Kein „betreutes Lesen“ in Power-Point-Präsentationen - Neues Vortragsformat: „Wildes Geplapper“ bei Ostendorf

-pes- AHLEN. Was kann man sich unter „wildem Geplapper“, übersetzt aus dem japanischen „Pecha Kucha“, vorstellen? Sicher keine auf das absolut Wesentliche eingedampften Fachvorträge. Doch genau das ist es. Eine Kostprobe davon gab es am Dienstagabend im Autohaus Ostendorf. Robert Kleinschmidt, Kreisgeschäftsführer des Bundesverbands der Mittelständischen Wirtschaft, lud gemeinsam mit dem Ahlener Industrie- und Wirtschaftsclub und „Pro Ahlen“ zum „Wilden Geplapper“ ein. „Wir wollen mit diesem neuen Format einen Anstoß zu neuen Gesprächen geben“, erklärte Peter Schmidt, Vorsitzender von „Pro Ahlen“, die Idee. Denn dazu ist „Pecha Kucha“ perfekt geeignet. „Es gibt ganz viele ganz unterschiedliche Themenvorträge von nur sechs Minuten Dauer mit nur 20 Folien zur Unterstützung“, erläuterte Robert Kleinschmidt die Spielregeln. Stadtwerkechef Hans Jürgen Tröger machte den Anfang. Gar nicht so einfach, ein Unternehmen wie das seine in so kurzer Zeit zu präsentieren. So wählte er den Schwerpunkt Energie mit dem Titel „Keine Energiewende ohne Mobilitätswende“. Während der sonst eher ruhige Geschäftsführer deutlich schneller sprach als gewöhnlich, tickte die Zeit unerbittlich. Auf der Leinwand wurde der Zeitbalken immer kürzer. Doch Tröger schaffte es, seine Message, ohne sich zu verplappern, rüberzubringen. Nicht schlechter machte auch Timm Ostendorf seine Sache. Thema des Gastgebers war natürlich die „Automobile Zukunft“. Das in sechs Minuten zusammenzufassen, war mehr als sportlich. Etwas atemlos, aber gut strukturiert, widmete sich der MercedesHändler der Frage, wie das Auto der Zukunft aussehen könnte: „Wird es ein rollender Wellnesstempel oder ein privater Kinosaal werden?“ Und: „Wie wollen wir fahren, mit kalter Logik à la Mister Spock oder menschlich intuitiv wie Captain Kirk?“ Das sorgte für Lacher bei den über 70 Zuhörern. Es ging auch weniger um Wissensvermittlung. „Wir brauchen kein betreutes Lesen in den bekannten Power-Point-Präsentationen“, erklärte Timm Ostendorf. „Es werden in kurzer Zeit viele Themen angerissen und daraus können sich nachher die weiteren Gespräche ergeben“, lüftete Robert Kleinschmidt das Geheimnis des „Pecha Kucha“. Für Peter Schmidt sogar so reizvoll, dass er in Erwägung zog, daraus eine Veranstaltungsreihe zu machen. Quelle: Peter Striederjürgen, Westfälische Nachrichten

Moderne Vergütung: Gehaltsextras statt Extragehalt

- STEIGERUNG VON MITARBEITERLOYALITÄT DURCH NUTZUNG STEUERLICHER VORTEILE - Das Gehalt ist längst nicht mehr das einzige Kriterium für die Jobentscheidung oder die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Aber sie spielt nach wie vor eine wesentliche Rolle. Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung, einerseits eine attraktive Vergütung zu bieten, andererseits aber die Personalkosten im Griff zu halten. Der gezielte Einsatz von steuerfreien (oder pauschal versteuerten) und sozialversicherungsfreien Gehaltsextras nutzt beiden Seiten: Der Arbeitnehmer steigert sein Netto, der Arbeitgeber spart Nebenkosten. Zudem ist das Angebot von Mitarbeiterbenefits bereits heute ein Bewertungskriterium in Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie kununu & Co. Die zwei Experten des Abends waren Herr Wim Oudekotte, Wirtschaftsprüfer und Unternehmer, Herr Sven Janßen, Geschäftsführer der beeline solutions gmbh & co. kg. Gehaltsextras sind aufwändig in der Verwaltung. Zu beachten sind dabei beispielsweise, dass Freigrenzen nicht überschritten werden, da sonst anders als bei Freibeträgen die steuerlichen Vorteile entfallen. Welche Möglichkeiten Unternehmen steuerrechtlich überhaupt haben, darüber informierte Herr Wim Oudekotte. Wie diese Gehaltsextras dann optimal seitens der Unternehmen gemanagt werden können erläuterte Sven Janßen. Eine neuartige, web-basierte Lösung vereinfacht Unternehmen jeder Größe das Management von Zuwendungen radikal und macht es zugleich komfortabler, wirkungsvoller und sicherer.

„Dauerhafte Spitzenposition durch mutige und ständige Veränderung"

- Innovationen als Erfolgselement von Wachstumsstrategien - Welches Unternehmen, egal welcher Größe und Branche will nicht dauerhaft auf seiner Erfolgsspur bleiben, seine Spitzenposition halten oder erobern. Das war sicherlich der Grund, dass mehr als 80 Unternehmer aus dem gesamten Münsterland der Einladung des BVMW zum "Meeting Mittelstand in den Räumlichkeiten der  metrica INTERIOR Objekteinrichtungen GmbH & Co. KG., Senden Bösensell folgten. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Leiter der BVMW-Region Coesfeld / Warendorf, Herrn Robert Kleinschmidt, informierte als erster Referent  Herr Prof. Dr. Carsten Feldmann, Institut für Prozessmanagement und Logistik (IPL) FH Münster über die wichtigen Grundlagen und Strukturen einer methodischen Vorgehensweise. Der Tenor seines Vortrages war sicherlich, dass nur über eine professionelle Planung aus den Visionen eine nutzbringende konkrete Strategie wird. Der folgende Redner des Meeting Mittelstandes, Herr Kai Dittmar, CEO der metrica INTERIOR Objekteinrichtungen GmbH & Co. KG., konnte, nach einer  kurzen Vorstellung des Unternehmens, einem äußerst erfolgreichen weltweit agierendes Unternehmen im Bereich Innenausbau von Luxusyachten, in idealer Weise im Rahmen eines "Best Practice Vortrages", die theoretischen Ansätze aus dem Vortrag von Prof. Feldmann in spannender, gleichsam unterhaltsamer Weise zum Leben erwecken. Dieser Mix aus Theorie und Praxis war wohl ausschlaggebend für die sehr positive Bewertung dieses Meetings. Nicht zuletzt wurde es dadurch deutlich, dass der im Anschluss  entstehende Austausch der Unternehmer, die persönlichen Gespräch bis in den späten Abend gingen.

Technischer Wandel für Service und Vertrieb - Vorteile der modernen Außendienststeuerung -

zu diesem Thema hatte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft Kreis Warendorf/Coesfeld diesmal die Unternehmer der Region eingeladen. In seiner Anmoderation wies BVMW-Regionaleiter Robert Kleinschmidt darauf hin, dass auch schon vor Jahrzenten IT-Systeme für den Außendienst von Vertrieb und Service existierten, die Ähnliches wie die heutigen Lösungen beinhalteten, aber nicht mehr in die aktuelle IT-Welt passen würden. Der Experte des Abends, Herr Udo Braam, Geschäftsführer der GML - Gesellschaft für mobile Lösungen mbH, Gewinner des Telekom Innovationspreis 2014, informierte in seinem 45 Minuten Referat über den heutigen Stand von Software und Technik. Seine 20 jährige Erfahrung zu den Themen der intelligenten Verkaufsunterstützung, der auswertbaren Besuchsberichte, bis hin zur zeitnahen direkten Auftragserfassung für den Vertrieb, war sicherlich die Basis für seine Kompetenz. Natürlich berichtete er ebenso spannend wie informativ über die aktuellen Lösungen für Monteure und Außendienst-Techniker. Selbstverständlich können Sie wesentlich effizienter arbeiten, wenn Sie alle nötigen Kundeninformationen direkt zur Hand haben, die Einsatzpläne optimal gesteuert sind, sie direkt Serviceberichte oder die Rechnungsstellung online auslösen können. Die unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen der Gäste des Abends im Landhotel Bartmann und die sich daraus im Anschluss des Vortrages ergebende Fragen machten den Experten Talk auch heute wieder sehr nutzbringend für alle Beteiligten.

„Mobilität der Zukunft-Automatisiertes Fahren“

Kreis Warendorf/Neubeckum (ak). „Mobilität der Zukunft-Automatisiertes Fahren“ – dieses Thema hatte sich der Bundesverband mittelständische Wirtschaft Kreis Warendorf/Coesfeld für eine Diskussionsveranstaltung ausgesucht. Den hohen Grad der Aktualität bewies die große Zahl der Interessierten am Dienstagabend im Autohaus Weber. Humorvoll führte BVMW-Leiter Robert Kleinschmidt in das Thema ein. Bereits vor 50 Jahren habe es automatisiertes Fahren gegeben, als ein Bauer nach dem Schützenfest seinem Pferd einen Klaps gab und es selbstständig den Weg nach Hause fand. .... Wie weit die digitale Revolution auf vier Rädern heute ist, das machen drei Fachreferenten deutlich. Jan Weber, Chef des Autohauses, informierte die Gäste über den aktuellen Entwicklungsstand bei Audi. Schon früh habe der Konzern die Zeichen der Zeit erkannt. So seien heute viele Modelle schon mit Fahrassistenz-Systemen  ausgestattet, die den Weg zum automatisierten Fahren ebnen. „Die Technik ist schon sehr weit, aber es gibt noch ethische Fragen“, brachte er es auf den Punkt. Diplom-Ingenieur Benno Hense aus dem Verkehrsministerium NRW knüpfte daran an und machte deutlich, wie weit die rechtlichen, gesellschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen und Auswirkungen des automatisierten und vernetzten Fahrens schon sind und was noch getan werden muss. „ Es ist noch ein weiter Weg , um aktiv am Straßenverkehr teilnehmen zu können“, sagte er. Wer trägt die Schuld an einem Unfall? Greift die Produkthaftung oder das Strafrecht/Zivilrecht , wenn keine menschliche Hand das Fahrzeug steuert? Automatisiertes Fahren sei ein gesellschaftlicher Nutzen und insbesondere für alte und sensorisch eingeschränkte Menschen ein Segen, bringe langfristig die Verbesserung des Verkehrsflusses und verhindere Unfälle. Professor Dr. Torsten Bertram von der Technischen Universität Dortmund nannte das Ergebnis einer empirischen Untersuchung. So lehnten junge Leute das automatisierte Fahren ab, fühlten sich entmündigt. Für die ältere Generation sei das Fahren ohne Lenkrad kaum vorstellbar. Fahrassistenz-Systeme dagegen wie das automatische Einparken würden begrüßt. Da auch automatisierte Fahrzeuge ausfallen könnten, müssten mehr Nothaltebuchten eingerichtet werden. Nebel und schlechte Fahrbahnmarkierungen seien zum Beispiel Grund für einen Abbruch. Über das „Connected Car“ und „Connected Mobility“ bei der Deutschen Telekom sprach Veronika Söntgerath und stellte den neuesten Stand der Entwicklung vor.