Porzellanherstellung mit Tradition

Rolf Frowein über sein Unternehmen "Eschenbach Porzellan Group - Neue Porzellanfabrik Triptis GmbH" und dessen lange Geschichte.

Vom Herd direkt auf den Tisch – mit Kochgeschirr aus Porzellan, bunt und abwechslungsreich wie die Speisen, bereichert Eschenbach Porzellan die neuen Kochwelten für Professionals und Privathaushalte. Dabei setzt das Unternehmen aus dem thüringischen Tritpis auf hohe Qualitätsstandards und Nachhaltigkeit.

Geschäftsführer Rolf Frowein ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Ressourcenschonung und Energieeffizienz sind Säulen seiner Strategie als Produzent von Porzellan für die professionelle Hotellerie und Gastronomie, für Büro, Konferenz sowie Haushaltsporzellan. 2021 blickt der Mittelständler auf 130 Jahre Geschichte zurück.

Zeitreise in eine bewegte Vergangenheit

Bis 1891 war Triptis ein kleines Ackerbürgerstädtchen, das erst durch die Eisenbahnlinie Leipzig – Saalfeld Öffentlichkeit erlangte. Und mit der Porzellanfabrik „Unger & Gretschel“. 200 Fachkräfte fertigten Porzellan-Gebrauchsartikel. Die Kapazitäten wurden schnell erhöht, Porzellan- und Glasfabriken zugekauft. Der Erste Weltkrieg, die Goldenen Zwanziger, die Weltwirtschaftskrise, die Übernahme durch die Gebrüder Winterling aus Bayern und die Teilzerstörung 1945 markieren die Fabrikgeschichte.

Der Wiederaufbau begann unmittelbar nach Kriegsende. Als „VEB Porzellanwerk Triptis” ging das Werk in Volkseigentum über. In vier Rundöfen wurden bis zu 1.500 Tonnen Haushaltsporzellan pro Jahr hergestellt, bis wegen Kapazitätsgrenzen ein Neubau entstand. 1.300 Beschäftigte gehörten 1987 zum Betrieb. Markenzeichen war das blau-weiße Zwiebelmuster „Romantika“.

Nach der Wende folgte die Umwandlung in eine GmbH. Der zweitgrößte Porzellanhersteller Thüringens sollte noch zwei Insolvenzen erleben. 2005 übernahm der Unternehmer Rolf Frowein die Fabrik und firmiert 2011 als „Eschenbach Porzellan Group – Neue Porzellanfabrik Triptis GmbH“.

Design mit All-in-One-Funktionalität

Heute arbeiten 110 Mitarbeiter im Unternehmen. Mit der patentierten Weltneuheit Cook & Serve entwickelten die Designer Kochgeschirr mit individuellem Charakter, bereits mehrfach ausgezeichnet und international gefragt. Das flammenfeste Porzellan ist für alle Herdarten und (fast) für alle Zubereitungsarten geeignet. Selbst im Bordbistro der Deutschen Bahn oder im Bundesrat in Berlin serviert man darin die Speisen. Für die Senior Designerin Claudia Bock beinhaltet gutes Design Funktionalität und Ästhetik. Individuelle Kundenwünsche erhöhen die Herausforderung. „An einem wird nichts geändert: an unserem Qualitätsanspruch“, betont die Designerin.

„In der Erhaltung des Standortes sehen wir unsere Verantwortung“, unterstreicht Geschäftsführer Frowein. Das Porzellan Made in Germany beweist täglich die Wertvorstellungen von Professionalität, Nachhaltigkeit und Fairness. Mit langjährigen Erfahrungen und dem Finger am Puls der Zeit wollen er und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „auch künftig anspruchsvollen Kunden gerecht werden und der nächsten Mitarbeiter-Generation Perspektiven bieten“.

Weitere Infos zu dem Unternehmen finden Sie hier: www.eschenbachporzellan.com