Deutsches Entwicklungshilfeministerium fokussiert sich auf Usbekistan

Deutschlands Anstrengungen im Bereich der wirtschaftlichen Kooperation und Entwicklung werden sich künftig stärker auf bestimmte Länder und Regionen fokussieren.

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Usbekistan gehört dazu, während Kooperationsprojekte in Ländern, wie Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan und Tadschikistan auslaufen. Insgesamt wird die Zahl der Partnerländer weltweit von 85 auf 60 reduziert.

Eine endgültige Entscheidung über die so genannte BMZ-2030-Reform ist noch nicht gefallen. Das Ministerium prüft noch ein Konzept, das voraussichtlich im Sommer dieses Jahres verabschiedet werden soll. Minister Gerd Müller begründete die Nachricht damit, dass Deutschland seine Unterstützung für die Entwicklung der Länder "wirksamer und substanzieller" gestalten wolle.

Der Abschluss von Projekten in 25 Ländern im Rahmen des BMZ-2030 erklärt sich dadurch, dass einige dieser Länder nicht mehr unterentwickelt sind und keine Unterstützung mehr benötigen, während andere keine positiven Ergebnisse bei der Korruptionsbekämpfung, den Menschenrechten und der Regierungsführung erzielen.

Diese Veränderungen bedeuten nach Angaben des Ministeriums nicht unbedingt, dass Deutschland "kein Partnerstaat" mit diesen Ländern mehr ist - es handelt sich lediglich um einen "Wandel in der Form der Zusammenarbeit".

Einziger Partner des BMZ in Zentralasien wird Usbekistan sein. Die beiden wichtigsten Durchführungsorganisationen vor Ort sind die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und KfW Entwicklungsbank.

"Unsere Zusammenarbeit wird durch die Reformfortschritte der letzten drei Jahre gestärkt", so das Ministerium. Neue Projekte sind in der Reform des Gesundheitswesens geplant, in der beruflichen Bildung und in der Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

 

Autor: BVMW-Repräsentanz Usbekistan