Unternehmensnachfolge

Die professionell organisierte Unternehmensnachfolge ist eine maßgebliche Voraussetzung für den Fortbestand eines familiär geführten Unternehmens. Zeichnet sich das Ausscheiden des Unternehmenslenkers ab, muss mit langfristigem Vorlauf eine Nachfolgeregelung gefunden werden. Idealerweise werden dabei die Vorstellungen beider Parteien in Einklang gebracht. 

Management

1. Was erfolgreiches Management auszeichnet

Manager werden kann nicht jeder. Es erfordert ein spezielles Zusammenspiel von Fähigkeiten, um im Management bestehen zu können: Durchhaltevermögen und Belastbarkeit, Antrieb und Motivation, sowie Führungskraft und Originalität. Manager müssen bereit sein, überdurchschnittlich lange zu arbeiten, sie brauchen viel Kraft, Ausdauer und starke Nerven und müssen im Stande sein, eine Unmenge an Informationen aufnehmen und adäquat bearbeiten zu können. »Als erstes kommen, als letztes gehen« lautet die Devise gerade in kleineren Unternehmen. Die Höhen und Tiefen ihrer Arbeit müssen sie aushalten, insbesondere in schwierigen Zeiten fokussiert und konzentriert bei der Sache bleiben - und den Willen zum Erfolg nie verlieren. Mit Sozialkompetenz und Empathie ausgestattet punkten sie in Verhandlungen, in guter Mitarbeiterführung erfüllen sie eine Vorbildfunktion. Bei alledem hilft ihnen ihr Fingerspitzengefühl, sich in ihr Gegenüber hineinversetzen zu können. Die Führung eines Business, so viel ist sicher, ist kein Frühlingsspaziergang.

In Ihrer Person laufen alle Management- relevanten Dinge zusammen: Organisation von Informationen, Marketing, Vertrieb, PR, Personal, Planung von Projekten, wie auch zukunftsweisende Veränderungen, beispielsweise die der Digitalisierung und der fortlaufenden Prozessoptimierung. Oft stehen sie persönlich für das Markenprofil ihres Unternehmens. Authentisch entscheiden sie über die Geschicke ihrer Firma, führen und übernehmen Verantwortung. Gerade in Zeiten des Umbruchs verschwimmen die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben, viele Manager nehmen die Probleme ihres Unternehmens mit nach Hause oder in den Urlaub. Für all dies benötigen sie Selbstbewusstsein wie Fleiß und verdienen dafür die höchste Anerkennung.

Möchte man etwas über Unternehmenskultur erfahren, müssen die richtigen Fragen an die Führung gestellt werden. Wie werden aktuelle Thematiken ihrerseits empfunden? Welche Notwendigkeiten sehen sie, um ihre Unternehmen digital richtungsweisend aufzustellen? Welche Ängste bewegen sie? Wo sehen sie im Management Schwierigkeiten und Herausforderungen für die Zukunft?

2. Über die Kommunikation von Managern und Mitarbeitern

Das Akkumulieren von Kapital, sprichwörtlich die Quintessenz des Unternehmertums, erfordert auch die Bereitschaft des Managements, an den richtigen Stellen Geld in die Hand zu nehmen, Mitarbeiter fair zu entlohnen und neue Technologien einzuführen. Gute Führungskräfte setzen sich mit ihren Mitarbeitern diplomatisch an einen Tisch, anstatt ihnen qua hierarchischer Position Ansagen zu machen. Auf diese Weise vermeiden sie Abwehrreaktionen und fördern die Fähigkeit der Mitarbeiter, sich an neue Arbeitsinhalte zu gewöhnen. Wenn eine Entscheidung der Unternehmensführung seitens der Mitarbeiter angezweifelt werden darf, fühlen diese sich gehört und wertgeschätzt. Durch diese verantwortungsvolle Kommunikation und über die gemeinsame Abarbeitung an einem Thema können Probleme im Konsens ausgemacht werden. Eine gute Führung sieht also in seinen Mitarbeitern keine Kostenfaktoren, sondern den Menschen und damit auch das positiv konnotierte menschliche Vermögen, auf das sich das Unternehmen stützt. Dienlich ist auch, wenn das Management Offenheit für flexible Arbeitszeit, Home Office oder Elternschutz zeigt. Attraktive Arbeitsbedingungen wie diese können helfen, den Fachkräftemangel zu entschärfen. Ausbildung bedeutet, sich selbst der Aufgaben der Zukunft anzunehmen und gutes Personal direkt in das Unternehmen und wichtige Entscheidungen einzubinden. Dieses ist auf die internen, betriebsspezifischen Abläufe und Begebenheiten geeicht und kann somit auf spätere Führungspositionen optimal vorbereitet werden. Ein Manager kann durch Lob und Förderung seine Mitarbeiter motivieren und inspirieren und dient damit letztlich dem gesamten Business.

3. Was der BVMW für den Unternehmer tun kann

Die spezielle Charakteristik, die einen mittelständischen Manager auszeichnet, verdient die Unterstützung an den richtigen Stellen. Sie verdient die Wahrung seiner politischen Interessen durch einen gut vernetzten Mittelstands–Verband, der diese Positionen klar an die Politik vermitteln kann. Sie verdient Service, wie etwa die Bereitstellung dieses Netzwerkes im In- und Ausland: Durch seine internationalen Büros kann der BVMW Unternehmen etwa bei der Expansion ins Ausland unterstützen. Weitreichende Kontakte, Informationen, und das Wissen um lokale Begebenheiten begünstigen das mittelständische Management bestens, um Geschäfte auszuweiten. Hilfen sind in allen Phasen des Aufbaus der Auslandsvertretung möglich: bei der Standortsuche, der Personalauswahl oder beim Auflösen bürokratischer Hürden. Der BVMW steht dem Management mit Rat und Tat zur Seite! Lohnende Vergünstigungen erwarten den Unternehmer ebenfalls als Mitglied des BVMW, wie beispielsweise Preisnachlässe beim Tanken oder Einsparungen bei Strom- und Gaskosten. Die Mitgliedschaft im BVMW ist für alle Beteiligten ein Gewinn. Jetzt Mitglied werden!

4. Organisation und Logik der Business Transformation

Auf dem Weg in die Zukunft helfen Offenheit für Veränderungen und eine anpassungsfähige Mentalität. Jede neue Hürde muss als Herausforderung begriffen werden, deren Überwindung einträglich ist. Wegweisende Veränderungen wie der Schritt hin zu digitalen Arbeitsvorgängen sind Chefsache und sollten entsprechend vom Management selbst gehandhabt werden - oder zumindest sollten die Zuständigen mit ausreichend Entscheidungsgewalt ausgestattet werden.

Es ist wichtig anzuerkennen, dass es sich bei der Digitalisierung um eine langfristige Transformation des Business handelt. Es geht um weitaus mehr, als um einige nützliche kleine Gadgets. Die Logik ist simpel – Kunden verändern sich, das Management muss sich anpassen. Veränderungen finden in allen Bereichen statt. Je nach Branche ist eine vollständige Neuorientierung notwendig, manche Dinge müssen ganz neu und innovativ gedacht werden.

Unternehmenskultur kann und muss stetig erneuert und verbessert werden. Im aktuellen Wandel bilden heute viele Unternehmen des Mittelstands die Avantgarde des digitalen Zeitalters. Freilich darf man bei der Nutzung öffentlicher digitaler Infrastrukturen nie missachten, dass hier auch Gefahren lauern. In einem Zeitalter, in dem vieles als kostenlos angepriesen wird, im Hintergrund aber mit sensiblen Daten und Informationen gezahlt wird, erhält der Datenschutz einen ganz neuen und hochrangigen Stellenwert. Nicht zu vernachlässigen sind Cyber- und Hackerangriffe, die sich unbemerkt durch die Hintertür in geschäftliche digitale Netzwerke einschleusen und mit der kompletten Lahmlegung eines elektronischen Systems das Unternehmen in den Ruin zwingen können.  

Bei alledem sollte der Unternehmer niemals die eigene Gesundheit außer Acht lassen. Sich auch einmal auf sich selbst zu besinnen kann helfen, einen distanzierteren Überblick zu behalten. Ansonsten besteht die Gefahr, vom Tagesgeschäft zu stark vereinnahmt zu werden und den unternehmerischen Blick für den Gesamtzusammenhang zu verlieren. Führung und Organisation des Unternehmens gestalten sich dementsprechend abhängig vom Befinden.

5. Unternehmensnachfolge zentral für das Management

Für einen Manager bedeutet seine Firma zumeist außerordentlich viel. Auf ihr basieren Identität, Selbstverständnis und Status. Einen entsprechenden Stellenwert messen Manager naturgemäß ihrer Unternehmensnachfolge bei – insbesondere in Familienunternehmen, deren Management oft von Generation zu Generation weitergegeben wird. Das Gefühl, eine positive Veränderung hervorgerufen und eine persönliche Note zu hinterlassen zu haben, ist für viele Unternehmenslenker und Geschäftsführer von zentraler Bedeutung. Für optimale Übergänge in der Unternehemnsführung sollte daher die Erbschaftssteuer abgeschafft oder zumindest deutlich  herabgesetzt werden. Nur dann kann sich der Unternehmer - bei aller Wehmut über das Loslassen und im Wissen, die Leitung seines Geschäfts nach einer ereignisreichen Karriere in gute Hände zu übergeben - neuen Aufgaben widmen.

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