Brigitte Bannenberg ist die parteilose Bürgeremeisterkandidatin für Glashütten

Brigitte Bannenberg, parteilos

Brigitte Bannenberg, parteilose Bürgermeister-Kandidatin für Glashütten. Ihre Antworten (s.u.) hat sie uns am 3.2.2021 zur Verfügung gestellt.Wir danken für ihren Input und ihren Dialog mit dem Mittelstand.Weitere Infos auf der Website Brigitte Bannenberg.

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Glashütten dauerhaft zu sichern?“

Der Mittelstand ist eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Beständigkeit, Leistungsfähigkeit, Zukunftsorientierung, Innovationsfähigkeit sind nur einige Stichworte, die insb. auch auf die mittelständischen Betriebe im Handwerk, im Dienstleistungsgewerbe und für die vielen freiberuflich Tätigen in unserer Gemeinde zutreffen werden. Unsere gemeindliche mittelständische Basis müssen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein weiter stärken. Die Förderung und der Ausbau des Glasfasernetzes in Glashütten ist deshalb ebenso wichtig, wie die Notwendigkeit, dass die B8 weiterhin die Verkehrsader durch Glashütten bleibt und keine Umgehung stattfindet. Als Bürgermeisterin werde ich – wie bisher – direkte Ansprechpartnerin für alle Belange unseres örtlichen Mittelstandes sein, um Ideen/Anregungen und konkrete Vorschläge in die Gemeindearbeit einzubringen, Fragen zu beantworten und deren örtlichen Belange auch gern überregional Gehör verschaffen. Glashütten ist Teil der Leader-Förderregion Taunus (EU-weites Förderprogramm zur Stärkung des ländlichen Raumes). Aus diesen EU-Fördergeldern können wir etwa für Infrastrukturprojekte beim Hochtaunuskreis Mittel beantragen. Ich werde in enger Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein Ideen zusammentragen, die unsere Stellung im Großraum Rhein-Main als Wohn-, Arbeits- und Produktions-/Dienstleistungsstandort stärken. Eine gute Verkehrsanbindung, oder ein leistungsfähiges Glasfasernetz allein sind sehr wichtig, aber leider allein keine Garanten für einen prosperierenden Mittelstand. Das Angebot an sowohl handwerklichen, als auch touristischen und insb. gastronomischen Dienstleistungen muss darüber hinaus der veränderten Arbeitswelt gerecht werden, dass viel mehr Mitbürger*innen schon jetzt von zu Hause arbeiten. Dieser Trend wird sich deutlich verstärken. CORONA hat wesentlich dazu beigetragen. Im eigenen Wohn- und damit auch Arbeitsumfeld erwartet man ein attraktives Angebot an verschiedenste Dienstleistungen. Mobilität bleibt ein bestimmender Faktor für Standortattraktivität. So werde ich mich weiter darum bemühen, zwischen Oberems, Glashütten und Schloßborn den innerörtlichen Nahverkehr zu verbessern. Aber auch Innovationen möchte ich fördern, wie z.B. die Anbindung an die U-/S-Bahn in Oberursel durch eine Seilbahn von Glashütten aus. In diesem Winter konnten wir überdeutlich erkennen, dass Glashütten zunehmend auch an Attraktivität für Tagestouristen gewinnt. Wie ich feststellen konnte, gilt dies für die Sommermonate gleichermaßen und wird sich ausdehnen auf Kurz- und Wochenendurlauber. Unsere schöne Landschaft ist ein Anziehungspunkt. Und deshalb müssen wir auch hier in z.B. Wiederaufforstung, Wanderwege, Ruheplätze und vor allem Parkraum investieren. Tagesgäste, oder Durchreisende sind ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor für unseren Mittelstand in Hotellerie und Gastronomie und Einzelhandel. Glashütten kann hier schon punkten. Wir müssen aber unsere Gemeinde attraktiv halten.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Bürgermeisterin widmen wollen?“

Der Ausbau des Glasfaser-Netzes muss umfassend vorangetrieben werden. Dies ist eine meiner vordringlichen Aufgaben. Eine schnelle und konstante Internetanbindung ist im Zuge der allgemeinen Digitalisierung von Dienstleistungen insbesondere für viele Freiberufler*innen ein Muss. Aber auch die handwerklichen Betriebe und Servicedienstleistungen benötigen für Ihre Arbeit schnelles Internet. Zusammen mit dem Gewerbeverein möchte ich ein umfassendes Parkraumkonzept entwerfen, in dem natürlich auch die besonderen Anliegen aller Bürger*innen berücksichtigt werden. Mein Anliegen ist darüber hinaus, dauerhaft eine Verkehrsberuhigung durch Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30km/h auf voller Länge der B8 im Streckenverlauf durch Glashütten durchzusetzen, um uns weitere Möglichkeiten zu schaffen, Parkraum an der B8 auszuweisen. Zu hohe Geschwindigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer ist ein Hindernis für Ein- und Aussteigen und Be- und Entladen.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Wir müssen den inneren Bereich an der B8 optisch aufwerten. Ich werde hier Initiativen anregen, fördern und voranbringen. Attraktivität entsteht nicht allein durch die Präsenz von Geschäften und Betrieben, sondern auch durch das Umfeld. Hier sind die mittelständischen Betriebe gefragt, sich einzubringen und zu beteiligen. Für die Weihnachtszeit wünsche ich mir zum Beispiel eine Weihnachtsbeleuchtung an der B8. Leider haben wir in Glashütten keine Gewerbeflächen mehr. Hier möchte ich zusammen mit der heimischen Wirtschaft kurzfristig gemeinsame Ideen entwickeln, wo und wie Abhilfe geschaffen werden könnte. Ausdehnung des Angebotes, Wachstum und auch neue Dienstleistungen benötigen immer auch Standortflächen. Diese Ideen werde ich in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes einbringen, um weitere Gewerbeflächen zu entwickeln und damit vor allem der Nachfrage der ortsansässigen Betriebe Rechnung tragen. Da die B8 unsere Hauptverkehrsader ist, möchte ich deshalb vorrangig oberhalb der B8 einen geeigneten Standort ausweisen, der nicht störend ist.