Interview: Prof. Dr. Andreas Stoffers, Friedrich-Naumann-Stiftung

Die Deutsch-Vietnamesische Gesellschaft (DVG) hat Prof. Dr. Andreas Stoffers, der seit 2019 das Auslandsbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Vietnam leitet, interviewt.

Ludwig Graf  Westarp/DVG: Seit wann spielt Vietnam eine Rolle in Ihrem Leben?

Andreas Stoffers: Das erste Mal kam ich in Kontakt mit Vietnam während meines Studiums und meiner Promotion an der Bundeswehruniversität München. Da ich mich in meiner Diplom- und später meiner Doktorarbeit intensiv mit Thailand beschäftigte, kam ich einfach nicht umhin, auch so einiges über Thailands Nachbarland Vietnam in Erfahrung zu bringen.

Im Sommer 2009 betrat ich das allererste Mal vietnamesischen Boden als ich für die Deutsche Bank als Leiter Business Development und Geschäftsleitungsmitglied nach Hanoi ging. Seitdem haben mich das Land, seine Kultur, seine Sprache und seine Bewohner nicht mehr losgelassen. Vietnam blieb fester Bestandteil in meinem Leben, zunächst als Professor für Internationales Management in München und dann seit Ende 2019 als Leiter der Friedrich-Naumann-Stiftung Vietnam.

Was sind Ihre Aufgaben bei der Friedrich-Naumann-Stiftung in Vietnam?

Die Stiftung ist seit 2012 in Vietnam. Meine Aufgaben hier sind äußerst vielschichtig und schwer in nur wenigen Sätzen zu beschreiben. Mein Team und ich bringen den Vietnamesen die Werte des Liberalismus nahe. Ein klarer Schwerpunkt liegt dabei auf wirtschaftsliberalen Themen wie Freihandel, liberale Investitions- und Wirtschaftspolitik, Effizienzsteigerung und die Vorzüge der Marktwirtschaft. Dabei arbeiten wir eng mit dem vietnamesischen Außenministerium MOFA (Ministry of Foreign Affairs), der Handelskammer VCCI (Vietnam Chamber of Commerce and Industry), verschiedenen Provinzen, Think Tanks und renommierten Universitäten zusammen. Wir sind auch im Bereich CSR (Corporate Social Responsibility) unterwegs, da Unternehmertum und Marktwirtschaft mit sozialer Verantwortung für die Gesellschaft einhergehen müssen. Mit unseren vietnamesischen Partnern veranstalten wir Fachkonferenzen, Seminare und Workshops, fördern Studien und geben Publikationen zu liberalen Themen heraus.

Inwiefern spüren Sie die Einschränkungen durch die Corona-Krise?

Im ganzen letzten Jahr und in den ersten Monaten des Jahres 2021 habe ich kaum Einschränkungen in meiner Arbeit gespürt. Unsere Stiftung konnte fast alle Projekte on-site durchführen. Darunter waren Konferenzen mit vielen hundert Teilnehmern und Feldstudien auf dem Land. In dieser Zeit war ich viel in Vietnam dienstlich unterwegs. Von Quang Ninh an der chinesischen Grenze bis Ca Mau am südlichsten Zipfel des Landes war fast alles dabei. Lediglich eine internationale Konferenz und eine Delegationsreise mit auserwählten vietnamesischen Partnern nach Brüssel und Berlin musste abgesagt werden. Natürlich war auch damals für mich eine Ausreise aus Vietnam nicht ratsam, da die Wiedereinreise kompliziert gewesen wäre.

Die Situation in Vietnam ändert sich jedoch schlagartig durch steigende Covid-19-Zahlen im Juni 2021. Die neue Regierung entschloss sich, mit harter Hand vorzugehen. Am 31. Mai verhängte Ho-Chi-Minh-Stadt einen Lockdown, der seitdem immer weiter verschärft wurde. In einigen Bezirken erfolgt die Lebensmittelversorgung durch das Militär. Hanoi folgte mit einer Abschottung Ende Juli. Ein Ende des Lockdowns ist aktuell nicht abzusehen. Unsere Arbeit vor Ort leidet natürlich darunter. Aber wir versuchen das Beste daraus zu machen und setzen auf Onlineformate und Publikationen.

Wie schätzen Sie die Chancen Vietnams ein, aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen?

Ich muss gestehen, dass ich bis zum Ende der ersten Jahreshälfte noch sehr optimistisch war, was die wirtschaftliche Entwicklung Vietnams im Jahr 2021 angeht. In der Tat hat das Land bisher eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit bewiesen und ist - von der ganzen Welt anerkannt - selbst in der stürmischen See der Krise auf Kurs geblieben.

Leider sind seither dunkle Wolken in Form von Abriegelungen aufgezogen, die das Land bedrohen. Einige der aktuellen Prognosen sind zwar noch vorsichtig optimistisch. Im Juli schätzte die ADB (Asian Development Bank) die Wachstumsrate des vietnamesischen BIP auf - immer noch bemerkenswerte - 5,8 %. Aber es stellt sich nun die Frage, ob dies nach den Lockdowns noch realistisch ist.

In vielen Unternehmen können die Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen. In einigen Fällen verbringen die Mitarbeiter die Nacht auf der Arbeit. Es ist kein Wunder, dass die Produktivität sinkt. In den ersten 7 Monaten dieses Jahres haben fast 79.700 Unternehmen ihre Tätigkeit vorübergehend eingestellt, was einem Anstieg von 25,5 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Im Durchschnitt ziehen sich jeden Monat 11.400 Unternehmen vom Markt zurück. Die während der Krise aufgelegten staatlichen Unterstützungsprogramme scheinen nicht so rasch zu greifen. Der EuroCham-Geschäftsklimaindex lag mit 45,8 Punkten bereits auf einem der niedrigsten Werte seit Beginn des BCI (Business Confidence Index) vor einem Jahrzehnt. Ich gehe davon aus, dass dieser Index im Jahr 2021 neue Tiefststände erreichen wird.

Vieles wird davon abhängen, wie sich die Krise entwickelt und insbesonders wie schnell und effektiv die staatlichen Maßnahmen greifen. Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Funktionsfähigkeit des Landes müssen mit Bedacht abgewogen werden. Denn Armut kann auch tödlich sein.

Angesichts der guten rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Vietnams bin ich dennoch überzeugt, dass Vietnam aus der Krise gestärkt hervorgehen wird. Die Vietnamesen haben bereits in ihrer Geschichte immer wieder eine bemerkenswerte Resilienz gezeigt und werden es auch jetzt tun. Die bestehende vorsichtige Geld- und Fiskalpolitik, die vielen Freihandelsabkommen und eine investorenfreundliche Politik werden das Land nach dem hoffentlich baldigen Ende der Krise wieder auf Kurs bringen.

Was macht Vietnam für Investoren so interessant?

Vietnam zeichnet sich durch ein Geflecht von modernen Freihandelsabkommen und eine sehr liberale Investorenpolitik aus. Mit dem EVFTA und dem hoffentlich bald ratifizierten EVIPA ist das Land für Investoren aus Deutschland sehr attraktiv. Hinzu kommen die günstige Lage im Herzen von ASEAN, ein großer Binnenmarkt mit fast 100 Millionen Einwohnern, eine steigende Mittelschicht und ein großes Potential an motivierten Arbeitskräften bei einem noch ansprechenden Lohnniveau. Natürlich gibt es auch negative Dinge, bei denen ein Investor aufpassen muss. Die negativen Aspekte können und müssen durch eine intensive Vorbereitung ausgebügelt werden. Ich persönlich halte Vietnam für einen der interessantesten Investitionsstandorte in der Region.

Welche Rolle spielt das EU-Vietnam Freihandelsabkommen (EVFTA) in den deutsch-vietnamesischen Beziehungen?

Gerade vor dem Hintergrund des EVFTA können die Beziehungen zwischen Deutschland und Vietnam als äußerst gut bezeichnet werden. Das EVFTA ist ein klares Bekenntnis beider Seiten, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Das EVFTA ist eines der modernsten Abkommen seiner Art. Seine Bestandteile entsprechen eher der Qualität eines Freihandelsabkommens zwischen Industrieländern. Es belegt eindeutig, wie die EU Vietnam sieht: als eines der vielversprechendsten Länder in der Region und als Brückenkopf in ASEAN. Deutschland als größte Volkswirtschaft der EU kann dies ganz besonders nutzen.

Für uns als Friedrich-Naumann-Stiftung war das EVFTA einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit. So haben wir gemeinsam mit dem Außenministerium Konferenzen organisiert, mit VCCI ein EVFTA-Handbuch für vietnamesische Firmen herausgegeben sowie vier vietnamesischen Firmen als Leuchtturmprojekt fit für den EU-Markt gemacht. Ich möchte an dieser Stelle aber noch einmal auf die Einzigartigkeit des EVFTA hinweisen. Ein solches Abkommen lässt sich nicht in einem Jahr aushandeln. Es hat über ein Jahrzehnt bis zur Ratifizierung in 2020 gedauert. Wenn andere Länder in der Region ein ähnliches Abkommen haben wollen, wird es sehr lange dauern. Vietnam hat also einen großen Vorsprung. Durch die Regeln zur sozialen Verantwortung der Unternehmen (Art. 13 EVFTA) werden auch gerade für Deutschland wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit einbezogen, was Vietnam die Möglichkeit bietet, auch hier seine eigenen Standards zum Wohle der Bevölkerung und der Wettbewerbsfähigkeit des Landes anzuheben. Aber es gibt noch einen weiteren, oft vernachlässigten Aspekt: Das EVFTA hilft Vietnam, einen neutralen Dritten in den sich abzeichnenden Konflikt zwischen den USA und China einzubinden. Deutschland kann hier diplomatisch besonders profitieren, da es der größte Handelspartner Vietnams in der EU ist.

Offiziell ist Vietnam ein kommunistischer Staat. Wie sieht es damit aus, im Land Geschäfte zu machen?

Anders als viele Bereiche der Zivilgesellschaft ist Vietnam wirtschaftlich ein ausgesprochen offenes Land. Ausländische Investoren profitieren von den Investitionsschutzgesetzen und den vielen Freihandelsabkommen. Anders als die meisten Deutschen erwarten, ist Vietnam ausgesprochen dezentral organisiert. Es gibt 63 Provinzen und Munizipalitäten, die untereinander in starker Konkurrenz stehen und um Investoren buhlen. Ausdruck findet dies im Provincial Competitiveness Index (PCI), der Offenheit, Konkurrenzfähigkeit und Investorenfreundlichkeit zwischen verschiedenen Provinzen vergleicht. Unsere Stiftung begleitet seit Jahren die Provinzen Bac Giang und Bac Ninh im Norden des Landes. Die Verbesserungen kann man mit eigenen Augen sehen. Inzwischen ist der PCI ein vietnamesischer Exportschlager geworden, der auch in andere Schwellenländer übertragen wird. Allerdings sollten sich Investoren vor ihrem Eintritt in den vietnamesischen Markt kompetent beraten lassen, sowohl hinsichtlich rechtlicher Fallstricke als auch bezüglich Markterkundung, Markterschließung und kultureller Besonderheiten. Sonst kann ein vielversprechendes Investment als ein Desaster enden.

Wie arbeitet eine liberale Stiftung in einem kommunistischen Land wie Vietnam? 

Vietnam hat sich in den letzten Jahrzehnten, vor allem seit der Öffnung des Landes (Doi Moi, 1986) massiv gewandelt. Dazu gehört eine starke wirtschaftliche Offenheit gegenüber den Kräften des Marktes. Vietnam setzt auf Freihandelsabkommen, Rechtssicherheit für Investoren (z.B. durch das EVIPA und das neue Investitionsschutzgesetz) und Unternehmertum. Natürlich gibt es auch kleinere konservative Kräfte, aber zurück zu den Zeiten der sozialistischen Mangelwirtschaft möchte niemand.

Wir setzen auf die vielen zukunftsorientierten Kräfte in Vietnam, die offen gegenüber marktliberalen Ideen sind. Unsere Zusammenarbeit mit Behörden, Provinzen, Universitäten und Institutionen ist sehr eng. Ich bin manchmal selbst überrascht, wie offen unsere Ideen hier aufgegriffen wurden. An den Unis finden Übersetzungen liberaler Autoren wie Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek viele Fans. Die vietnamesische Staatsquote ist halb so hoch wie die deutsche, die Staatsverschuldung ist mit 58% zum BSP ebenfalls niedriger. Solche Dinge wie Mietpreisbremse, Mietendeckel und hohe Steuern sorgen hier für Kopfschütteln. Selbstverständlich gibt es auch Linien, die wir nicht überschreiten können. Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, zivilgesellschaftliche Akteure und eine legale Opposition gibt es hier nicht. Hier gibt es aus liberaler Sicht noch viel zu tun.

Wie steht es um die deutsch-vietnamesischen Beziehungen?

Im Jahr 2020 blickten Vietnam und Deutschland auf 45 Jahre diplomatische Be­ziehungen sowie traditionell gute und enge Verbindungen zurück. Dies hatte unsere Stiftung zum Anlass genommen, eine offizielle Festschrift hierzu herauszugeben, die vielen Facetten der deutsch-vietnamesischen Beziehungen zum Ausdruck bringen.

Insgesamt gibt es heute etwa 300 deutsche Unternehmen in Vietnam. Neben gro­ßen Playern wie Siemens, Adidas und Bosch hat der deutsche Mittelstand Vietnam als Zielland für Investitionen entdeckt. Deutschland ist auch mit Abstand der wichtigste europäische Handelspartner Vietnams. Die Zahl der Vietname­sen in Deutschland beläuft sich auf ca. 170 000. Sie gelten als äußerst gut inte­griert. In Vietnam selbst gibt es rund 100 000 Vietnamesen, die Deutsch sprechen können. Beides sind eine gute Voraussetzung für eine Intensivierung der Zusammenarbeit. Es ist zu erwarten, dass sich der bi­laterale Handel im Zuge des EVFTA und Überwindung der Covid-19-Krise steigern wird.

Die wesentliche Grundlage der guten Beziehungen bildet die im Oktober 2011 unterzeichnete Hanoier Er­klärung, mit der sich beide Länder zu einer strategischen Zusammenarbeit in den Bereichen politischer Dialog, Handel, Entwicklung, Rechtsstaatlichkeit, Umwelt­schutz, Kultur und Bildung verpflichten. Eine Folge der Erklärung ist das  „Deutsche Haus“ in Ho-Chi-Minh-Stadt, welches 2017 fertig gestellt wurde. Dieses Gebäude ist ein Leuchtturm-Projekt für Deutschlands Kultur, Wirt­schaft in Viet­nam und darüber hinaus. Ein anderer Meilenstein der Beziehungen ist die 2008 gegründete Vietnamese German University (VGU), welche aka­demische Ausbildung mit praktischen Aspekten kombiniert. In Vietnam sind Goethe-Institut, DAAD und GIZ durch viele Projekte vertreten. Da­neben sind auch andere deutsche Stiftungen vor Ort präsent.

Wie lebt es sich als Deutscher in Hanoi?

Unter normalen, nicht-Corona Umständen lebt es sich in Hanoi sehr angenehm. Es gibt hervorragende Restaurants in allen Preisklassen, gute internationale Schulen für die Kinder und eine lebendige Business Community. Das Sicherheitsgefühl ist – abgesehen von dem chaotischen Straßenverkehr – sehr hoch. Das Klima mit seinen heißen Sommern und feucht-kühlen Wintern muss man mögen. Ich selbst komme gut damit klar und mag es. Es gibt genügend Häuser und Wohnungen in allen Preislagen für Expats. Im letzten Jahr als Deutschland unter Lockdowns zu leiden hatte, war in Hanoi – abgesehen von einigen wenigen Wochen – das Leben normal und angenehm, vielleicht ein bisschen ruhiger als sonst, da Touristen und Kurzzeit-Expats nicht mehr da sind und auch der Straßenverkehr abgenommen hat. Seitdem Hanoi seit Ende Juli im Lockdown ist, leidet die Lebensqualität im allgemein enorm. Zumindest ist die Luftqualität mangels Straßenverkehr deutlich besser geworden und ich hatte noch mehr Zeit, Vietnamesisch zu lernen.

Im Oktober wird beim Springer-Verlag ein von Ihnen herausgegebener Management-Guide Vietnam erscheinen. Warum war Ihnen dieses Projekt wichtig?

Die Idee zu diesem Buch „Der aufsteigende Drache“ kam meinem guten Freund Pham Quang Long und mir vor etwa einem Jahr. Es war uns beiden wichtig, den Deutschen, die sich für Vietnam interessieren, eine Hilfestellung zu geben. Das Buch richtet sich an alle, die schon in Vietnam arbeiten oder demnächst in diesem boomenden südostasiatischen Land arbeiten wollen. Gleichzeitig ist es aber auch für jenen interessant, der in die faszinierende vietnamesische Kultur tiefer eintauchen möchte.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es ausschließlich von Vietnamexperten geschrieben ist, die Jahre oder Jahrzehnte mit Vietnam zu tun hatten. Es ist aus der Praxis für die Praxis geschrieben. In insgesamt fünf Teilen werden allgemeines Wissen zu Land und Leuten vermittelt, Hinweise zur Gestaltung einer Karriere gegeben, der Umgang mit vietnamesischen Mitarbeitern thematisiert sowie Tipps zu Networking und Geschäftemachen gegeben. Ein ausführlicher Anhang mit Literaturempfehlungen, Netzwerkadressen und volkswirtschaftlichen Daten rundet unser Buch ab. Wir sind sehr froh, dass wir den renommierten Springer-Verlag als Partner gewinnen konnten. https://www.springer.com/gp/book/9783658342388

 

Prof. Dr. Andreas Stoffers studierte Politik- und Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Universität der Bundeswehr in München. 1996 promovierte er über die deutsch-thailändischen Beziehungen. Andreas Stoffers verfügt über 18 Jahre praktische Managementerfahrung als Bankkaufmann in Deutschland und Südostasien. 2014 wurde er Professor für Internationales Management an der Internationalen Hochschule SDI München. Darüber hinaus ist er Gastprofessor an der University of Malaya in Kuala Lumpur/Malaysia sowie an der Vietnamese-German University in Binh Duong/Vietnam. Seit Dezember 2019 arbeitet er als Country Director Vietnam für die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Hanoi.