OSTROCK meets CLASSIC - "Ich bin frei Tour 2018"

Mühlhausen. Die Zonenrocker zelebrierten mit ihrem Ostrock-Kammerorchester "OSTROCK meets CLASSI" und begeisterten damit das Publikum. Der Erlös der Sponsoren geht an den Kinderfreundlichen Landkreis.

Ein perfektes Event (Foto: Deutsche Mediengesellschaft GmbH)

„Früher haben wir gehört, was man nicht hören durfte, Smokey, Abba, Bonny Tyler und die Bee Gees“, so eine begeisterte Teilnemerin. „Aber wenn ich Ostrock heute so höre, gefällt er mir auch gut!“.
Als sie das sagte, war die Hälfte des Konzertes vorbei – mit dem Karat-Erfolgssong „Der Blaue Planet“ zu einer Satellitenbild-Einspielung der sich drehenden Erde, einer zehnminütigen Version von „Albatros“, zu der die Tänzerinnen des Rockmusik-Projektes majestätisch mit blau angestrahlten Vogelschwingen flatterten und mit „Der König der Welt“, bei dem im Publikum viele kleine Lichter angingen. Einen Himmel voller Geigen schuf das Orchester „Ostrock meets Classic“ unter der Leitung von Florian Kießling für ein Liebeslied.

Sängerin Sylke Szemkus hatte sich bis dahin mit „Bye bye my love“ bereits als „absoluter Silly-Fan“ ausgewiesen und Lead-Sängerin Tamara Danz ihre fantastische Stimme verliehen. „Kindern eine Freude machen, das ist seine Welt!“ heißt es in dem Lied „Der Clown in einem Zirkus“ von „Neumis Rock Circus“. Diesen Song gaben die Zonenrock-Musiker gleich zu Beginn wieder und deuteten den guten Zweck des Konzertes an: Nämlich möglichst viel Geld für das Projekt „Kinderfreundlicher Landkreis“ einzuspielen. Das unter Schirmherrschaft des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW) stehende Konzert ist zu dem Zweck von einigen Mühlhäuser Unternehmen gesponsert worden.

Ein Feuerwerk aus dem Besten des ostdeutschen Rocks folgte im zweiten Teil. Unterstützt durch Diskokugeln, verwandelte sich zu dem Ute Freudenberg-Schlager „Jugendliebe“ die Decke der Sporthalle des Berufsbildenden Zentrums in einen Sternenhimmel. Pure Herzenswärme, unterstützt von roten Rosen an der großen LED-Leinwand, strahlten Sylke Szemkus und Leadgitarrist Enrico Schelzer in dem Duett „Rosen“ von Werther Lohse aus. Mit Leuchtkugeln jonglierten die Tänzerinnen zu dem Karat-Song „Das magische Licht“. Spätestens bei der Hardrock-Version des Titelsongs zum DDR-Kult-Film „Paul und Paula“, „Geh zu Ihr“ von den Puhdys, standen alle von den Sitzen auf, sangen oder schwangen im Rhythmus mit. Und sie setzten sich auch nicht mehr vor Begeisterung.

Mit „Am Fenster“ – das Instrumentalstück von „City“ landete sogar „im Westen“ in den Musik-Charts – hatte die Bratschistin der Zonenrocker, Martina Weidner, ihr minutenlanges und umjubeltes Solo. Das Lied sollte eigentlich der Ausklang sein. Doch das Publikum wollte mehr. „Über sieben Brücken sollst Du gehen“, ursprünglich von der Ostrock-Band Karat, bildete die frenetisch applaudierte dritte Zugabe. Die Mühlhäuser sangen das von Peter Maffay später gecoverte Lied so inbrünstig mit, dass Sängerin Sylke Szemkus von der Bühne kam, um mit ihnen zu tanzen. Enrico Schelzer war darüber so angetan, dass ihm kurz die Stimme versagte und es ihm Tränen in die Augen trieb. Nach dem Konzert trank er später mit einigen der Mühlhäuser Fans, die er als „das beste Publikum der diesjährigen Tournee“ bezeichnete, vor der Halle noch ein Bierchen. Mit Schirmherr Harald Zanker (SPD) wurde ein Auftritt auch im kommenden Jahr beschlossen - wird es kommen??.

Quelle Text: (Auszug vom Artikel TLZ Michael Fiegle / 23.04.18
Fotos: Deutsche Mediengesellschaft GmbH