Fenster zu platzieren und der Arbeitende sollte möglichst die Tür im Blickfeld haben, um auf Arbeitsunterbrechungen durch hereinkommende Personen reagieren zu können. Es empfiehlt sich optimale Lichterverhältnisse zu schaffen, wobei der Schreibtisch im Idealfall neben einem Fenster steht. Eine effektive Steuerung der Sonneneinstrahlung, zum Beispiel durch Jalousien, ist ratsam.

2. Höhenverstellbarer Schreibtisch

Sinnvoll ist die Anschaffung eines höhenverstellbaren Schreibtisches, bei dem eine Kombination aus stehender und sitzender Arbeit möglich ist. Dabei sollte jeder für sich individuell herausfinden, welche Gewichtung dabei eine stehende oder sitzende Position einnimmt. Eine ausschließlich stehende Bürotätigkeit kann zu Konzentrationsschwierigkeiten oder zur Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens führen. Muskelermüdung und Schwellungen der Beine können weitere gesundheitliche Begleiterscheinungen des Arbeitens an einem Stehtisch sein. Daher empfiehlt es sich eine gute Balance zwischen Sitzen und Stehen zu finden.

3. Ergonomischer Bürostuhl

Insbesondere Dauersitzen und Bewegungsmangel können sich negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken, daher ist ein ergonomischer Bürostuhl ein essenzieller Bestandteil des optimalen Arbeitsplatzes. Er hat den Vorteil, Rückenschmerzen vorzubeugen und die Konzentrationsfähigkeit positiv zu beeinflussen. Gerade bei einem mehrstündigen Arbeitstag am Computer kann der richtige Bürostuhl helfen, langfristige Schäden an der Wirbelsäule zu vermeiden.

4. Angemessene Beleuchtung

Eine augenfreundliche Beleuchtung ist ebenfalls sehr wichtig, denn wer lange am PC arbeitet, ist blauem Licht ausgesetzt, das die Augen beeinträchtigt und zu Schlafstörungen führen kann. Blaues Licht wird von LED-Lampen abgegeben, die in den Bildschirmen von Computern, Smartphones oder Tablets eingebaut sind. Nutzer werden durch diese energiereichen Lichtwellen wachgehalten. Besonders nachts empfiehlt sich die Arbeit am Computer im Nachtmodus durchzuführen. Die Intensität des blauen Lichts kann durch den Blaulichtfilter an Ihrem Endgerät angepasst werden. Dies ist wichtig, um Beeinträchtigungen der Netzhaut der Augen möglichst zu vermeiden. Dazu könnte auch der Einsatz einer Blaulichtfilterbrille hilfreich sein.

5. Angemessene Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit

Die Wohlfühltemperatur am Arbeitsplatz ist eine Angelegenheit des individuellen Empfindens. Bei einer leicht sitzenden Tätigkeit ist eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius ein guter Richtwert. Während der kalten Jahreszeit ist eine Temperatur zwischen 20 und 24 Grad Celsius empfehlenswert. Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen sollte jedoch 26 Grad Celsius nicht überschreiten.  Um den Arbeitsraum mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen ist das Lüften am Morgen und anschließend in regelmäßigen Abständen zu empfehlen. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

6. Ausreichend Bewegung

Bei einer überwiegend sitzenden Tätigkeit ist die Integration kleiner Bewegungseinheiten in den Arbeitsalltag sinnvoll. Bei aufkommender Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche kann der Gang zur Kaffeemaschine oder ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft hilfreich sein, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und die kognitiven Fähigkeiten anzukurbeln.

7. Richtige Körperhaltung

Bei einer sitzenden Tätigkeit sollte der Abstand vom Kopf bis zum Bildschirm 50 bis 70 cm betragen und der Bildschirm eine Mindestgröße von ungefähr 24 Zoll haben. Bei einer stehenden Tätigkeit sollten die Schultern neutral ausgerichtet sein und die Unterarme entspannt auf der Tischfläche aufliegen, so dass ein Winkel von rund 90 Grad entsteht. Die Füße sollten fest auf dem Boden stehen und das eigene Körpergewicht gleichmäßig verteilen. Als Gedankenstütze kann es hilfreich sein, sich die Doppel-S-Struktur des Rückens ins Gedächtnis zu rufen und seine Haltung danach auszurichten. Dadurch wird die Wirbelsäule gleichmäßig belastet und die Rückenmuskulatur gestärkt.