Am 24.2.2021 fand der Online-Dialog mit den 5 KandidatInnen per ZOOM statt.

Online-Diskussion der Bürgermeister-KandidatInnen Friedrichsdorf 2021  

 

Es nahmen teil:

Katja Gehrmann, CDU 

Jutta Janda, SPD

Lars Keitel, Bündnis 90/ Die Grünen 

Jochen Kilp, FDP 

Jens Witte, FWG 

 

Es moderierten Klaus Späne (Redakteur der Taunus Zeitung) und Hans-Peter Neeb (BVMW Mittelstandsverband). 

 

In dem ZOOM Chat gab es etliche Fragen und Kommentare, die aus Zeitgründen leider zur Sprache kommen konnten. Wir haben uns darum entschieden, diese Anmerkungen zu erfassen, zu strukturieren und zu ordnen, um sie den KandidatInnen im Nachhinein zur Beantwortung zur Verfügung zu stellen. 

 


Die Zusammenfassung der Fragen im Chat: 

 

1.    Houiller Platz 
a.    Wie möchten sie den Houiller Platz beleben? Kommt die Bücherei dorthin und wenn ja, wann?

 

2.    Hugenottenstraße
a.    Die Hugenottenstrasse verkümmert immer mehr. Aktuell stehen wieder 2 Geschäfte oder mehr leer. Vielleicht kann man mal nach HG blicken, was dort alles umgesetzt wird.
b.    Ist eine Verkehrsberuhigung der Hugenottenstraße vorstellbar?

 

3.    Seulberg
a.    In Seulberg haben die Einzelhändler/ Apotheker Ängste was die Zufahrt bzw. Parkmöglichkeiten betrifft. 
b.    Wie stellen sie sich die Fahrradautobahn durch Seulberg vor? 
c.    Bürgerbeteiligung ist gut - aber die BürgerInnen müssen auch hingehen und nicht desinteressiert sein und dann erst "schreien", wenn die Bagger vor der Tür stehen. 

 

4.    Burgholzhausen
a.    Bus 26 schön für Seulberg, aber eine Katastrophe für Burgholzhausen. Wir sind abgehängt.

 

5.    Die Stadtteile
a.    Ich höre nahezu ausschließlich von der Hugenottenstrasse sprechen. Da ist sicher und unbedingt Entwicklung wünschenswert. Was aber ist mit der Wirtschaftsförderung in den Stadtteilen?

 

6.    Wirtschaft/ Gewerbe/ Handel
a.    Welche Planungen haben die Kandidaten zur Unterstützung von Einzelhandel und Gewerbe, der/das Corona-bedingte Schwierigkeiten hat?
b.    Wertvolles Ackerland für das Taunuslab/ für weiteres Gewerbe das ist keine grüne Politik. Wertvolle Insektenflächen werden vernichtet. 

 

7.    Gewerbepark am Sportpark
a.    Wie sieht es mit dem Gewerbepark am Sportpark aus?
b.    Woher kommt die Verzögerung im Gewerbepark am Sportpark
c.    Ist der Bau vom Taunus-Lab gesichert?
d.    Verkehrskonzept, wenn das Amazon Lager und das Tanuns-Lab in Betrieb sind. Auch im Hinblick auf einen sichereren Schulweg. / Und dann kommen noch 3.000 PKW täglich für das TaunusLab. 

 

8.    Geplantes Amazon-Verteilcenter (auf dem Gelände des ehemaligen Milupa Hochregallagers) 
a.    Wie stellen sich die Kandidaten eine Verkehrsführung vor, wenn die Brücke über die Autobahn ausfällt?
b.    Wie viele Laster pro Tag werden erwartet?
c.    Alle reden von Umwelt, was hat dann hier ein Amazon-Verteilerzentrum zu suchen? 
d.    Hoffentlich zahlt Amazon wenigstens seine Steuern in Friedrichsdorf und Deutschland. / Wenigstens Arbeitsplätze mit fairen Löhnen? 

 

9.    Mobilität/ Straßenführung
a.    Warum sollen die Linksabbiegerspuren in Köppern, Köpperner Str./Ecke Limesstr. abgeschafft werden?
b.    Wie wollen Sie mit der zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsbelastung umgehen, die mit zunehmendem Wohnraum zu erwarten ist?
c.    Was wollen sie konkret für Fahrradfahrer tun?
d.    Bahn und Rad in Friedrichsdorf sind eine Katastrophe. Wer trägt mein e-Rad zum Bahnsteig? 
e.    Die Ausschilderung von Tempo 30 Zonen in F-Dorf ist eine Katastrophe. Was wollen Sie hierbei ändern? 
f.    Verkehrskonzept heißt für uns, dass 30 Zonen auch für Autorfahrer gut zu sehen sind. Die Talstraße ist ein gutes negatives Beispiel. Kaum einer hält sich an die Verkehrsberuhigung. / Tempo 30 Zone hinter REWE Seulberg wird ebenfalls nicht beachtet. Autofahrer fahren mit viel zu hohem Tempo vom Parkplatz. Es fehlen Markierungen!
g.    Für die Schule sollte ein sinnvolles Konzept für Fahrräder erarbeitet werden. Kleine Busse, die flexibler sind. Die Radstrecke der Schulkinder aus Burgholzhausen zur Philipp-Reis-Schule ist besonders am 1. Kreisel nach dem Stadtteil abenteuerlich und gefährlich. Schließt das Konzept hier eine Verbesserung ein? 
h.    Denkt irgendwer daran, dass es Senioren gibt, für die das Fahrrad keine Alternative ist?
i.    Wie setzen sich die Kandidaten für einen BAB-Anschluss ein?
j.    Was ist für die E-PKW Ladestationen geplant? 
k.    Der Traum wären E-Busse. Eine engere Taktung ist sicherlich sinnvoll. 
l.    Das Problem Umbau Bahnhof Kernstadt wird so lange bleiben, bis sich die Bahn endlich bewegt. Da spielt es keine Rolle, wer im Rathaus auf dem Chefsessel sitzt. / Wichtig wäre, wenn alle an Stadtpolitik Beteiligten für besser zugängliche Bahnhöfe sorgen; auch wenn die Bahn mauert. 
m.    Bahnhofszugang F.-Dorf: seit vielen Jahren für Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder auch ganz einfach Reisende mit schweren Koffern ist die S-Bahn nur erschwert erreichbar. Welche praktischen kurzfristigen Möglichkeiten gibt es, bis zum Bau eines Aufzuges/einer Rampe besser den S-Bahnsteig zu erreichen. 
n.    Als große Richtung wäre anzuregen, ob man nicht auf CO2-neutrale Innenstädte hin planen können. 
o.    Eine lebendige Innenstadt und ein funktionierender Einzelhandel funktioniert nur, wenn es auch praktisch ist, mit dem Auto zu kommen und gut zu parken. 

 

10.    Wohnungsbau/ bezahlbarer Wohnraum 
a.    Wird in den Backesgärten bezahlbarer Wohnraum erstellt oder warum war dieser Beschluss so eilig?    
b.    Was bedeutet denn bezahlbarer Wohnraum in Geld?
c.    Warum sind in der Ökosiedlung noch 29 Seniorenwohnungen unvermietet, davon 8 mit Sozialbindung? Zu teuer?
d.    Warum setzt man auf Industriestandorte in der Innenstadt (Stichwort "Industriestraße"), wenn wir andererseits über knappen Wohnraum sprechen?
e.    Welche(r) der Kandidaten setzt gezielt auf den langfristig sinnvollen Geschossbau statt auf Einfamilienhäuser, von denen wir schon viel zu viele haben?
f.    Guten Abend, die Ökosiedlung hat viel Leerstand. Solche Betonklötze braucht kein Mensch.
g.    Wollen Sie neue Baugebiete ausschreiben?
h.    Hier sehe ich das Problem, dass die Neubaugebiete gleichzeitig aus dem Boden schießen, statt die Abschnitte in 5 Jahren zu planen, damit die Altersstruktur sich wandelt.

 

11.    Bevölkerung
a.    Wollen wir "unter uns" bleiben oder sind wir interessiert an Zuzug?

 

12.    Kinder/ KiGa/ KiTa/ Schule/ Betreuung 
a.    Ich bin echt beeindruckt wie viele Kitas in Friedrichsdorf entstanden sind. / Es geht ja doch bei der Kinder-Betreuung nicht nur um Quantität, sondern um QUALITÄT. Kann man sich Qualität leisten? Und wie? / Friedrichsdorf hat im Vergleich zu den Umlandstädten ein super Kita-Angebot! 
b.    Das mag sein das Plätze geschaffen wurden, leider hat die die Stadt als Betreiber in den letzten Jahren kein gutes Bild abgegeben zum Teil. Hier ist dringend Verbesserungsbedarf! 
c.    Man kann gutes Personal nicht schnitzen, aber die Stadt als Betreiber muss geeignete Rahmenbedingungen schaffen um geeignetes Personal anzulocken und zu halten. 
d.    Schulbetreuung ist leider momentan einfach nur 'parken' der Kinder ohne jegliche Hausaufgabenbetreuung. da holt man sein Kind um 16 Uhr ab und da sind noch nicht mal Hausaufgaben gemacht. 
e.    Das Betreuungszentrum in Seulberg wurde von Anfang an viel zu klein gebaut. Nun wird angebaut und der große Fußballplatz muss gegen einen viel kleineren weichen. Von der Betreuung möchte ich gar nicht erst reden, die sind sehr überfordert mit der Aufgabe und fast gar kein geschultes bzw. ausgebildetes Personal. / Betreuungs-Desaster an der HWS: Das BTZ ging 2017 mit 120 Plätzen an den Start, 20/21 liegt der Bedarf bei 240 Plätzen! Jetzt werden Erweiterungsmodule wieder ausgetauscht. Kinder haben keine Bücherei. / Der Krokusweg hat nur 56 Essensplätze für 80 Kinder.
f.    Diese Flexibilität bei der Hortbetreuung für Grundschulkinder wäre wünschenswert, damit ggf. 2 oder 3 Familien sich einen Hortplatz teilen können. 
g.    Die Vereine wurden bisher in Seulberg NICHT mit einbezogen. Aber schön, wenn sie in dem Pakt für den Nachmittag mal drin stehen. / Zumindest unsere Erfahrungen mit der Hardtwaldschule sind sehr, sehr enttäuschend. 
h.    Ein lebendiges Friedrichsdorf ist aber doch auch "laut". Jugendliche und Kinder in der Stadt und nicht außerhalb auf den Wiesen, Gastronomie, die bezahlbar bleibt und auch mal länger offen hat, Plätze und Parks, auf denen sich die FriedrichsdorferInnen einfach gerne treffen.
i.    Die KOA wollte die Kinderspielplätze im Schäferborn und Köppern abschaffen und bebauen. 

 

13.    Sicherheit 
a.    Die Sicherheit und Ordnung in Friedrichsdorf sind auch ein wichtiges Thema, hätte gerne von den Kandidaten erfahren, was sie in dieser Hinsicht vorhaben.

 

14.    Natur/ Umwelt/ Klima 
a.    Außerdem sollten Bäume gepflanzt werden, die die Hitze besser ertragen können. 
b.    War es eigentlich kein Thema, die großen Roßkastanien vor der alten Pizzeria Amico zu erhalten? 
c.    Bitte erklärt doch mal wie eine Stadt klimaneutral wird. 
d.    Warum wurde für das Neubaugebiet "Hoher Weg" eine "Pelletheizung" zugelassen?  Umweltschädlicher geht es kaum! 
e.    Wie sieht es mit Dachbegrünung etc. aus. Das Rathaus könnte damit doch starten. 
f.    Bitte die ganzen Kreisel nicht vergessen. Seit Jahren schlimm. / Keine Begrünung. 
g.    Die neue Stelle zum Klimaschutz Manager ist dringend nötig. Nur kommt bei dem angebotenen Gehalt plus Befristung kein qualifiziertes Personal. 
h.    Deutschland hat KEINEN Wassermangel - nur schlechtes "Wassermanagement" - fehlende Mehrfachnutzung, keine digitalen Messungen. 
i.    Der Abwasserverband, zu dem F.-Dorf gehört, hat - soweit bekannt - keinen Mikroplastikfilter. Wenn das richtig ist, was ist genau der Grund? 
j.    Herr Keitel, Sie sprechen vom Klimaschutz, der Geld kostet, wollen aber unbedingt einen intakten Park, die Bleiche, in dem Tiere und Pflanzen seit Jahren im Bestand sind, umbauen - wie passt das zusammen?

 

15.    Freizeit 
a.    Der Trimm-Dich-Pfad sieht seit Jahren schlimm aus. Woran liegt das?
b.    Wie stehen die Kandidaten zu Stadtfesten, die hoffentlich zukünftig wieder stattfinden dürfen?  Das letzte Stadtfest wurde vom Gewerbeverein gestemmt.

 

16.    Haushalt
a.    Falls es Corona-bedingt zu finanziellen Einschnitten im Haushalt kommen sollte, für welche Bereiche sehen Sie konkrete Einsparpotenziale und auf welche Investitionen würden Sie keinesfalls verzichten?
b.    Welcher der Kandidaten hat dem aktuellen Haushalt zugestimmt?

 

17.    Verwaltung
a.    Wie wird ein künftiger Bürgermeister mit den Ortsbeiräten umgehen, deren Rolle definieren und einbinden? Bekommen sie ein Budget? bekommen sie Rederecht in den Ausschüssen? 
b.    Wie wollen die Kandidaten zukünftig Bürger informiert halten? Von Amazon höre ich das erste Mal. Wenn man nicht regelmäßig auf der Rathaus Homepage nachschaut und sich durch Sitzungsprotokolle quält, hört man auch nichts aus der Stadtpolitik.
c.    Wie planen Sie, die "Kundenorientierung" der Friedrichsdorfer Stadtverwaltung (deutliche) zu verbessern?
d.    Werden da nun Arbeitsplätze wegfallen bei der Stadtverwaltung, Herr Kilp?
e.    Zusammenarbeit mit HG bitte mehr ausbauen. Allein kann Friedrichdorf nur schwer vorankommen. Kontakte sind wichtig.
f.    Die Stadt Friedrichsdorf benötigt unbedingt eine anwenderfreundlichere Homepage, die intuitiv auch von älteren Menschen genutzt werden kann.

 

18.    Bürgermeisteramt
a.    Welche Kompetenzen können Sie für das Amt des Bürgermeisters vorweisen? sozial, wirtschaftlich und politisch? 
 

 

Die 7 Fragen im Online-Dialog, die den KandidatInnen vorher nicht bekannt gegeben wurden, waren: 

 

  1. Zur Wirtschaftsförderung: Auf die Wirtschaftsförderung der Stadt kommen einige Herausforderungen zu – Neustart von Einzelhandel und Gastronomie nach Corona, Konkurrenz durch Online-Handel, Leerstand in der Industriestraße: Wie wollen Sie die Wirtschaftsförderung künftig aufstellen?
     
  2. Zum bezahlbarem Wohnraum: Im Rhein-Main-Gebiet herrscht ein starker Wohnbaudruck. Wie wollen Sie dem in Friedrichsdorf begegnen? Hat Friedrichsdorf in den letzten Jahren genügend Anstrengung zur Schaffung von Wohnraum, insbesondere bezahlbarem, unternommen?
     
  3. Zum Verkehr: Friedrichsdorf wird nun an den Radschnellweg nach Frankfurt angeschlossen. In der Stadt sind aber Radwege und Abstellplätze Mangelware. Wie gedenken Sie das zu ändern?
     
  4. Zum Klimawandel: Was kann Friedrichsdorf zum Klima- und Artenschutz beitragen? 
     
  5. Zu Stadtentwicklung: Friedrichsdorf ist in den letzten Jahren stark gewachsen und wird weiterwachsen. Das wird für einen wachsenden Bedarf an Kinderbetreuung führen. Wie wollen Sie dem begegnen?
     
  6. Zu den Finanzen: Durch Corona brechen die Steuereinnahmen der Kommunen ein. Soll Friedrichsdorf darauf mit einer Erhöhung der Steuersätze reagieren?   
     
  7. Zur Organisation der Stadtverwaltung: Seit 2016 hat Friedrichsdorf keinen hauptamtlichen Ersten Stadtrat mehr. Soll das so bleiben?