Die Nachfolgeprofis: Der BVMW-Expertenkreis für Unternehmensnachfolge

Die Mitglieder des Expertenkreises Unternehmensnachfolge sind in vielen Regionen vertreten, einige von ihnen arbeiten aber auch überregional. Lernen Sie die Expertinnen und Experten kennen.

Dr. Benno A. Packi

Dr. Benno A. Packi

adesse anwälte Eckhardt & Packi Partnerschaft mbB

Beratung bei Unternehmenstransaktionen (M&A) und Finanzierungen. Ein besonderer Schwerpunkt der Tätigkeit bildet die Beratung bei der Unternehmensnachfolge.

Kontakt: ba.packi@adesse-anwaelte.de

Welche Tätigkeiten oder persönlichen Erfahrungen haben Sie dazu bewegt, sich mit der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen?
Für eine erfolgreiche Vermögens- oder Unternehmensnachfolge sind nicht nur Kenntnisse aus unterschiedlichen Rechtsgebieten (Gesellschaftsrecht, Kaufrecht, Finanzierungsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Schenkungsrecht und das jeweilige Fachrecht der betroffenen Branche) wichtig, sondern auch psychologisches Gespür und Geschick, um auf die jeweils handelnden Personen einzugehen.

Mit Unternehmen aus welcher Branche haben Sie in der Nachfolgebegleitung am meisten zu tun?
Eine Beschränkung auf eine Branche habe ich nicht. In den letzten Jahren haben wir unter anderem in den folgenden Branchen beraten: Immobilienwirtschaft, Life Science, Handel und Vertrieb, IT, Handwerk und Soziale Dienstleistungen.

Wie würden Sie Ihre tägliche Arbeit beschreiben?
Ich selbst und mein Team von Rechtsanwälten sind hochspezialisiert in den Bereichen Transaktionen (Mergers & Acquisitions), Finanzierungen (Akquisitionsfinanzierung, Unternehmensfinanzierung, Sale & Lease Back), Vermögens- und Unternehmensnachfolge tätig, und zwar sowohl beratend und umsetzend als auch in streitigen gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Welche ist die größte Herausforderung in Ihrer Arbeit in der Unternehmensnachfolge?
Jedes Mandat hat seine spezifischen Herausforderungen. Dies macht die Tätigkeit aber auch so interessant.

 


 

Jeannette Peters

Jeannette Peters

JPeters Consult

Damit Nachfolge gelingt - In jeder Phase des Wandels
Strategische Beratung, Mentoring und Nachfolgecoaching
Kontakt: kontakt@jpeters-consult.de

Welche Tätigkeiten oder persönlichen Erfahrungen haben Sie dazu bewegt, sich mit der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen?
Als Organisationsberaterin bin ich seit über 20 Jahren zur Stelle, wenn entscheidende Veränderungen anstehen und für eine sichere Zukunft umgesetzt werden. Ich werde in - mittelständische - Unternehmen gerufen, wenn eine strategische Umsetzerin, ein Coach oder eine Mentorin gefragt ist. Da eine der größten Veränderungen im Leben eines Unternehmers oder einer Unternehmerin und des Unternehmens die Übergabe an die nächste Generation, an die Belegschaft oder auch an externe Dritte, ist, betrachte ich die Nachfolgebegleitung seit gut 10 Jahren als meine vorrangige Aufgabe. Und meine Erfahrung in der täglichen Arbeit bestätigt mich darin.

Mit Unternehmen aus welcher Branche haben Sie in der Nachfolgebegleitung am meisten zu tun?
Überwiegend Industrie, Maschinenbau, Dienstleistungssektor, Handwerk (komplexe Gewerke) wobei der Branchenbezug eindeutig weniger ausschlaggebend für meine Arbeit ist als die Struktur: Mittelstand, Familienunternehmen, traditionsreiche Segmente, die sich der Zukunft und Innovation stellen.

Welcher Moment in Ihrer Arbeit ist der, auf den Sie am meisten stolz sind?
Es ist der Moment, in dem Übergebende und Nachfolger:innen sich nicht nur nach üblichem Verständnis „gütig geeinigt“, also Verträge, Finanzierungen u. ä. aufgesetzt und initiiert haben, sondern wenn sie aktiv und vor allem zufrieden den gemeinsamen Weg in die stabile Zukunft des Unternehmens gehen. Und das im besten Sinne für Unternehmen und die Familie bzw. das Privatleben. Spürbar für mich sind diese Momente oft in Kleinigkeiten wie der Freude eines Nachfolgers über den eigenverantwortlich initiierten neuen Geschäftsbereich oder der Nachfolgerin, die ein Digitalisierungsprojekt erstmalig und in eigener Regie gegen Widerstände auf den Weg gebracht hat, um dafür die öffentliche Anerkennung des Übergebenden zu erhalten. Und glücklicherweise gibt es ab und an auch ein direktes Lob oder Dankeschön für mich.

Welche ist die größte Herausforderung in Ihrer Arbeit in der Unternehmensnachfolge?
Zu Beginn der Zusammenarbeit und manches Mal auch vorher ist die größte Herausforderung, das Bewusstsein aller Beteiligten für die notwendige Arbeit an Strukturen, Potenzialen und vor allem Emotionen zu wecken und zu erhalten. Im weiteren Verlauf ist es zentral, dass die Menschen offenbleiben und geduldig und gleichzeitig aktiv am Übergabeprozess arbeiten. Also gemeinsam, in unterschiedlicher Intensität, über Monate und Jahre die Zukunft des Unternehmens gestalten.

 


 

Matthias Wittenburg

Matthias Wittenburg

Companylinks GmbH

Matching-Plattform für Anbieter und Käufer im Markt für mittelständische Unternehmensverkäufe
Kontakt: mw@companylinks.com

Welche Tätigkeiten oder persönlichen Erfahrungen haben Sie dazu bewegt, sich mit der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen?
Ich war 25 Jahre in verantwortlichen Positionen im Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft für deutsche und internationale Banken tätig. Dabei habe ich zahlreiche Unternehmensübernahmen und -finanzierungen, für sehr große Unternehmen ebenso wie für Mittelständler, begleitet. Anschließend habe ich meine eigenen Beratungsunternehmen gestartet. COMPANYLINKS haben wir ganz konkret als Antwort auf die weitgehend ungelösten Strukturprobleme zur Nachfolge im Mittelstand gegründet.

Welcher Moment in Ihrer Arbeit ist der, auf den Sie am meisten stolz sind?
Natürlich freuen sich alle Beteiligten, wenn eine Nachfolge am Ende eines aufwändigen und oft langen Verkaufsprozesses erfolgreich abgeschlossen wird. Aber tatsächlich sind wir auch sehr zufrieden, wenn unsere Mandanten nach ausführlicher Beratung ganz zu Beginn des Prozesses verstanden haben, was auf Sie zukommt. Und warum das vermittelte Beraterunternehmen aus unserem großen Netzwerk der richtige Ansprechpartner für diesen Mandanten ist.

Welche ist die größte Herausforderung in Ihrer Arbeit in der Unternehmensnachfolge?
Gestandene Unternehmer:innen davon zu überzeugen, dass ein Unternehmensverkauf anderen Gesetzen folgt als z.B. der Verkauf der eigenen Produkte. Attribute wie Transparenz, Prozesstreue und Vertrauen in die lange Erfahrung des Beraters oder der Beraterin sind nun einmal wichtig, um eine so komplexe Aufgabe, wie die externe Unternehmensnachfolge erfolgreich zu meistern.

 


 

Franz Neumeyer

Franz Neumeyer

Wege im Wandel

Begleitung von Familienunternehmen im Wandel, innerhalb einer Generation und über Generationen hinweg. Prozessbegleitung und Moderation von Unternehmensnachfolgen.
Kontakt: fneumeyer@wegeimwandel.com

Welche Tätigkeiten oder persönlichen Erfahrungen haben Sie dazu bewegt, sich mit der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen?
35 Jahre war ich als Angestellter, Geschäftsführer, Coach und Transformationsbegleiter mit Familienunternehmen unterwegs. Als Teil eines großen Kulturwandelprojekts in einem Großkonzern, das am Ende an der mangelnden Bereitschaft des Vorstands scheiterte, wurde mir wieder bewusst wie, groß der Unterschied zwischen Inhaberschaft der Familie und Investoreninhaberschaft ist. Dann hatte ich mich entschieden zur Erhaltung von Familienunternehmen über Generationen hinweg beizutragen

Mit Unternehmen aus welcher Branche haben Sie in der Nachfolgebegleitung am meisten zu tun?
Mittelständische Familienunternehmen aus den Segmenten Maschinenbau, Automobilzulieferung in allen Facetten, Food&Beverage, Möbel und Feinkosthandel.

Wie würden Sie Ihre tägliche Arbeit beschreiben?
Extrem abwechslungsreich, fordernd, mit einer großen Vielfalt von emotionalen bis unternehmerischen Aspekten, und enger Verbundenheit mit den Übergebenden, Nachfolgeden und anderen Führungskräften.

Welche ist die größte Herausforderung in Ihrer Arbeit in der Unternehmensnachfolge?
Das Loslassen des Übergebers zu begleiten.

 

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