„Die Verbindungslinien zwischen Gastronomie und Kultur sind grenzenlos

Das ACC Café-Restaurant in Weimar gilt als Ort der Zusammenkunft, der gastronomisches Erlebnis und kulturellen Austausch zusammenzubringen weiß. Nun bereichert das Kulturzentrum auch unser Netzwerk – für mehr kulturellen Austausch im BVMW!

Anselm Graubner ist Gastronom, Hotelier und Entwickler. Mit dem ACC Café-Restaurant hat der Unternehmer 1992 eine gastronomische Einrichtung erschlossen, die Gastronomie und Kultur auf einzigartige Weise zu vereinen weiß, wie der Unternehmer uns im Gespräch erzählt: „Das ACC Café-Restaurant ist eine gastronomische Einrichtung als verlängerter Arm der ACC Galerie Weimar. Zum Galerieprofil zählen neben einem internationalen Atelierprogramm vier bis fünf teils internationale Ausstellungen pro Jahr. Daneben bietet die Galerie ein Programm mit jährlich ca. 50 Vorträgen, Lesungen und anderen Veranstaltungen. Seit 2012 betreiben wir zusätzlich das Familienhotel Weimar neben dem Goethehaus.“

Das ACC Kulturzentrum befindet sich im Haus von Goethes erster Weimarer Wohnung, in der er die Jahre 1776/77 verbrachte. Als Zentrum für interdisziplinären Austausch und eine kritisch praktizierende Kommunikations- und Produktionsplattform erhielt das ACC 1995 den ersten Thüringer Kulturpreis, 1998 den Weimar-Preis, 2006 den ersten ADKV-ARTCOLOGNE Preis und 2013 den Thüringer Tourismuspreis sowie den Thüringer Holzbaupreis.

„Der Gesprächsbedarf von Menschen ist grenzenlos und das Bedürfnis, zu speisen und zu trinken ebenso“

Auch das ACC Café-Restaurant entstand ganz im Sinne dieser Idee, einen Ort der Zusammenkunft und des Austausches zu schaffen: „Als wir 1988 die ersten Veranstaltungen – inzwischen sind es Tausende – und 1989 die ersten Ausstellungen – inzwischen sind es 250 – organisierten, entstand der Wunsch, einen Ort im eigenen Haus zu schaffen, der vor, nach oder gar während des Genusses unserer Kulturevents zum schöngeistigen Austausch bei Speisen und Getränken einlädt. Unsere Gäste sollten die Möglichkeit erhalten, länger im Kulturzentrum an einem separaten Ort und im Sitzen zu verweilen.“ Für Anselm Graubner ist es daher besonders wichtig, auch in Zukunft ein Ort des Zusammenseins zu bleiben: „Die Verbindungslinien zwischen Gastronomie und Kultur sind grenzenlos! Diese noch deutlicher herauszuarbeiten, bleibt eines unserer Ziele: Der Gesprächsbedarf von Menschen ist grenzenlos und das Bedürfnis, zu speisen und zu trinken ebenso. Darüber hinaus möchten wir in Zukunft die Spezifika unseres Hauses noch intensiver in unsere Gastronomie einfließen lassen – Wussten Sie, dass Goethe in unserem Haus zum Beispiel seinen Niersteiner Rheinhessen-Wein gehortet und mit Freunden verköstigt hat?“

Kunst und Kultur als zivilisatorische Kraft anerkennen

Vor allem die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Corona-Pandemie haben Anselm Graubner schließlich davon überzeugt, Mitglied beim BVMW zu werden: „Das inkludiert besonders die Möglichkeit, sich unter Umständen mit seelenverwandten Unternehmen in einer nicht ganz einfachen Zeit über Mittel und Wege auszutauschen, wie Kunst, Kultur und Gastronomie zum Motor und Schrittmacher im gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenleben werden können.“

Vom BVMW erhofft sich der Gastronom, der Thüringer Kulturbranche eine Stimme zu geben, damit die vielfältigen Kultur- und Bildungsangebote auch in Zukunft erhalten bleiben: „Ein Wunsch wäre, dass auch andere Co-Netzwerker Kunst und Kultur als zivilisatorische Kraft anerkennen und sich deswegen – ob nun mäzenatisch oder als Sponsoren – dafür einsetzen, dass gemeinnützige Ausstellungen und Veranstaltungen finanzierbar bleiben. Gerade in Städten wie Weimar und Ländern wie Thüringen bilden Kultur-, Bildungs- und Touristikangebote ein Rückgrat der Wirtschaftskraft, weswegen wir in sie noch mehr als bisher investieren müssen.“

Wir freuen uns, uns in Zukunft gemeinsam mit Ihnen als starke Stimme für die Weimarer Kulturszene einzusetzen. Alle Informationen zu unserem Neumitglied finden Sie hier: http://acc-cafe.de/