Unternehmer des Jahres 2017 - Landkreis Weimarer Land

Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) ehrt Fritjof Hahn in Heichelheim mit dem Mittelstandspreis

Landrat Hans-Helmut Münchberg, Fritjof Hahn und Horst Schulze (von links) bei der Preisübergabe.

Heichelheim. Als er 1993 zum Unternehmen stieß, hatte die Ablig Feinfrost GmbH in Heichelheim 42 Mitarbeiter. Jetzt sind es 115, und die Kartoffelpuffer aus dem Weimarer Land sind sogar auf dem Weihnachtsmarkt in Chicago ein Renner. Das sind nur zwei der Gründe, warum die Jury des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) in diesem Jahr einstimmig entschied, Fritjof Hahn mit dem Mittelstandspreis als „Unternehmer des Jahres“ im Weimarer Land zu ehren. Zur Preisübergabe an den Ablig-Geschäftsführer gestern in der Heichelheimer Kloßwelt fand sich ein stattliches Aufgebot an Geschäftspartnern, Offiziellen und langjährigen Wegbegleitern des 61-Jährigen ein.

Landrat Hans-Helmut Münchberg hielt die Laudatio. Er verwies auf die Entwicklung des Unternehmens zu einer inzwischen deutschlandweit etablierten Marke. Mit Blick auf die tiefgefrorenen Thüringer Klöße, bei denen die Ablig Marktführer ist, zitierte Münchberg eine namenlose Hausfrau mit dem Ausspruch: „Besser kann ich sie auch nicht machen.“ Hahn habe bei all seinen Entscheidungen seine Mitarbeiter als wichtigste Größe im Blick. Mit der zusätzlichen Produktionsschiene von Speiseeis habe er dafür gesorgt, dass die Stammbelegschaft ganzjährig beschäftigt sei.

„Eigentlich habe ich gar keine Zeit, mich um irgendwelche Preise zu bewerben“, sagte Hahn in seinen Dankesworten. Horst Schulze, der Leiter des BVMW-Kreisverbandes für Weimar, Sömmerda und das Weimarer Land habe ihn überzeugt, „weil es nicht nur um uns geht, sondern um den Mittelstand in Thüringen, der öffentlich zu wenig wahrgenommen wird.“ Er dankte auch seiner Frau für Geduld und Verständnis – erst am Morgen habe er ihr die schlechte Nachricht zumuten müssen, dass der ab nächste Woche geplante Ostsee-Urlaub wegen dringender anstehender Entscheidungen im Unternehmen um einige Tage verschoben werden müsse.

Das Eis nach traditionellen Rezepten aus DDR-Zeiten, das die Ablig produziert, kennt Hahn übrigens auch noch aus seiner Kindheit: Er wuchs in Mecklenburg-Vorpommern auf und studierte nach seiner Lehre (er selbst nennt sie „Melker mit Abitur“) Landwirtschaft in Halle/Saale. Seit 1982 ist er in Thüringen zu Hause.

Michael Grübner / 31.08.17

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