Innovation als Triebfeder für langfristigen Erfolg

Ein erteiltes Patent ist ein Gradmesser und die Basis, aber kein Garant für eine Innovation. Sie wird zu einer echten Innovation, wenn der Markt von der Produktentwicklung begeistert ist. Dann ist sie eine Triebfeder für nachhaltigen Erfolg.

Eine innovative Ideenschmiede ist die Goepfert Werkzeug & Formenbau GmbH & Co. Teilefertigung KG schon seit ihrer Gründung 1994. Das Start Up ging damals seine ersten Schritte im Gründer- und Innovationszentrum Weimar-Legefeld (GIZ). Schnell war das junge Unternehmen aus den Kinderschuhen entwachsen und siedelte in der Nachbarschaft mit einem modernen Industriebau. Im Team der beiden Geschäftsführer Joachim Goepfert und Bernd Zimmer arbeiten 25 Mitarbeiter, Entwicklungsingenieure, Programmierer, Werkzeugmechaniker und CNC-Techniker, allesamt spezialisiert in ihren Berufen. Aus rund 50 Tonnen Zink entstehen so monatlich im Kundenauftrag individuelle, hochqualitative Zinkdruckgussteilen und hybride Bauteile aus Zink und Kunststoff – Präzisionsteile von 2 Gramm bis 2,5 Kilogramm Gewicht, außerdem komplette Baugruppen sowie die für die Gussteile erforderlichen Formen

So unterschiedlich in Form, Größe und Funktionalität ihre Bauteile ist, so breit gefächert sind die Branchen, in denen das Unternehmen seine Kunden rund um den Erdball beliefert – Automobilindustrie, Medizin- und Sanitärtechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Versorgungswirtschaft… Selbst in Spielzeugeisenbahnen finden sich Teile aus Legefelder Fertigung.

Oft war es der Erfindergeist von Bernd Zimmer, der dem Werkzeug- und Formenbau durch Innovationen auch Wettbewerbsvorteile verschafft hat. „Dabei sind die Ideen nur eine Seite der Medaille. Wir haben unsere Produktentwicklungen immer kritisch hinterfragt, wo sie Probleme im Alltag unserer Kunden lösen, und zwar nachhaltig“, betont Bernd Zimmer. Derartige Marktneuheiten wurden allein mit vier Goldmedaillen auf der iENA, der internationalen Erfindermesse in Nürnberg prämiert. Im Vorjahr gab es Gold für einen hybriden Antennenträger mit eingespritztem Transponder. Diesen entwickelte Bernd Zimmer mit Diplom-Ingenieur Tino Zucker (Technischen Universität Chemnitz), Dr. Michael Weber (Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH) sowie Gerhard Geisler (microsensys GmbH). Zusammen haben sie ein Verfahren entwickelt, um das Einfügen eines Mikrochips in Hybridbauteile aus Zinkdruckguss und Kunststoff zu ermöglichen. So lässt sich das Produkt berührungslos kennzeichnen, identifizieren und nachverfolgen. Der Mikrochip wird so in die Baugruppe integriert, dass auch Weiterverarbeiter ihre Abläufe besser steuern können. Der Clou an der Idee: Der Mikrochip bleibt dem Betrachter verborgen und bewahrt damit vor Produkt-Piraterie, eine Erfindung, die wegweisend und fälschungssicher ist. Dafür gab es eine Goldmedaille von der iENA und eine weitere Goldmedaille von der Universität Putra in Malaysia für die Neuheit. Der Kontakt entstand direkt am Messestand in Nürnberg. Ein Professor der Universität schlug die Erfindung zur Auszeichnung vor. Das ist keine Seltenheit, denn die iENA ist jährlich eine Gelegenheit, ihre Neuheiten einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren – eine Chance und möglicher Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Markteintritt.

Weitere Informationen zu unserem BVMW-Mitglied GOEPFERT Werkzeug & Formenbau GmbH & Co. Teilefertigung KG finden Sie unter: www.goepfert-weimar.de

Foto: GOEPFERT Werkzeug & Formenbau GmbH & Co. Teilefertigung KG

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