News Ukraine Dezember/Januar

Verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsentwicklungen in der Ukraine seit Ende 2021

Erhöhung der Zahl der Industrieparks 

Im Oktober 2021 hat die Ukraine ihre gesetzliche Regelung der Tätigkeit von Industrieparks aktualisiert und die Errichtung von 24 neuen Industrieparks bis dahin bereits begonnen. Dmytro Natalukha, Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Entwicklung der Werchowna Rada in der Ukraine, erklärte, dass sich die gesamten deklarierten Investitionen in neue Projekte im Bereich von Industrieparks auf 884 Millionen UAH belaufen. Die Gesamtfläche der Parks beträgt 557 Hektar. Mit Stand vom Dezember 2021 verzeichnen bereits vier Industrieparks Bewohner mit arbeitenden Betrieben. Das sind der Industriepark Bila Tserkva (Kyiv Gebiet), der Industriepark Vinnytsia, der Industriepark „Solomonovo“ (Zakarpattja Gebiet) und der Industriepark „Korosten“ (Schytomyr Gebiet). Es wird erwartet, dass die Ukraine 100 Industrieparks vollständig in Betrieb setzen wird. Es werden mittelfristig 100 Millionen US-Dollar in bestehende Parks und 200 Millionen US-Dollar in neue Parks investiert. Das ukrainische Parlament plant auch die Geräte für Industrieparks von Einfuhrzöllen zu befreien. 

Ein neues Regime zur Besteuerung von IT-Unternehmen wurde verabschiedet 

Am 20. Dezember 2021 wurde das Gesetz verabschiedet, das besondere steuerliche Bedingungen für IT-Unternehmen im Rahmen des Diia.City-Regimes festlegt. Unter anderem wird es IT-Unternehmen ermöglichen, weniger Steuern zu zahlen. Das Gesetz sieht Sondersätze für Angestellte von IT-Unternehmen und Arbeitnehmer vor: Einkommensteuer - 5 %, der einheitliche Sozialbeitrag - 22 % des Mindestlohns, Wehrsteuer - 1,5 %. Es sieht auch die Gewährung von Steuervergünstigungen für Investitionen in ukrainische Startups vor, 0% für Einkünfte in Form von Dividenden (bei Zahlung nicht öfter als einmal in 2 Jahren) usw. 

Moldauisches Parlament ratifizierte Protokoll zur Änderung des Freihandelsabkommens zwischen Moldau und der Ukraine 

Die vorgeschlagenen Änderungen werden den Investoren und dem Business den Zugang zu den Vorteilen der derzeitigen Präferenzabkommen zwischen der Republik Moldau, der Europäischen Union und der Ukraine erleichtern. Nach den Änderungen werden ukrainische Hersteller Rohstoffe und Komponenten zur Verarbeitung nach Moldau importieren und Fertigprodukte in die EU exportieren. Gleichzeitig erhalten die Waren moldauische Ursprungszeugnisse, die im Rahmen der derzeitigen Präferenzbehandlung keine Zölle erfordern. Darüber hinaus hat die Ukraine bereits ein ähnliches Abkommen mit Georgien unterzeichnet, und nun können drei Länder - die Ukraine, Georgien und Moldau - ein einheitliches System für den Handel mit der Europäischen Union schaffen, wie es die Parteien am 17. Dezember in Brüssel vereinbart haben. 

Das Ministerium für Infrastruktur der Ukraine hat angekündigt im Jahr 2022 vier Ausschreibungen für die Verwaltung von Seehäfen durchzuführen 

Das Ministerium für Infrastruktur der Ukraine plant im Jahr 2022 vier Konzessionsausschreibungen in den Seehäfen von Tschornomorsk, Odesa, Ismail und Berdjansk durchzuführen. Im Jahr 2020 wurden die ersten zwei Ausschreibungen für die Konzession von zwei Staatshäfen durchgeführt: der Hafen „Olwia“ in Mykolajiw und der Seehafen in Cherson. Das Eigentum des Hafens „Olwia“ wurde am 1. Dezember 2021 an das katarische Unternehmen QT Terminals übertragen. Das Eigentum des Hafens von Cherson wird demnächst an den Konzessionär übertragen. 

BIP-Wachstum 

Der Staatliche Statistikdienst der Ukraine berichtete, dass das reale BIP der Ukraine im dritten Quartal 2021 um 2,7 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020 und um 1,5 % gegenüber dem zweiten Quartal 2021 gestiegen ist. Das nominale BIP belief sich auf eine Billion 494,4 Milliarden UAH. Den größten Zuwachs im dritten Quartal zeigten solche Bereiche wie die Beherbergung und Gastronomie (+ 9,7%) sowie die Finanz- und Versicherungsaktivitäten (+ 7,6%) und Bau (+ 6,5%).