Birgit Hahn (SPD-Vorsitzende Usingen) ist Spitzenkandidatin der SPD Usingen. Die Antworten (s.u.) von Birgit Hahn und Bernhard Müller (SPD-Fraktionsvorsitzender Usingen) haben sie uns am 21.1.2021 zur Verfügung gestellt. Wir danken für ihren Input und ihren Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos auf der Website SPD Usingen.

 

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Usingen dauerhaft zu sichern?“

Aus vielerlei Hinsicht hat die Usinger SPD einen weiten Blick auf den Bereich Wirtschaft. Es hat lange gedauert, bis die Gewerbeflächen an der Südtangente sich füllten. So langsam schließen sich die Lücken. Wir stellen fest, dass dennoch immer wieder Leerstände in den Gewerbegebieten und vor allem auch in der Innenstadt entstehen. Unser Ziel ist es, dass die „Abteilung“ Wirtschaftsförderung im Rathaus sich mit ganzer Kraft um jedes Unternehmen kümmert, deren Bedarfe beleuchtet, ob Unterstützung auf kommunaler Ebene möglich ist und in welcher Form. Für den Innenstadtbereich ist unser Ziel, das die Stadt massiv eingreift, um den Leerstand und die Nutzung der Geschäftsräume steuert. Dazu beabsichtigen wir eine Kommunale GmbH zu gründen, die Häuser im Innenbereich aufkauft. Voraussetzung dafür ist ein schlüssiges Konzept, Grundlagen existieren bereits und können auf die heutige Situation  und die zukünftigen Ziele zugeschnitten werden.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“  

Gewerbeflächen werden langsam knapp und Internet- und Netzbedingungen sind noch nicht optimal. Wir stehen als Mittelzentrum im Usinger Land in Konkurrenz zu den Nachbarkommunen, die topografisch immense Vorteile haben. Dass können wir nicht ändern. Wir werden auch keine unbeschränkte Ausweitung von weiteren Gewerbeflächen vornehmen können, sondern uns zunächst anschauen, wo es Konversionsflächen gibt und deren Umwidmung prüfen. Erweiterungen können nur unter der Berücksichtigung umweltschonender Bedingungen und konzeptioneller Zielsetzung erfolgen. Breitband- und Netzausbau sehen wir als vorrangig an.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Etliche Unternehmen bringen sich bereits mit verschiedenen Initiativen verantwortungsbewusst in das städtische Leben ein. Dafür sagen wir als Sozialdemokrat*innen danke.

Wir wünschen uns allerdings einen regelmäßigen Austausch zwischen Unternehmensvertretungen, Verwaltung und Politik. Stadt und Unternehmen kontaktieren sich sicher, doch bleibt die Politik außen vor.

Auch ist unser Eindruck, dass der Gewerbeverein eher inaktiv in Sachen Innenstadt ist, der Zusammenhalt ständig auf der Kippe steht und immer wieder das Eigeninteresse vor dem Allgemeininteresse steht. Als SPD sind wir überzeugt, dass ein gemeinsames zielgerichtetes Vorgehen allen Nutzen bringt. Das hält die Menschen im Ort, verringert das Ausweichen in die Region, erleichtert kulturelle Angebote, macht die Stadt interessant für die Ansiedlung weiterer Arbeitgeber und sichert Arbeitsplätze. Und das geht nur gemeinsam.