Die Stunde der klaren Pläne | Weltklimakonferenz in Glasgow

Auf der Weltklimakonferenz (#COP26) berät die Staatengemeinschaft darüber, wie sie den 1,5-Grad-Weg von Paris erfolgreich beschreiten kann. Es werden schwierige Beratungen sein. Dabei eröffnet Mut beim Klimaschutz große Chancen – auch im Mittelstand.

weltklimakonferenz symbolbild

Die Zahlen, die das Umweltprogramm der Vereinten Nationen in dieser Woche vorgelegt hat, sprechen Bände: Rechnet man die im Vorfeld der Weltklimakonferenz neu eingereichten und aktualisierten Klimaschutzbeiträge der Staaten (sog. nationally determined contributions – NDCs) zusammen, würden die Emissionen im Jahr 2030 verglichen zu den vorherigen Zusagen um lediglich 7,5 Prozent sinken. Eine Reduktion von 55 Prozent wäre nötig, um konsequent Kurs auf das 1,5-Grad-Ziel zu nehmen. Stattdessen steuert die Welt so bis zum Ende des Jahrhunderts auf eine globale Erderwärmung von 2,7 Grad zu.

Trotz der schwierigen Ausgangslage vor der Konferenz gibt es aber gute Gründe, sich für ein erhöhtes Ambitionsniveau stark zu machen. So könnten die bisher vorliegenden Staatenbekenntnisse zur Klimaneutralität um das Jahr 2050 dazu beitragen, den prognostizierten Temperaturanstieg um 0,5 Grad auf 2,2 Grad zu senken. Grund zur Hoffnung also, dass weitere Anstrengungen dazu führen können, die schlimmsten Folgen der Klimakatastrophe doch noch abzuwenden. Wichtig hierfür bleibt es, dass die Gruppe der Netto-Null-Staaten, zu denen auch die Europäische Union gehört, ihre Bekenntnisse bekräftigt und dafür sorgt, die Zwischenziele im Jahr 2030 zu erreichen. Im Falle der EU also eine Reduktion der Emissionen um 55 Prozent.

Die kommende Bundesregierung ist gut beraten, dieses Ziel auf europäischer Ebene nachdrücklich zu verfolgen. Gerade beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen muss Deutschland seiner Rolle in der EU gerecht werden und mit gutem Beispiel vorangehen. Schon seit langem weist der BVMW darauf hin, dass es im Mittelstand noch enorme Potenziale zu erschließen gibt. Voraussetzung dafür ist ein fairer Markt, in dem die richtigen Anreize für private Investitionen gesetzt werden. Was dafür nötig ist, hat der BVMW in einem Impulspapier für eine mittelständische Energiewende skizziert.

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