Ellen Enslin, B´90/DIE GRÜNEN Usingen

Ellen Enslin ist Spitzenkandidatin von B´90/DIE GRÜNEN Usingen. Die Antworten (s.u.) hat sie uns am 31.1.2021 zur Verfügung gestellt. Wir danken für ihren Input und ihren Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos sind auf den Websites Ellen Enslin und B´90/DIE GRÜNEN Usingen zu finden.

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Usingen dauerhaft zu sichern?“

Unternehmen benötigen gute Standortfaktoren und attraktive Bedingungen, um sich anzusiedeln. Dazu gehören schnelles Internet und eine gute Anbindung an den Nahverkehr. Bei Entwicklung von Gewerbeflächen muss der Fokus auf die Nachhaltigkeit gelegt werden, um so umweltfreundlich wie möglich Platz für neues Gewerbe zu schaffen. So kann der Gewerbestandort Usingen entsprechend beworben werden. Aber nicht nur Unternehmen brauchen attraktive Bedingungen, auch für die Bürger*innen brauchen wir ein attraktives Umfeld um hier zu leben, zu arbeiten und einzukaufen. Mit einem virtuellen Kaufhaus wollen wir den städtischen Fach-Einzelhandel und damit die Innenstadt stärken. Auf einer Online-Plattform können sich Usinger Händler*innen mit ihren Produkten präsentieren. Die Bestellung wird gepackt und ein Lieferservice bringt die Einkäufe. So kann dem Online-Handel begegnet werden und der städtische Handel erhält einen zusätzlichen Vertriebskanal. So werden erhebliche Transporte und Verpackungen vermieden und die lokale Wertschöpfung sowie der nachhaltige Konsum unterstützt

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Dass Unternehmen und Handwerksbetriebe für die weitere Entwicklung ausreichend Fachkräfte gewinnen. Obwohl viele Menschen ins Rhein-Main-Gebiet ziehen, ist das Angebot an Fachkräften weiter knapp. Die Potenziale von Menschen, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen, müssen stärker genutzt werden. Hier kann durch weitere Verbesserungen, besonders bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, entgegengewirkt werden. Dies hilft auch bei der Eindämmung des Fachkräftemangels.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Die Chancen der Nachhaltigkeit für die regionale Wertschöpfung zu erkennen und fördern. Eine Wirtschaft, die bei Umweltproblemen Teil der Lösung statt Teil des Problems ist. Dazu gehört die Ansiedlung von zukunftsträchtigem Gewerbe: neuen Branchen, die großen Wert auf Umwelt- und Klimaverträglichkeit und die Kreislaufwirtschaft legen, umso zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.